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Liveblog: Feuerwehr im Kreis Northeim wegen Sturm Eberhard im Dauereinsatz

Tief Eberhard bringt Sturm in die Region – deshalb hat der Deutsche Wetterdienst am Sonntagnachmittag um 14 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung für den Landkreis Northeim herausgegeben.

„Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten um 105 km/h (29m/s, 56kn, Bft 11) aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) gerechnet werden“, heißt es in der offiziellen Warnmeldung. Ab 16 Uhr ist laut DWD mit dem Sturm zu rechnen. Die Warnung gilt bis 22 Uhr.

Bitte beachten Sie: Bei diesen Windgeschwindigkeiten besteht Gefahr beim Aufenthalt im Freien. Es können Bäume umstürzen, Äste herunterfallen und auch Dachziegel von Häusern stürzen. Meiden Sie Waldgebiete und sichern Sie Gegenstände im Freien.

Liveticker zum Sturm im Kreis Northeim

9.53 Uhr: Abschlussmeldung zu Sturm Eberhard

89 Einsätze mussten die Feuerwehren im Landkreis Northeim am Sonntag wegen Sturm Eberhard abarbeiten. Kaum eine Stadt oder Gemeinde wurde von „Eberhard“ verschont.

Die ersten unwetterbedingten Einsätze gab es im Landkreis am Sonntag ab 17 Uhr im Bereich der Stadt Einbeck. Nur Minuten später gab es immer mehr Notrufe, die sich vom Raum Uslar und Dassel schließlich über fast den gesamten Landkreis erstreckten. Aus diesem Grund hat die Einsatzleitstelle ihr Personal kurzfristig auf sechs Personen aufgestockt, die von 17 bis 21 Uhr eingesetzt waren.

Auf der Strecke Schönhagen Richtung Neuhaus waren mehrere Autos durch umgestürzte Bäume eingeschlossen, beim CVJM-Haus Solling ein Bus. In vielen Bereichen bestand die Gefahr durch herunterstürzende Dachziegel. In Moringen wurde ein Dach in weiten Teilen abgedeckt und in Langenholtensen, Lindau und Uslar lösten sich Teile von Dachhäuten. Der Wind hat in Stöckheim eine Scheune in Teilen einstürzen lassen und ein davorstehendes Auto schwer beschädigt. Während des Sturmes kam es laut Polizei außerdem zu einem kurzzeitigen Stromausfall im Bereich der Stadt Northeim.

Auf der B3 zwischen Northeim und Sudheim kam es durch einen umherschleudernden Autoanhänger nach 19 Uhr zu einem Unfall. Der Anhänger wurde dadurch zerstört und von der Feuerwehr gegen den Wind an einem massiven Verkehrsschild festgezurrt. Feuerwehr und Polizei waren hier im Einsatz, es gab zwischenzeitlich eine Vollsperrung. 

Insgesamt gab es unzählige Einsätze, bei denen die Feuerwehren Strecken, die durch Waldgebiete führen, abgesperrt haben. Hier wäre der Einsatz während des Sturmes lebensgefährlich gewesen. Teilweise berichteten unsere Kräfte von neben ihnen umstürzenden Bäumen. Bei diesen Vorfällen wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Auch am Montag waren die Feuerwehren im Einsatz. Die Feuerwehr Nörten-Hardenberg-Mitte musste auf eine Straße gestürzte Bäume entfernen. In Relliehausen drohte eine Tanne auf einen Gastank zu fallen.

Die Kreisfeuerwehr warnt eindringlich davor, bei Stürmen wie Eberhard durch Waldgebiete zu fahren. Verkehrsteilnehmer sollten Fahrten möglichst komplett vermeiden oder zumindest so planen, dass sie durch sichere Bereiche führen.

7.30 Uhr: Jetzt am Folgetag werden viele weitere Schäden sichtbar. Unsere Feuerwehren sind in Relliehausen und Nörten-Hardenberg im Einsatz.

2.30 Uhr: Folgende Sperrungen meldet die Polizei: B 446 zwischen Angerstein und Reyershausen, K 409 zwischen Elvershausen und Lagershausen, K 414 zwischen Sudheim und Suterode, K 415 zwischen Sudershausen und Spanbeck, K 430 zwischen Hardegsen und Ertinghausen.

Weitere kurzfristige Sperrungen aufgrund von Aufräumarbeiten können nicht ausgeschlossen werden.

