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Großbrand

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Ein Großbrand beschäftigt auch am Donnerstagabend weiter die Rettungskräfte in Relliehausen bei Dassel. Kurz nach 17 Uhr wurde ein Feuer auf einem Versuchsgut in der Ortschaft gemeldet – wenig später stand das Gebäude bereits im Vollbrand. Die Rauchsäule war aus weiten Teilen Südniedersachsens sichtbar. So meldeten sich Personen aus Northeim, Drüber bis hin nach Dransfeld über die sozialen Medien bei der Kreisfeuerwehr und berichteten von einer massiven Rauchsäule.

Gegen 01:30 Uhr des Neujahrstags 2019 wurde der Löschzug I ( Uslar ) und der LZ3 ( Wiensen, Sohlingen, Kammerborn und Schönhagen ) zu einem Gebäudebrand nach Sohlingen in die Bleichstraße alarmiert. Laut dem Hinweistext auf den Meldeempfängern solle der Dachstuhl eines Bauernhofs brennen.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte der Dachstuhl des Gebäudes bereits in voller Ausdehnung. Nachdem sichergestellt war, dass sich in diesem verlassenen Hof keine Personen mehr aufhielten, wurde sofort mit der Brandbekämpfung begonnen. 

Am unteren Ende des Gebäudes wurde die Drehleiter aus Uslar in Stellung gebracht. Am oberen Ende wurde etwas später die nach alarmierte Drehleiter des Landkreis Northeim positioniert. Hauptaufgabe war vorerst die Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. 

Zwischenzeitlich wurden zwei Passanten dem Rettungsdienst mit verdacht auf eine Rauchgasvergiftung übergeben. Zum Eigenschutz und zur Verpflegung kam auch die SEG Solling zum Einsatz.

Der Löscheinsatz wurde durch starken Wind und der Tatsache dass sich sehr viel Stroh auf dem Dachboden befand erschwert. Erst gegen etwa 7 Uhr konnte einige Einsatzkräfte von der Einsatzstelle abgezogen werden. Immer wieder mussten mit Hilfe der Drehleiter Glutnester im Stroh abgelöscht werden. 

Im Einsatz waren etwa 80 Feuerwehrmitglieder mit 14 Fahrzeugen.
Im laufe des Nachmittags mussten einige Kräfte noch einmal zu Nachlöscharbeiten anrücken. Laut Polizei sprachen einige Anwohner von einer Rakete die kurz zuvor das Anwesen getroffen haben soll. Der Schaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Dieser Bauernhof wurde in der Nacht zu Neujahr zerstört. Foto: Sven Dreier
Dieser Bauernhof wurde in der Nacht zu Neujahr zerstört. Foto: Sven Dreier