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Waldbrand

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Das Land Niedersachsen hat am Wochenende ein Hilfeersuchen aus Sachsen erreicht. Mitglieder der Feuerwehren sollen die örtlichen, bereits seit drei Wochen gegen einen Waldbrand kämpfenden Einsatzkräfte unterstützen und teils ablösen. Ab Montagmorgen auf dem Weg in die Sächsische Schweiz sind rund 30 Kräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Northeim.

Im Stadtgebiet Einbeck ist im Bereich Altendorfer Berg ein Waldbrand ausgebrochen. Die Rettungskräfte sind vor Ort im Großeinsatz. Anwohner werden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Wir informieren Sie über die weitere Entwicklung im Bedarfsfall über die sozialen Medien sowie über die Internetseite der Kreisfeuerwehr Northeim.

Verhaltenshinweise: Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie eventuell vorhandene Lüftungsanlagen, die Frischluft von draußen ansaugen, aus.

#Update: Das Feuer ist gelöscht, es laufen aufwendige Nachlöscharbeiten unter anderem durch Spezialkräfte

Die Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr zum Einsatz:

Über 50.000 Quadratmeter Wald haben in der Nacht zu Donnerstag in Einbeck in Flammen gestanden. Um 0.41 Uhr wurde ein massiver Feuerschein im Bereich Negenborner Weg gemeldet.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte habe laut Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Frank Schwarz eine Fläche von rund 50 mal 50 Metern gebrannt. „Der starke Wind hat das Feuer weiter angefacht, es hat sich schnell ausgebreitet“, berichtet Schwarz. Mehrere Meter hoch schlugen die Flammen bei den laut Deutschem Wetterdienst bis zu 50 km/h starken Böen, die zwischenzeitlich auch noch ihre Windrichtung änderten. Der Einsatzort war aufgrund der teils sehr steilen Hanglage und dorniger Verbuschung nur schwer zugänglich.

Die Einsatzkräfte haben das Feuer, das sich auch durch die Hanglage sowie aufgrund der extremen Dürre in kürzester Zeit ausbreiten konnten, von zwei Seiten einfassen und mithilfe von sechs Strahlrohren eindämmen können. Der Löscherfolg ist insbesondere dem Zusammenspiel aller Rettungsorganisationen zu verdanken. Das Technische Hilfswerk sowie die Fachgruppe Rettungsrobotik und ein Kradmelder der Kreisfeuerwehr haben als mobile Beobachter die Brandausbreitung in Echtzeit analysiert. Das weitere Vorgehen wurde unter anderem mithilfe der Feuerwehrbereitschaft 1, die im Landkreis spezielle Ausrüstung in Form der Waldbrandkomponente stellt, abgestimmt. Die Kräfte wurden dazu vom Deutschen Roten Kreuz mittels eines Quads in den Wald transportiert.

Die vorläufige Bilanz: Eine Fläche von etwa 150 mal 350 Metern ist den Flammen zum Opfer gefallen. Die Brandausbreitung konnte zwar schnell gestoppt werden, das Feuer hatte sich aber unter anderem in Baumstümpfe gefressen und musste aufwendig abgelöscht werden.

Aufgrund des bis in den Morgen laufenden Einsatzes wurden die Kräfte vom DRK verpflegt. Ab dem Morgen soll die Forst die Einsatzstelle übernehmen. Bis dahin wird sie unter anderem mit Wärmebildkameras kontrolliert und verbliebene Glutnester abgelöscht.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Einbeck, Salzderhelden, Northeim, Naensen, Kreiensen, Odagsen, Drüber, Immensen, Sülbeck, die Kreisfeuerwehr mit der Fachgruppe Rettungsrobotik und der Feuerwehrbereitschaft 1, die SEG Altes Amt, das DRK und das Technische Hilfswerk aus Einbeck. Rund 140 Kräfte waren vor Ort eingesetzt. Die Kreisfeuerwehr als Einheit des Landkreises hat gemäß ihres Konzepts zur Bevölkerungswarnung und -information über BIWAPP und NINA sowie in den sozialen Netzwerken zum Schließen von Fenstern und Türen aufgrund der starken Rauchentwicklung aufgefordert.

Erneut mussten Rettungkräfte im Landkreis Northeim zu einem Waldbrand ausrücken. rund 50 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Freitagmittag nahe der Weper Ortschaft Espol im Einsatz. Gegen 13:30 Uhr wurde dort ein Freiflächenbrand in unmittelbarer Nähe zum Sender Espol gemeldet.

Mit TanklöschErneutfahrzeugen wurde Wasser zur Einsatzstelle transportiert. Bereits wenige Minuten später konnte Feuer aus gemeldet werden. Der umliegende Bereich wurde mittels Wärmebildkamera kontrolliert und das angrenzende Unterholz befeuchtet.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Espol, Trögen-Üssinghausen, Fredelsloh und Hardegsen sowie die Schnell-Einsatz-Gruppe des ASB Nörten-Hardenberg und die Polizei.

Text/Foto: Joel Fröchtenicht/Jörg Jacob – Kreisfeuerwehr

Rund 220 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Montagabend nahe der Altämter Ortschaft Westerhof im Einsatz. In einem Wald war ein gegen 20.17 Uhr Feuer ausgebrochen, was sich innerhalb kürzester Zeit von einem Freiflächenbrand zu einem Waldbrand entwickelte.

Mit zwei Kilometern Schlauchleitung wurden die Flammen, die an einem Steilhang bis in die Baumwipfel loderten, eingedämmt. Aufgrund der Lage weit außerhalb der Ortschaft Westerhof, war der Wassertransport eine Herausforderung. Bis in die Nacht liefen die Löscharbeiten. Mittels Drohne wurden die Brandstelle und umliegende Bereiche aus der Luft begutachtet.

Im Einsatz waren alle Feuerwehren der Gemeinde Kalefeld, die Feuerwehren aus Förste, Langenholtensen, Bad Gandersheim und Northeim, die Kreisfeuerwehr um die Technische Einsatzleitung Nord/Ost, die Feuerwehrbereitschaft 1, 4. Zug mit Waldbrandmodul, die DRK-Bereitschaft Altes Amt und die Polizei. Letztere hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Am heutigen Samstag gegen 14:13 Uhr wurden die Feuerwehren Hardegsen, Lichtenborn, Lutterhausen und Volpriehausen mit dem Stichwort „Waldbrand“ an die B241 in Richtung Schlarpe alarmiert.

Der ersten Meldung nach sollte es im linksseitigen Waldbestand der Bundesstraße 241 brennen. Die ersteintreffende Ortsfeuerwehr Lichtenborn konnte jedoch schnell Entwarnung geben. Vor Ort brannte eine Freifläche von ca. 10 qm inklusive eines Baumstumpfes. Der Brand wurde mittels Kleinlöschgerät gelöscht.

Der umliegende Waldbereich so wie die Brandstelle, wurde mithilfe einer Wärmebildkamera auf Glutnester kontrolliert. Eine Ausbreitung konnte durch die frühzeitige Meldung und den Einsatz der Feuerwehr verhindert werden.

Die rund 30 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei konnten ihren Einsatz schnell beenden.

Text und Fotos: Joel Fröchtenicht, Kreisfeuerwehr Northeim