21.39 Uhr: Der Sturm ist durch, die Lage beruhigt sich. Alleine die Feuerwehren der Stadt Northeim hatten 25 Einsatzstellen abzuarbeiten. Für die Kräfte gibt es jetzt eine Verpflegung von den Johannitern. Sie waren jetzt rund vier Stunden im Dauereinsatz.

21.20 Uhr: Da uns immer wieder Anfragen erreichen: Wir haben leider keinen aktuellen Überblick darüber, welche Straßen alle unpassierbar sind. Dafür waren es einfach zu viele!

20.30 Uhr: In Sudheim sind etliche Dachziegel von Dächern geflogen. Die Feuerwehren Sudheim und Northeim kontrollieren und sichern den Bereich.

19.50 Uhr: Auf der B3 bei Sudheim kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Ein Anhänger wurde durch eine Windböe erfasst. Feuerwehr und Polizei sind vor Ort.

19.45 Uhr: Das Fissekental bei Willershausen ist dicht. Eine Durchfahrt ist für Fahrzeuge nicht mehr möglich. (Foto: Feuerwehr Willershausen)

19.20 Uhr: In Höckelheim droht eine größere Tanne auf die Durchgangsstraße zu stürzen. Unsere Kreispressegruppe meldet die Einsatzstelle und sichert sie bis zum Eintreffen der Kräfte ab.

19.03 Uhr: Bei Parensen ist ein Ast auf eine Oberleitung geschlagen. Es sollen  Funken fliegen. Die Feuerwehr ist im Einsatz.

18.45 Uhr: In Langenholtensen hat sich das Flachdach eines Carports teilweise gelöst. Die Kräfte der Ortsfeuerwehr sind vor Ort und sichern Dach und Einsatzstelle ab.

18.42 Uhr:

Im Landkreis Northeim sind die Feuerwehren wegen Sturm Eberhard im Großeinsatz. Um 17 Uhr lief am Sonntag der erste unwetterbedingte Einsatz auf. In unserer Einsatzleitstelle in Northeim laufen weiterhin Notrufe auf.

In den Stadtgebieten Einbeck, Northeim, Dassel, Uslar, Moringen, Hardegsen, Katlenburg-Lindau und Nörten-Hardenberg sind die Feuerwehren im Einsatz. Teilweise sind oder waren Fahrzeuge eingeschlossen, darunter auch Busse. Bäume sind insbesondere auf Straßen gestürzt. Da die Bäume auch weiterhin umstürzen, werden diese Strecken durch die Wehren gesperrt. Ein Entfernen ist bei der aktuellen Lage lebensgefährlich.

In Stöckheim ist außerdem eine Scheune teilweise eingestürzt. In Lindau und Bollensen haben sich Dächer von Gebäuden gelöst, in vielen Orten fallen Dachziegel von den Häusern.

Wir bitten eindringlich alle Bürger darum, Schutz zu suchen. Die Windgeschwindigkeit liegt bei über 100 km/h. Über Verletzte ist uns bislang nichts bekannt. (Mennecke/Radke)

17.42 Uhr: In der Region werden Dächer abgedeckt, teils sind Fahrzeuge, auch Busse durch Bäume eingeschlossen. Bitte suchen Sie in den betroffenen Bereichen Schutz!

17.34 Uhr:  Mittlerweile laufen reichlich Notrufe in unserer Einsatzleitstelle auf. Schwerpunkte sind Einbeck und der Raum Uslar.

17.05 Uhr: Der Landkreis wird massiv vom Sturm erfasst. Ein erster Einsatz läuft in Einbeck. Aktuelle Windgeschwindigkeiten liegen uns aktuell nicht vor.

16.50 Uhr: Der Sturm ist auch im Landkreis Northeim angekommen. In der Spitze um die 80 km/h sind in exponierten Lagen bereits erreicht

Die Feuerwehr Northeim warnt vor dem Sturm am Nachmittag:

Vereinzelt waren Straßen in der Region blockiert:

„Die Kreisstraße 409 musste ab Samstag um 18.30 Uhr bis auf Weiteres zwischen den Ortsteilen Lagershausen und Elvershausen gesperrt werden“, meldet HNA.de. Außerdem lag ein Baum auf die Bundesstraße 497 zwischen Schönhagen und Neuhaus.

Bereits am Freitagabend war die Feuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte aufgrund des Sturms im Einsatz:

Brandmeister Konstantin Mennecke ist stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart für den Brandabschnitt Nord/Ost und leitet die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr und Kreisfeuerwehr.

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