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Konstantin Mennecke

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Brandmeister Konstantin Mennecke ist stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart für den Brandabschnitt Nord/Ost und leitet die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr und Kreisfeuerwehr.

Die Ausbildung der Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren aus der Gemeinde Nörten-Hardenberg wird jetzt sprichwörtlich brandheiß: Mit einer Feuerlösch-Übungsanlage können die Nachwuchsbrandschützer realitätsnah und trotzdem mit höchster Sicherheit ausgebildet werden. Möglich wird das durch verschiedene Unterstützer.

Die anhaltende Corona-Pandemie hat noch keine Auswirkungen auf die Mitgliedszahlen in den Kinder- und Jugendfeuerwehren im Landkreis Northeim. Diese Bilanz konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Peters jetzt beim digitalen Kreisjugendfeuerwehrtag, live übertragen aus der Oberschule in Bad Gandersheim, ziehen. 571 Mitglieder haben die Kinder- und 873 die Jugendfeuerwehren. Das ist insgesamt ein leichtes Plus von sechs Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr. Damit dies so bleibe, müsse aber weiterhin massiv Zeit und auch Geld in digitale Angebote, aber ebenso in schlaue Konzepte zum Neustart des Dienstbetriebs investiert werden.

„Noch vor dem ersten Lockdown haben wir die Situation erkannt und sofort für unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren im Landkreis Northeim gehandelt“, betonte Peters in seinem Jahresbericht. Eine ganze Reihe an digitalen Formaten hat die Kreisjugendfeuerwehr zusammen mit der Kreisfeuerwehr auf die Beine gestellt. „Wir präsentieren Feuerwehrfahrzeuge, erklären Physik und Chemie in eindrucksvollen Experimenten, erklären besondere Einrichtungen wie die Atemschutzübungsstrecke und haben auch zum virtuellen Dienst live aus Hardegsen eingeladen. Dieser war mit über 550 Zuschauern ein besonderer Erfolg und ein Höhepunkt des vergangenen Jahres“, betonte Peters.

Für das Jahr 2021 hat die Kreisjugendfeuerwehr eine Mischung aus digitalen und analogen Formaten für die Kinder- und Jugendfeuerwehren geplant. „Wir müssen flexibel sein und können nicht erst beginnen, Konzepte zu erarbeiten, wenn es coronabedingte Lockerungen gibt, sondern müssen, wie in der Feuerwehr üblich, jetzt schon einsatzbereit sein. Genau dafür haben wir den vergangenen Winter genutzt“, erklärte der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke. „Wir wollen mit ‚Feuerwehr OpenAir‘ dann, wenn es wieder möglich ist, in die Städte und auf die Dörfer fahren. Dort werden wir mit einem speziell für moderne Dienstgestaltung nach heutigen Ansprüchen ausgerüstetem Fahrzeug, mit mobilen, wetterunabhängigen Zelten im Kreisjugendfeuerwehr-Look und durchaus auch mit viel Blaulicht, spannenden Experimenten und einer großen Portion Humor die Lust auf Feuerwehr erhalten, neu beleben und auch neue Mitglieder gewinnen.“ Gerade der letzte Punkt, das so dringend erforderliche Gewinnen neuer Mitglieder, sei aufgrund der Pandemie schlicht unmöglich, für die Brandschützer aber unerlässlich. „Unser Job als Kreisjugendfeuerwehr ist es, kreisweit unterstützend für starke Kinder- und Jugendfeuerwehren zu sorgen, damit wir im Landkreis Northeim in ausreichender Zahl auch künftig Feuerwehrfrauen und Männer haben. Dass dieses Engagement aktuell durch unsere digitalen und künftig auch analogen Formate durchaus kostenintensiv ist, ist ein saurer Apfel, in den wir schlicht beißen müssen. Ehrenamtliche Rettungskräfte kann man nicht kaufen, deshalb ist jeder Euro in unseren Nachwuchs immer gut investiert“, betont Mennecke. Besonders dankbar ist die Kreisjugendfeuerwehr in dem Zusammenhang auf die von der Kreisverwaltung zusammen mit dem Kreisjugendring möglich gemachte 100.000-Förderung, für die seitens der Kreisjugendfeuerwehr ein entsprechender Antrag gestellt worden ist.

Von massiven Einschränkungen konnten auch die stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Jana Rosenberg (Fachbereich Wettbewerbe), Julian Ewig (Materialverwaltung) und Christoph Hundertmark (Lehrgangsarbeit) berichten. Wettbewerbe wurden in 2020 ebenso wie Zeltlager abgesagt, Lehrgänge konnten nicht stattfinden. „Wir müssen in der Jugendarbeit weiterhin dringend am Ball bleiben, nicht nur, um den Kindern und Jugendlichen einen Hauch von Normalität bieten zu können, sondern um unseren für die Feuerwehren so wichtigen Aufwärtstrend in der Zahl der Kinder und Jugendlichen weiter beizubehalten. Das ist eine Aufgabe, die uns alle fordert und sicher auch aufgrund der Pandemie mal mürbe macht. Aber unsere Feuerwehren und nicht zuletzt unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren haben diesen vollen Einsatz verdient“, so Florian Peters abschließend. Henrike Stöckemann berichtete als stellvertretende Kreisjugendsprecherin von den Herausforderungen, die sich für die jungen Menschen im Kreis in Sachen Dauer-Videokonferenzen und eingeschränkte persönliche Kontakte ergeben.

Ehrensache

Trotz des Corona-bedingt nur digital möglichen Kreisjugendfeuerwehrtags konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Florian Peters eine Ehrung vornehmen. Konstantin Mennecke wurde in seiner Funktion als Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit mit der Florianmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr „in dankbarer Anerkennung der Verdienste um den Aufbau und die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehren im Landesfeuerwehrverband Niedersachsen“ ausgezeichnet. „Konstantin hat uns 2020 mit dem Projekt ‚Status2′ durch das Krisenjahr gebracht. Auch, wenn wir viel zusammen vor der Kamera gestanden haben, so hat es letztlich für dich die dreifache Zeit davon für die Konzepterarbeitung, Planung sowie für den letztendlichen Schnitt gebraucht“, sagte Peters in seiner Laudatio. Auch das Einwerben von Förderungen und Spenden gehört mit zu Menneckes Aufgaben.

Rund 220 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Montagabend nahe der Altämter Ortschaft Westerhof im Einsatz. In einem Wald war ein gegen 20.17 Uhr Feuer ausgebrochen, was sich innerhalb kürzester Zeit von einem Freiflächenbrand zu einem Waldbrand entwickelte.

Mit zwei Kilometern Schlauchleitung wurden die Flammen, die an einem Steilhang bis in die Baumwipfel loderten, eingedämmt. Aufgrund der Lage weit außerhalb der Ortschaft Westerhof, war der Wassertransport eine Herausforderung. Bis in die Nacht liefen die Löscharbeiten. Mittels Drohne wurden die Brandstelle und umliegende Bereiche aus der Luft begutachtet.

Im Einsatz waren alle Feuerwehren der Gemeinde Kalefeld, die Feuerwehren aus Förste, Langenholtensen, Bad Gandersheim und Northeim, die Kreisfeuerwehr um die Technische Einsatzleitung Nord/Ost, die Feuerwehrbereitschaft 1, 4. Zug mit Waldbrandmodul, die DRK-Bereitschaft Altes Amt und die Polizei. Letztere hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.