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Tizian Nobel

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Die Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim hat am Dienstag den 04.06.2019 gegen 19 Uhr im Rahmen Ihrer Ausbildungsdienste eine Zugübung unter Leitung von Zugführer Tizian Nobel abgebarbeitet.

Mit dem Stichwort gemeldete Explosion sind die Kräfte zum Roswitha Gymnasium in die Breslauer Str. ausgerückt. Nach Eintreffen des Einsatzleiters und kurzer Erkundung stand fest,dass es zu einer Explosion in einem Klassenraum im 1. Obergeschoss kam und zwei Schüler noch vermisst werden.

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) begann mit der Menschensuche und schickte dafür einen Trupp unter Atemschutz in das Gebäude vor. Parallel wurde die Drehleiter (DLAK 23/12) zur Anleiterbereitschaft für die komplette erste Etage in Stellung gebracht. Sie dient dafür zur eventuellen schnelleren Rettung für Verletzte oder als Sicherungsweg für den vorgehenden Atemschutztrupp.

Nach Eintreffen des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20) bekam dieses den Auftrag die Wasserversorgung des anderen HLF 20 sicherzustellen, weitere Atemschutzgeräteträger zu stellen und eine Steckleiter als Rettungsweg aufzustellen.

Währenddessen koordinierte der Einsatzleitwagen den Einsatz in Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter und allen Führungskräften. Die Zentrale Atemschutzüberwachung wurde dann von der RTW Besatzung übernommen und geleitet.

Nachdem eine vermisste Person über das Treppenhaus und die zweite Person über die Drehleiter gerettet wurde, verunfallte ein Atemschutzgeräteträger der aufgrund der Temperaturen kollabierte.

Nachdem „Mayday“ wurde sofort der Sicherungstrupp in das Gebäude geschickt, der den verunfallten Kameraden dann untersuchte und gerettet hat.

Die eingesetzten Gruppenführer sowie auch die Mannschaft zeigten einen hohen Ausbildungsstand und haben die vorgefundene Lage zur vollsten Zufriedenheit des Zugführers abgearbeitet.

Ein besonderer Dank gilt dem Roswitha Gymnasium die das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt haben. So konnte die Feuerwehr Bad Gandersheim unter realistischen Bedingungen üben und das Einsatzszenario abarbeiten.

Am Samstag den 04.05.2019 führte die Ortsfeuerwehr Bad Gandersheim unter Leitung von Zugführer Dennis Ahrenhold ihren 2. Workshop an einem Wochenende in diesem Jahr durch.

Als Thema stand dieses Mal „Einsatztaktik mit der Drehleiter“ auf dem Plan. In den ersten zwei Unterrichtseinheiten wurde über aktuelle Themen gesprochen und das nötige Wissen zu den Themen: Hindernisse, Abstützung, Untergrund und Sicherheit wieder aufgefrischt.

All dieses findet sich in der HAUS-Regel wieder, die jeder Drehleitermaschinist in Einsatz und Ausbildung sicher beherrschen muss. Die weiterenUnterrichtseinheiten standen ganz im Zeichen der praktischen Ausbildung.

So wurden alle technischen Geräte und Anbauteile mit den Teilnehmern an der Drehleiter montiert und in Betrieb genommen, um altes Wissen wieder aufzufrischen.

Dazu wurde auch ein Ausfall des Fahrzeugmotors und der Fahrzeugelektrik während des Leiterbetriebes simuliert, wo ein weiteres Arbeiten nur im Notbetrieb möglich ist.

Die Ausbilder Jens Schrader und Dennis Ahrenhold hatten sich im Vorfeld für die weitere praktische Ausbildung an verschiedenen Objekten in der Stadt Bad Gandersheim Szenarien überlegt, die es für die 9erfahrenen Drehleitermaschinisten und 4 zukünftige Drehleitermaschinisten zu bewältigen gab.

So galt es im Teamwork z.B. Engstellen zu durchfahren, den richtigen Aufstellort für die Drehleiter zu finden, die Schleifkorbtrage hängend unter dem Rettungskorb an ihr Ziel zu bringen und das Arbeiten mit dem Gelenk bei maximaler Rettungshöhe.

Die gestellten Aufgaben wurden unter den Augen der Ausbilder zur vollsten Zufriedenheit durch die Kameradin und Kameraden abgearbeitet.

Bedanken möchte sich die Feuerwehr Bad Gandersheim bei Mundus Senioren- Haus Eterna, dem Roswitha Gymnasium, der Stadt Bad Gandersheim und der Niedersächsischen Behörde für Straßenbau für die zur Verfügungsstellung ihrer Objekte, an denen an diesem Tag geübt worden konnte.

In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Aus- / Weiterbildungunbedingt nötig ist, um alle Funktionen dieses Fahrzeuges sicher, schnell und effizient im Einsatz sowie auch im Ausbildungsdienst nutzen zu können.

Ein Dank ging auch noch an die Ausbilder für die gute Vorbereitung und Organisation des Taktikworkshops mit der Drehleiter.

In der heutigen Zeit ist der Atemschutz in einer modernen Feuerwehr nicht mehr wegzudenken. Der Atemschutz lässt die Einsatzkräfte viel sicherer Arbeiten und man kann Rettungs- und Löschaufträge ausführen, die früher unmöglich waren. Der Atemschutz verlangt von den Einsatzkräften höchste physische und psychische Leistungen. Können Feuerwehrangehörige durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädigender Stoffe (Atemgifte) gefährdet werden, müssen je nach der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden. 

Im Laufe der Jahre gab es viele verschieden Konzepte bezüglich des Atemschutzes, im letzten Jahr wurde dann ein Arbeitskreis gegründet der sich rund um den Atemschutz Einsatz beschäftigte. Es wurde ein Atemschutzkonzept entwickelt was alle vorhandenen Konzepte mit Erfahrungen der letzten Jahre kombinierte. Dieses Konzept wurde am 06. April 2019 bei dem ersten Workshop2019 der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim unter der Leitung des Zugführers Tizian Nobel vorgestellt.

Am Vormittag gab es einen Einblick in das neue Konzept mit Themenschwerpunkten Gefahr einer Rauchgasexplosion, das richtige Vorgehen im Innenangriff, Suchtechniken und der Einsatz des Sicherungstrupps. Nachdem kurzen theoretischen Unterricht ging es für die Kameraden und Kameradinnen noch vor dem Mittag in die praktische Stationsausbildung wo unter anderem das Hohlstrahlrohr beim Vorgehen im Brandraum und die Tür Öffnung geübt wurde.

Nach der Mittagspause wurde dann eine Stationsausbildung im Schulzentrum in Bad Gandersheim absolviert. In vernebelten Klassenräumen galt es in kompletter Einsatzkleidung Räume abzusuchen, verunfallte Einsatzkräfte aufzufinden und eine Rettung durchzuführen. An der dritten Station wurde dann eine Kurzübung durchgeführt bis zum weiteren Vorgehen der Atemschutztrupps mit dem Einsatz vom mobilen Rauchverschluss. In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass solche Ausbildungen wiederholt werden sollten, da sie Sicherheit für den Einsatzfall geben.