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Die Arbeitsbedingungen für die Feuerwehren in der Ukraine sind rau. „Immer wieder müssen sie Menschen aus schwer beschädigten oder zerstörten Gebäuden retten. Ebenso häufig kommt es in Folge von Explosionen zu Bränden“, so Kreisbrandmeister Marko de Klein. Unabhängig von der hohen psychischen Belastung bedeutet das hohe Strapazen für das, was die Rettungskräfte vor Ort tragen: ihre Schutzkleidung.

Northeim (lpd). Der Landkreis Northeim spendet ein Feuerwehrfahrzeug an die Ukraine. Im Rahmen der „Feuerwehr-Hilfsbrücke Ukraine“, einer Initiative des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg e.V., wurde der Schlauchwagen SW2000 am 29. April 2022 zunächst nach Polen gefahren und dann von dort weiter in die Ukraine gebracht.

Der SW2000 ist ein Schlauchwagen, welcher insbesondere zur Löschwasserförderung über lange Strecken eingesetzt werden kann. Das Fahrzeug war zuletzt in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Einbeck stationiert und hätte eigentlich verkauft werden sollen, bevor die Entscheidung getroffen wurde, es dem ukrainischen Katastrophenschutz zur Verfügung zu stellen. Hierfür wurde das Fahrzeug extra noch mit 2000 Meter B-Schläuchen und einer Tragkraftspritzenpumpe ausgestattet.

Der Schlauchwagen der Kreisfeuerwehr Northeim wird von zwei Mitarbeitern der Feuerwehrtechnischen Zentralen des Landkreises Northeim, Volker Klinge und Sascha Böker, zunächst von Northeim nach Falkensee (Berlin) und von dort am 29. April bis nach Polen gefahren. Ab Falkensee fährt ein Konvoi verschiedener Feuerwehren, die Spenden transportieren, bis nach Polen. Dort werden die Spenden und auch der Schlauchwagen aus dem Landkreis Northeim dann von ukrainischen Kräften weiter in die Ukraine verbracht. Für den Freitag erhalten die beiden Mitarbeiter, die das Fahrzeug fahren, einen Tag Sonderurlaub vom Landkreis. Die restliche Zeit am Wochenende wird von den Kollegen ehrenamtlich erbracht. Von Falkensee muss eine Strecke von rund 850 km zurücklegt werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir als Landkreis Northeim gemeinsam mit der Kreisfeuerwehr Northeim einen Beitrag zur Unterstützung des ukrainischen Katastrophenschutzes leisten können. Der ungerechtfertigte Angriff auf die Ukraine hat nicht nur viele Menschenleben gekostet, sondern auch Gebäude und Infrastruktur zerstört. Es ist darum dringend nötig, auch den Katastrophenschutz und die Feuerwehr vor Ort zu stärken. Mein Dank gilt allen, die diesen Transport ermöglicht haben“, erklärt die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Während der Landkreis und die Kreisfeuerwehr Northeim den Schlauchwagen samt Schläuchen und Tragkraftspritzenpumpe spendet, werden die Kosten rund um die Überführung des Fahrzeuges von drei Spendern, Dr. Gisbert Vogt, Peter Funke und Michael Heraeus, gedeckt.

Die Stadt Einbeck und der Flecken Nörten-Hardenberg sowie weitere (Gemeinde Katlenburg-Lindau, Wäscherei MeyerundKuhl aus Hardegsen sowie die Samtgemeinde Hoya (LK Nienburg-Weser)) haben zudem verschiedenste Ausrüstungsgegenstände gespendet, unter anderem Atemschutzgeräte und Einsatzbekleidung. Dieses Material ist bereits vom Kreisbrandmeister Marko de Klein sowie Kreisfeuerwehr-Sprecher Konstantin Mennecke gesammelt am 27. April nach Falkensee bei Berlin gebracht worden, wo es am 29. April mit dem Fahrzeugkonvoi weiter in die Ukraine verbracht wird.

Für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim geht ein ereignisreicher Tag mit viel Präsenz im Stadtgebiet zu Ende. Fast den ganzen Tag waren  die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt gut sichtbar. Bereits zum dritten Mal hatten die Kinder die Möglichkeit ihren Schnuller bei der Feuerwehr gegen ein Geschenk zu tauschen. Der abgegebene Schnuller wurde mit Hilfe der Drehleiter in den Schnullerbaum gehängt. Hier können die Kinder immer wieder mal vorbeischauen, ob ihr Schnuller noch da ist. Da der eigentliche Baum im Irmgard-Benesch-Kulturhof wegen der Domfestspielgastronomie  nicht erreichbar war werden die Schnuller zeitnah umgehängt. Neben der Besichtigung der Einsatzfahrzeuge konnten die Kinder in der Hüpfburg der Kreisfeuerwehr Northeim ausgiebig spielen.