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Konstantin Mennecke

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Brandmeister Konstantin Mennecke ist stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart für den Brandabschnitt Nord/Ost und leitet die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr und Kreisfeuerwehr.

Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Kreiensen hat am Montagnachmittag den Einsatz von rund 60 Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW gefordert. „Zimmerbrand in der Heinrichstraße, starke Rauchentwicklung in Mehrfamilienhaus“ lautete die Meldung um 15.09 Uhr.

Vor Ort konnten die Einsatzkräfte einen Brandgeruch im Treppenhaus sowie eine heiße Wohnungstür feststellen. Bei der weiteren Erkundung der Wohnung stellte sich heraus, dass ein Feuer in einer Küche des Fünf-Parteien-Hauses ausgebrochen war. Mehrere Trupps unter Atemschutz konnten die Flammen löschen. Das Gebäude wurde anschließend belüftet.

Die anfängliche Befürchtung, die Flammen könnten auf den Dachstuhl überschlagen, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Verletzt wurde bei dem Feuer nach ersten Informationen niemand. Die Bewohner hatten das Gebäude bei Eintreffen der Feuerwehr bereits verlassen. Die Polizei ermittelt die Brandursache.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Kreiensen, Greene, Erzhausen, Leineturm, Naensen, Bad Gandersheim und Einbeck, die Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes Einbeck sowie der Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Einbeck.

Fotos: Mennecke/Kreisfeuerwehr Northeim

Es ist eine kleine Nummer, die tagtäglich Leben rettet: Der 11. Februar ist seit 2009 jährlicher „Tag des Notrufs“. Die Nummer, die im Landkreis Northeim in der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst (ILS) in der Northeimer Von-Menzel-Straße landet, ist „leider noch nicht in allen Köpfen“, betont Sven Helmold, bei der Kreisfeuerwehr Northeim für die Brandschutzerziehung zuständig.

Insbesondere Kinder, die regelmäßig in Kindergärten und Schulen die Brandschutzerziehung genießen, wissen, wann die 112 zu wählen ist: immer dann, wenn die Feuerwehr benötigt wird, beispielsweise bei Bränden, bei volllaufenden Kellern oder auslaufenden Gefahrstoffen, aber auch, wenn der Rettungsdienst von Nöten ist, etwa bei Unfällen oder medizinischen Problemen. Erwachsene kommen bei der Unterscheidung zwischen der 112 und 110 schon manches Mal ins Schleudern. „Die Notrufnummer 112 zu kennen, kann im Ernstfall nicht nur Zeit sparen, sondern ist auch im Urlaub hilfreich, da sie europaweit gilt und mit europäischen SIM-Karten auch aus den USA, Australien und Neuseeland funktioniert“, erklärt Helmold.

Die Brandschutzerzieher weisen darauf hin, dass niemand Angst haben muss, beim Wählen des Notrufs etwas falsch zu machen. „Es liegt in der Natur der Sache, dass man beim Wählen der 112 aufgeregt ist – denn dann ist irgendetwas passiert. Aufgrund der strukturierten Notrufabfrage werden aber alle wichtigen Informationen vom Leitstellenpersonal notiert. Man muss also nur auf die gestellten Fragen antworten“, beruhigt Sven Helmold. Die Fragen sind dabei verhältnismäßig leicht zu beantworten: Wo ist der Notfallort? Wie sind Sie telefonisch zu erreichen? Was ist genau passiert? Sollte ein Eingreifen durch den Anrufer, beispielsweise eine Reanimation notwendig sein, so wird auch diese telefonisch angeleitet. Allerwichtigste Grundregel beim Absetzen eines Notrufs: Der Leitstellendisponent beendet das Gespräch. Erst, wenn alle Fragen der Mitarbeiter beantwortet sind, kann schnell und professionell entsprechend des Notfalls geholfen werden.

Nicht erlaubt ist hingegen früher wie heute der Notrufmissbrauch. Nach §145 StGB wird bestraft, „wer absichtlich oder wissentlich Notrufe oder Notzeichen missbraucht oder vortäuscht, dass wegen eines Unglücksfalles oder wegen gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei.“ Es drohen Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Wird durch den Anruf ein unnötiger Einsatz ausgelöst, muss der Anrufer die Kosten dafür tragen.

Die Brandschutzerzieher der Kreisfeuerwehr des Landkreises Northeim schulen Kinder, Erwachsene wie auch Senioren gleichermaßen. Informationen gibt es bei den Brandschutzerziehern um Sven Helmold über die Geschäftsstelle der Kreisfeuerwehr Northeim, 05551/708 8325 oder per E-Mail an geschaeftsstelle@kfv-nom.de.

Rubriklistenbild: Europe Direct

Unzählige querstehende LKW, Dächer, die von der Schneelast befreit werden mussten und Unterstützungen für den Rettungsdienst und die Polizei: Der anhaltende Schneefall am Montag hat den Wochenstart zum Dauereinsatz für die Retter aus dem Landkreis Northeim und die Mitarbeiter der Einsatzleitstelle werden lassen. Die Lage nachfolgend im Überblick.

Eine zunächst unbekannte, aus einem LKW auslaufende Flüssigkeit hat am Freitagmorgen einen Gefahrguteinsatz auf dem Northeimer Autohof ausgelöst. Um 7.42 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Aus einem auf dem Autohof geparkten Stückgut-Transport trat die Flüssigkeit aus. Da unklar war, um welchen Stoff es sich handelt, wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehrbereitschaft 4 konnte mit Kräften, ausgerüstet mit Chemikalien-Schutzanzügen, die erforderlichen Daten sammeln, um die Herstellerfirma des Gefahrguts zu kontaktieren. Im Anschluss konnte Entwarnung gegeben werden: es handelte sich nicht um eine gefährliche Flüssigkeit, die Sicherheitsvorkehrungen konnten entsprechend angepasst werden.

Im Einsatz waren insgesamt 90 Kräfte von den Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Northeim, die Feuerwehrbereitschaft 4, die Werkfeuerwehr Contitech, die Johanniter, der Landkreis Northeim und die Polizei.

Fotos: Horst Lange/Christian Vogelbein/Kreisfeuerwehr; Text: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr