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Am 12. Oktober hat der Landkreis Northeim im Glaubenszentrum Bad Gandersheim etwa 250 Personen auf eine Infektion mit Covid-19 getestet. Etwa 120 Personen waren negativ und befinden sich seit dem als Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Um sicherzustellen, dass sich in diesen drei Wochen niemand unwissentlich, das heißt ohne Symptome zu zeigen angesteckt und das Virus möglicherweise weiter verbreitet hat, sollen am Montag 118 Personen erneut getestet werden. Mit den Ergebnissen wird im Laufe des Mittwochs (4. November) gerechnet.

Die Quarantäne der Kontaktpersonen war zunächst bis zum 5. November befristet worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Glaubenszentrums durften sich in dieser Zeit ausschließlich in ihnen zugewiesenen Kohorten bewegen, die nach Infizierten und Nichtinfizierten unterteilt waren. „Trotz dieser Kohortenbildung sind Ansteckungen über Umwege, zum Beispiel durch sogenannte Haushaltskontakte, möglich“, erklärt Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste beim Landkreis Northeim. In größeren Gruppen können sich so auch unter der Quarantäne noch längere Infektionsketten bilden. Deshalb sieht das Robert-Koch-Institut in diesen Fällen bisher deutlich längere Quarantänezeiten als die für das Glaubenszentrum ausgesprochenen 3 Wochen vor. Eine sehr lange Quarantänezeit ist nachvollziehbarerweise für alle Betroffenen eine erhebliche Belastung. Dr. Pabst erklärt weiter „Wir wären froh, wenn wir die Quarantäne mit Ablauf des 5.11. aufheben könnten. Außerdem wäre es auch für die Mitglieder des Glaubenszentrums sicher beruhigend, wenn der Nachweis erbracht wird, dass das Infektionsgeschehen beendet ist. Deshalb sollen die Ergebnisse der erneuten Testung als Grundlage dienen, ob die Quarantäne wie geplant aufgehoben werden kann“.

Insgesamt rund 36 Einsatzkräfte der Johanniter Unfallhilfe und des Deutschen Roten Kreuzes sind gemeinsam mit der Umweltfeuerwehr des Landkreises (Feuerwehrbereitschaft IV) auf dem Gelände des Glaubenszentrums im Einsatz. Während die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr für den Aufbau der Infrastruktur und die Dekontamination der Schutzkleidung/Rettungskräfte zuständig sind, nehmen die übrigen Rettungskräfte die Abstriche. 69 Tests finden auf dem Gelände des Glaubenszentrums statt, die übrigen 50 Tests übernehmen zwei mobile Teams in den teils außerhalb gelegenen Unterkünften und privaten Wohnungen.

Für die Testung auf dem Gelände steht ein Zelt bereit, in dem die Abstriche für den PCR-Test vorgenommen werden.

Fragen und Antworten

Insbesondere in den sozialen Netzwerken sind in den vergangenen Tagen vermehrt Fragen zum Vorgehen bei den Corona-Tests an die Kreisverwaltung und die Kreisfeuerwehr gestellt worden. Das Presseteam des Landkreises hat die häufigsten Fragen am Ende dieses Artikels beantwortet.

Quelle: Landkreis Northeim-Pressedienst, Fotos: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr Landkreis Northeim

Am 14.09.20 wurden die Feuerwehrtaucher des ersten Zuges der Feuerwehrbereitschaft IV – Umweltfeuerwehr Northeim, durch die Polizei Göttingen zu einem Taucheinsatz alarmiert. Alarm-Stichwort war: „Person im Wasser, vermisst“.

Einsatzleiter an diesem Tag war Zugführer Stefan Junge, der sofort nach Eintreffen mit der Polizei die Einsatzlage und das weitere Geschehen abstimmte. Begleitet wurden die Taucher vom dritten Zug der Feuerwehrbereitschaft IV, um das umfassende Hygienekonzept zum Eigen und Fremdschutz umzusetzen, sowie der eigenen Arztgruppe samt Notarzteinsatzfahrzeug zwecks Eigenschutz.

Die Lage war „ Herrenlose Schuhe am Wasserrand samt Spielball im Wasser“, die Polizei vermutete nach Hinweisen ein Kind im Wasser. Da an dieser Stelle die Grone mittels Wehr aufgestaut ist, musste dort das Wehr geöffnet und kontrolliert abgelassen werden, ein Tauchen am aktiven Wehr ist aufgrund der Strömungen nicht möglich. Hinter dem Wehr auf der abgewandten Seite standen Taucher parat und beobachteten den Wasserabfluss.

Nachdem der Wasserspiegel gesunken ist, und somit das Wehr inaktiv geschaltet war, suchten die von Land gesicherten Taucher den Fluss ab. Da die Suche keinen Erfolg brachte, und der Polizei auch keine aktive Vermisstenanzeige vorlag, wurde die Suche nach ca. 2 Stunden eingestellt.

Beteiligt waren 8 Taucher, 8 Spezialisten der Dekongruppe zwecks Umsetzung des Hygienekonzeptes, 2 Rettungskräfte Arztgruppe der Feuerwehrbereitschaft IV, sowie Polizei Göttingen.

Interesse am Feuerwehrtauchen? Wir suchen Nachwuchs der in die laufende Ausbildung bis zum Feuerwehrlehrtaucher integriert wird. Treffen ist aktuell alle zwei Wochen Montags 18.00 Uhr an der Tauchwache FTZ Northeim (gegenüber McDonalds). Mehr Infos unter www.umweltfeuerwehr.de oder beim Zugführer Stefan Junge unter feuerwehrtaucher@umweltfeuerwehr.de

Text: Alexander Optiz/Foto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr