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Mit Blick auf die Wetterlage bleibt es turbulent: Auch am Montagabend droht Gewitter im Landkreis Northeim. Die Vorhersage ist zwar deutlich abgeschwächter im Vergleich zum Freitag – dennoch gibt es einfache Tipps, um sicher durch markantes Wetter zu kommen. Wir haben sie nachfolgend zusammengefasst.

Wetterlage beobachten und Aufenthalt im Freien meiden

Das allerwichtigste bei drohendem Gewitter ebenso wie Unwetter ist schlicht: gesunder Menschenverstand. Wenn es draußen stürmt und blitzt, meiden Sie den Aufenthalt im Freien. Bleiben Sie zuhause – das ist definitiv die sicherste Variante. Halten Sie im Freien Abstand von Bäumen und Masten, suchen sie Schutz in festen Gebäuden. Wenn es draußen stark regnet, aber nicht etwa im Keller, sondern mindestens im Erdgeschoss. Bei Starkregen können Keller, aber auch Tiefgaragen oder Unterführungen geflutet werden.

Bei Starkregen können Straßen überflutet und unpassierbar werden, zudem ist durch Spritzwasser die Sicht eingeschränkt. Wenn Sie mit dem Auto deshalb rechts ranfahren und halten, so meiden sie bitte, unter Bäumen zu parken. Gleiches ist im Vorfeld eines angekündigten Sturmes ebenso ratsam.

Zuhause können Sie vorsorgen, indem Fenster und Türen geschlossen werden. Sichern Sie bewegliche Gegenstände im Freien gegen Umherfliegen. Empfindliche elektronische Geräte können Sie vom Netz nehmen.

Notrufleitungen für Notfälle freihalten

Sollten Orkanböen die Region erfassen, können Bäume umstürzen, Ziegel von den Dächern fallen und auch Fassadenteile oder Ähnliches abreißen. Dies verdeutlicht, weshalb ein Aufenthalt im Freien in diesem Fall lebensgefährlich ist. Melden Sie Brände und Unfälle jederzeit über Notruf 112 – halten Sie die Notrufleitungen aber für Meldungen, beispielsweise von umgestürzten Bäumen außerhalb von Gefahrenbereichen wie Straßen oder ähnlichem, aber frei. Bei Sturm und auch in den Stunden und Tagen danach dürfen Parks und Wälder nicht betreten werden. Hier besteht Lebensgefahr!

Unwetter: Nutzen Sie Warnapps

Damit Sie von der Wetterlage nicht überrascht werden, haben Sie Apps, beispielsweise die Warnwetter-App vom Deutschen Wetterdienst, ebenso NINA und KatWarn, aber auch BIWAPP im Blick, die der Landkreis Northeim zur Bevölkerungskommunikation nutzt. Hier werden Sie über amtliche Unwetterwarnungen informiert – der eigene Blick an den Himmel kann aber natürlich nie schaden.

Wir als Landkreis Northeim – Kreisfeuerwehr informieren Sie bei Unwetter über Gefahren und die Situation im Landkreis fortlaufend. Folgen Sie uns dazu bei Facebook, bei Twitter und Instagram sowie über die BIWAPP-App.

Hinweis: Sie lesen einen Artikel aus unserem Archiv

Zeynep ist im Anmarsch: Der Deutsche Wetterdienst hat für den Landkreis Northeim erneut eine Unwetterwarnung ausgesprochen. Wir berichten über die Entwicklung im Liveblog und geben Tipps, wie Bürgerinnen und Bürger sicher durch den Freitag und die Nacht zu Samstag kommen.

Die Unwetterwarnung (gültig ab Freitag, 16 Uhr)

Deutscher Wetterdienst meldet: Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 95 km/h (26m/s, 51kn, Bft 10) und 115 km/h (32m/s, 63kn, Bft 11) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen um 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) gerechnet werden.

Mit Bekanntwerden der Unwetterwarnung kann jeder tätig werden, um sich auf den Sturm vorzubereiten. Lose Gegenstände können bei Orkanböen zu Geschossen werden. Sie sollten deshalb vorab auf Terrasse, Garten & Co. Gesichert und verstaut werden.  Autofahrten sollten während Sturm oder Orkanböen möglichst vermieden werden. Personen sollten Schutz in festen Gebäuden suchen. Das eigene Auto sollte nicht unter Bäumen, sondern besser in Garage oder Tiefgarage abgestellt werden. Bei Windgeschwindigkeiten bis 120 km/h muss mit herabstürzenden Dachziegel oder Fassadenteilen sowie Ästen gerechnet werden. Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb Abstand von Gebäuden, Bäumen und Gerüsten halten und, wenn möglich, den Aufenthalt im Freien vermeiden. Es wird dazu geraten, aufschiebbare Fahrten zu vermeiden und sich über die offiziellen Unwetterwarnungen zu informieren.

Aktuelle Sperrungen

Aufgrund der noch andauernden Aufräum- und Sicherungsarbeiten hinsichtlich der Sturmschäden vom 16./17.02.22 und der neuerlichen amtlichen Unwetterwarnungen vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu >110 km/h in besonderen Lagen des Landkreises werden die Vollsperrungen einzelner Bundes-, Landes- und Kreisstraßen vorerst aufrecht erhalten.
Die Sperrungen und die Freigabe der Strecke können auch auf der Seite der VMZ Niedersachsen eingesehen werden.
https://www.vmz-niedersachsen.de/niedersachsen//
Die Meldungen werden zeitnah aktualisiert, sollten sich Änderungen ergeben.

Betroffen sind unter anderem die Streckenabschnitte:
•     B241 (Lauenförde <> Amelith)
•     B497 (Schönhagen <> Neuhaus)
•     L548 (Eschershausen <> Relliehausen)
L549 (Silberborn <> Dassel)
Diese bleiben bis voraussichtlich mind. morgen Früh (19.02.) gesperrt.
Ein genauer Zeitpunkt für die Freigabe der einzelnen Strecken kann momentan nicht genannt werden.

Die Freigabe ist abhängig von folgenden Faktoren:
•    Herstellung der Befahrbarkeit der Strecken (Beendigung Aufräumarbeiten, Abschluss erforderlicher Sicherungsmaßnahmen umsturzgefährdeter Bäume entlang der betroffenen Strecken)
•    keine Behinderung der Aufräumarbeiten (die Verkehrsteilnehmer werden darauf hingeweisen, dass ein Befahren eines gesperrten Bereichs nicht zulässig und höchst gefährlich ist)
•    Entwicklung des weiteren Wettergeschehens (für Fr. 18.02 ab 16 Uhr bis in den frühen Morgen des 19.02. erwartet der Deutsche Wetterdienst   weiterhin strake orkanartige Böen)

ÖPNV BUS – Bahn:
Die Einschränkungen des Linienbusverkehrs weden auf der Internetseite https://vsninfo.de/de/homeveröffentlicht. Weiterer Kontakt über VSN Info-Telefon: 0551/ 99 80 99  Mail: info@vsninfo.de

Aktuelle Informationen bekommen Sie zudem jederzeit über unsere im Landkreis genutzte App BIWAPP

Nummer für den Notfall: Wann wähle ich den Notruf 112

Die Sturmlage am Donnerstag hat für viele Notrufe in unserer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Northeim gesorgt. Wir möchten Euch dafür sensibilisieren, wann die 112 bei einem derartigen Unwetter zu wählen ist, damit allen, auch den Menschen, die unabhängig vom Sturm dringend medizinische Hilfe benötigen oder ein Feuer melden möchten, schnellstmöglich geholfen werden kann.

Der Notruf 112 ist die richtige Wahl, wenn:
– Gefahr für Leib und Leben besteht
– Ein Baum droht, in den öffentlichen Verkehrsraum, beispielsweise auf eine viel befahrene Straße zu fallen
– Eine Dachhaut oder ein großes Werbeschild drohen abzureißen und unkontrolliert durch den öffentlichen Verkehrsraum zu fliegen
– In jedem Notfall, in denen Menschen dringende medizinische Hilfe benötigen, bei Unfällen mit Personenschäden, eingeklemmten Personen etc.
Keine Fälle für die 112 sind beispielsweise:
– Bäume, die in den eigenen Garten gefallen sind
– Kleineres Geäst oder Verunreinigungen auf Straßen
Ein wichtiger Hinweis noch: Die Anrufe unter der 112 werden schnellstmöglich in der Reihenfolge ihres Eingehens abgearbeitet. Deshalb bitte nicht auflegen und erneut anrufen!
Bitte halten Sie die Notrufleitungen von Feuerwehr und Polizei für Notfälle frei. Informationen zur Unwetterlage und Verhaltenshinweise erhalten Sie jederzeit auf den Kanälen der Kreisfeuerwehr.

Liveblog via Twitter: Sturm im Landkreis Northeim

Archiv: Die Sturmmeldungen bis Donnerstagmittag

11.42 Uhr: Die Arbeit für die Rettungskräfte im Landkreis Northeim reißt nicht ab. In Iber bei Einbeck droht ein Baum in Fensterscheiben zu stürzen. Die Feuerwehr ist alarmiert und rückt aus. Auch an diversen anderen Orten sind Rettungskräfte weiter im Einsatz.

10.49 Uhr: Die Feuerwehren sind vereinzelt im Landkreis Northeim noch im Einsatz. Es bleibt weiterhin stürmisch in der Region. Ebenfalls mit im Einsatz ist das Technische Hilfswerk aus Einbeck aufgrund diverser schwer durch den Sturm beschädigter Bäume.

09:00 Uhr: Die aktuell bestehende Unwetterwarnung gilt noch bis Donnerstag, 18 Uhr

08.30 Uhr: In #Northeim ist ein Baum auf ein Gebäude in der Bürgermeister-Peters-Straße gefallen. Die #Feuerwehr ist vor Ort und erkundet die Lage.

08.19 Uhr: Im Bereich #Hardegsen Bahnhofstraße und #Hollenstedt Victoria-Luise-Straße werden Bäume auf der Straße gemeldet. Auch hier ist die #Feuerwehr im #Einsatz

06.00 Uhr: Auch zur Minute rücken die Feuerwehren zu zahlreichen weiteren Einsatzstellen aus. In Northeim gibt es Sperrungen im Bereich Scharnhorstplatz. Hier stürzen ebenfalls Dachziegel vom Gebäude. Bitte beachten Sie unsere Warnung zur Unwetterlage und meiden Sie den Aufenthalt im Freien sowie Waldgebiete.

07:00 Uhr: Zahlreiche weitere Einsätze mit umgestürzten Bäumen, unter anderem bei Kalefeld, zwischen Markoldendorf und Eilensen sowie in Volpriehausen, nahe Ertinghausen sowie #Gillersheim und #Holzerode wurden gemeldet und durch die Feuerwehren beseitigt. Es gab erneut Unfälle mit PKW und Bäumen, nach unseren Informationen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die Feuerwehren sind weiterhin im Dauereinsatz.

5.50 Uhr: Gemeldet wird ein Baum auf Straße #Bollensen #K446 Richtung #Dinkelhausen sowie in Einbeck Bereich Otto-Hahn-Straße

5.45 Uhr: Nahe #Bodenfelde ist ein Baum auf einen LKW gestürzt, verletzt wurde offenbar niemand. Die #Feuerwehr hat den Baum von der Ladefläche des Fahrzeugs entfernt.

5.34 Uhr: Auf der B241 Gierswalde Richtung Bollensen wird ein Baum auf der Straße gemeldet

5.32 Uhr: Die Kreisstraße zwischen Bentierode und Billerbeck ist gesperrt. Unterdessen werden weitere Einsatzstellen im Bereich Hardegsen gemeldet

5.30 Uhr: Zwischen Bishausen und Bühle wird ein Baum auf der Straße gemeldet. Wir alarmieren die Einsatzkräfte.

5.13 Uhr: Das Fissekental zwischen Willershausen und Willensen ist voll gesperrt, der Einsatz für unsere Kräfte vor Ort zu gefährlich

5.10 Uhr: Zwischen Fredelsloh und Lutterbeck wird ein Stromkabel auf der Straße gemeldet. Melden Sie diesen Bereich – die Rettungskräfte sind auf dem Weg

05.02 Uhr: Auch in Moringen stürzen jetzt Dachziegel von Häusern. Die Feuerwehr vor Ort, die mehrere umgestürzte Bäume entfernen muss, ist hier zusätzlich im Einsatz.

05.02 Uhr:
Überflutung in Sohlingen – der Bach Arle tritt über die Ufer. Wir schicken die Feuerwehr.

05.00 Uhr: Zehn neue Einsätze in zehn Minuten – die Rettungskräfte sind aktuell massiv gefordert. Bitte meidet den Aufenthalt im Freien!

04.54 Uhr: In Northeim stürzen Dachziegel von einem Gebäude, nahe Greene und Moringen liegen Bäume auf einer Kreisstraße. Die Einsätze für die Feuerwehren reißen nicht ab.

04.45 Uhr:
Ein Video zur Einsatzlage

 


04.20 Uhr:
Aktuelle Lage im Landkreis Northeim im Überblick

Umgestürzte Bäume, eingedrückte Fenster, abzureißen drohende Werbeschilder: Für die Feuerwehren im Landkreis Northeim war die Nacht zu Donnerstag keine ruhige (Stand 4.30 Uhr). Die Retter sind zusammen mit der Polizei und der Straßenmeisterei seit 1.30 Uhr im Dauereinsatz.

Den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei wurden in weiten Teilen des Landkreises zahlreiche umgestürzte Bäume und damit unpassierbare Straßen gemeldet. Derartige Lagen gab es unter anderem im Stadtgebiet Einbeck, Uslar und Bad Gandersheim sowie in der Gemeinde Kalefeld. In letzterem Fall waren die Feuerwehren aus Düderode und Oldenrode gemeinsam mit der Kreisfeuerwehr im Einsatz, um eine umgestürzte und zerstörte Ampelanlage von der Bundesstraße 248 zu räumen und die Situation zwischen Oldenrode und Ildehausen in Augenschein zu nehmen. Aufgrund der Vielzahl der Bäume und der Gefährdungslage vor Ort musste dieser Abschnitt der B248 von der Straßenmeisterei gesperrt werden.

In Höckelheim wurde durch die Stärke des Sturms ein Fenster aufgedrückt und ein Rolladen drohte abzureißen. In Northeim musste die Feuerwehr ein größeres Werbeschild sichern.

Die Kreisfeuerwehr als Einheit der Kreisverwaltung bittet Autofahrer, im Berufsverkehr besonders vorsichtig zu fahren. Auf zahlreichen Strecken können bislang noch unentdeckte Bäume liegen. Aufgrund des anhaltenden Sturms und der anhaltenden Regenfälle können auch weiterhin Bäume umstürzen. Beachten Sie deshalb die Warnung der Landesforsten und meiden Sie Wälder und Waldgebiete auch am Donnerstag.

04.00 Uhr: Zwischen Wrescherode und Harriehausen sowie in Kreiensen liegen weitere Bäume auf den Straßen. Die Feuerwehren sind unterwegs

2.55 Uhr: Ein Werbeschild droht in Northeim abzureißen. Die Feuerwehr ist auf dem Weg

2.52 Uhr: Bäume blockieren die B248 im Nordkreis, ebenfalls in Schönhagen

2.40 Uhr: Baustellenampel blockiert B248. Wir sichern die Gefahrenstelle ab und räumen die Ampel von der Straße.

2.22 Uhr: Auch in Kreiensen liegt im Bereich Gandersheimer Straße ein Baum auf der Straße. Die #Feuerwehr ist im #Einsatz. Aufgrund des #Sturm können diverse Straßen aktuell blockiert sein.

2.15 Uhr: Die #B3 in Richtung Alfeld ist wieder frei, im Stadtgebiet #Einbeck gibt es mehrere Sperrungen in Folge umgestürzter Bäume. Hier muss im Verlauf des Donnerstags mit Behinderungen gerechnet werden.

1.56 Uhr: Umgestürzter Baum hat Fenster eines Wohnhauses in #Einbeck zerstört. Das Gebäude steht leer – unsere Kolleg*innen der Polizei  werden informiert und übernehmen.

1.54 Uhr: In Höckelheim hat der Sturm das Fenster eines Gebäudes aufgedrückt, Gebäudeschäden drohen. Wir schicken die Feuerwehr

1.43 Uhr: Auch im Teichenweg in Einbeck blockiert ein Baum die Straße

1.41 Uhr: Gleich mehrere Bäume blockieren die #B3 Mühlenbeck Richtung Naensen – Autofahrer kommen dort aktuell nicht weg. Die #Feuerwehr ist alarmiert. Nochmals der Appell: meiden Sie Autofahrten! #Sturm

1.32 Uhr: Erster Einsatz für die Feuerwehr – in Einbeck liegt im Bereich Hullerser Mauer ein Baum auf der Straße

1.18 Uhr: Der Wind hat deutlich zugenommen, es regnet weiterhin. Bislang verläuft die Nacht ruhig für die Feuerwehr

20.00 Uhr: Die Stadt Northeim und die Stadt Einbeck teilen mit, dass sie jeweils die Wallanlagen gesperrt haben. Die Sperrung gilt bis voraussichtlich Montag.

19.45 Uhr: Die Niedersächsischen Landesforsten warnen ab sofort davor, die Wälder in der Region zu betreten. Die Niederschläge haben die Böden aufgeweicht, sodass Bäume mit ihren Wurzeln verminderten Halt finden, heißt es.

19.10 Uhr: 

⚠️ Schulausfall

Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse kann eine sichere Schülerbeförderung in weiten Teilen des Landkreises Northeim nicht gewährleistet werden. An den Schulen im Landkreis Northeim fällt daher der Unterricht am Donnerstag, den 17.02.2022 an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Landkreis Northeim aus.

Der Distanzunterricht für Schülerinnen und Schüler der BBS 1 Northeim findet auf Anweisung der Schulleitung statt.

Eine Notbetreuung in den Schulen wird gewährleistet.

Absender der Meldung:
Landkreis Northeim, Fachbereich 12, Schule und Kultur – via BIWAPP

⚠️ Alles zur Sturmlage bei uns im Liveblog:

Orkan Zeynep: Bäume stürzen im Landkreis Northeim um – Feuerwehr im Einsatz

18.56 Uhr: Mittlerweile sind die ersten Informationen zur Situation in der Schule am Donnerstag bekannt geworden. Die Kreisverwaltung teilt mit;

❗ Achtung, liebe Schüler*innen und Eltern!

Wegen der amtlichen Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen wird die Lage vor dem Hintergrund der Entscheidung von möglichen Schulschließungen aktuell intensiv beobachtet.

Bitte behaltet vor allem die Warn-App BIWAPP sowie den Hörfunk im Blick. Eine Entscheidung zu möglichen Schulschließungen wird kurzfristig zunächst über diese Kanäle bekanntgegeben.


Wir berichten aktuell weiter

Elvershausen (hl) Nach einem starken Gewitterschauer wurden die Ortsfeuerwehren Katlenburg und Elvershausen am 26.08.2021 gegen 14:29 Uhr alarmiert. In Elvershausen wurden mehrere Straßen im Ort mit Schlamm und Wasser überflutet. Durch den starken Regen wurde der Schlamm von den Feldern in den Ort gespült. Die Gräben hatten die Wassermassen nicht aufnehmen können. Im Ort mussten mehrere Straßen von Schlamm und Geröll befreit werde. In der Take und im Burgweg mussten die Gullys vom Schlamm gereinigt werden und die Straßen mit Wasser saubergespritzt werden. Weiterhin wurde ein Reiterhof vom Schlamm und Geröll befreit. Die Arbeiten der Feuerwehr wurden durch zwei Radlader und einem Bagger unterstützt.

Text und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim

Am 20.Juni 2019 wurde gegen 18 Uhr wurde zuerst die Ortswehren aus Uslar und Wiensen zu Unwettereinsätzen alarmiert.Gegen 17:45 hatte ein sehr starkes Gewitter mit Platzregen und teils großem Hagel eingesetzt. Anfangs auch mit Sturmböen begleitet.
Danach gingen in der Einsatzleitstelle in Northeim minütlich Notrufe von Einwohnern ein. Ein Großteil der Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet Uslar wurden nach alarmiert um in ihrem eigenen Ortsgebiet oder im Nachbarort Unwetterschäden zu beseitigen. Meistens handelte es sich hierbei um überspühlte Straßen, umgestürzte Bäume,voll gelaufene Keller etc.
Erneut am stärksten betroffen war die Alleestraße in Uslar. Hier musste zeitweise der PKW Verkehr eingestellt werden. Auch in Schoningen waren Teile der Landstraße überflutet. Die B241 wurde im Bereich an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße ( am Netto ) von einer dicken Schlammschicht überzogen. Die Straße wurde mit Hilfe C-Strahlrohren gereinigt, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte.
In Delliehausen musste die Einsatzkräfte am Seniorenheim Forellenhof die untersten Wohnungen sichern. Hier drohten die die Wassermassen die Wohnungen zu fluten.
So mussten im Stadtgebiet Uslar über 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden.
Gegen 20 Uhr konnten die meisten Kräfte wieder einrücken.

Erneut erfasst ein schweres  Gewitter weite Teile des Landkreises Northeim. Betroffen sind insbesondere das Stadtgebiet Einbeck und Uslar.

Straßen sind teils mit Schlamm und wasser geflutet und unpassierbar. Wasser droht außerdem in Gebäude zu laufen, weshalb auf dem Bauhof der Stadt Einbeck Sandsäcke gefüllt werden.

In Uslar ist außerdem die Landstraße und Alleestraße überflutet. Der Löschzug 1 kommt hier zum Einsatz.

In Hardegsen ist eine Oberleitung in der Ertinghäuser Straße gerissen. Die Feuerwehr sperrt den Bereich weiträumig ab.

In Ellierode im Stadtgebiet Bad Gandersheim hatte ein Blitz in ein Gebäude eingeschlagen  zu einer Brandentwicklung kam es aber nicht – es handelte sich nach ersten Informationen um einen „kalten Blitz“.

Kalter Blitzschlag in Ellierode. Foto: Mennecke
Kalter Blitzschlag in Ellierode. Foto: Mennecke

Am Abend sollen weitere kräftige Gewitter durch die Region ziehen, dabei kann es auch Sturm geben. Beobachten Sie die Wetterlage genau und meiden Sie unnötige Fahrten zu ihrer eigenen Sicherheit.

Unwetter in Vardeilsen. Foto: Dickhuth/Kreisfeuerwehr
Unwetter in Vardeilsen. Foto: Dickhuth/Kreisfeuerwehr

In Sülbeck war die Feuerwehr im Einsatz, weil ein Maisfeld über die Straße rutschte.

Vardeilsen. Ein schweres Gewitter mit Starkregen am vergangenen Sonnabend gegen 3.40 Uhr sorgten in der Einbecker Ortschaft Vardeilsen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr. In der Ortschaft Vardeilsen hat sich nach dem heftigen Regen eine Wasser – und Schlammlawine über die Verbindungsstraße von Vardeilsen nach Rengershausen geschoben und blockierte die Straße. Vor allem musste die Feuerwehr Vardeilsen mit einem Großaufgebot mehrfach wegen vollgelaufener Keller ausrücken und mussten von den Einsatzkräften abgepumt werden. Auch einige Nebenstraßen wurden überflutet und hielt die Feuerwehr bis in den frühen Sonnabend in Atem.

Text und Fotos: Peter Kitzig, Einbecker Morgenpost

Für Unwetter sollte jeder Bürger möglichst auch selbst Vorsorge treffen. Das rät die Feuerwehr Northeim. Von 2015 bis ins Jahr 2019 gab es jedes Jahr Unwetter im Kreis Northeim. Hunderte Male waren die Feuerwehren im Einsatz, entstanden sind Schäden in Millionenhöhe. 

Daniel Kühle, Zugführer der Feuerwehr Northeim und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit, rät deshalb, in den eigenen vier Wänden zu prüfen, ob man auf die zunehmenden Unwetter ausreichend vorbereitet ist. Anfangen könne dies bereits mit einer entsprechenden Gebäude- und Elementarversicherung. Hintergrund ist, dass bei Wasser, das in den Keller läuft, die Hausrat-Versicherung nicht zahlt. Eine entsprechende Versicherung für diesen Fall sei aber ratsam. „Durch die hohen Temperaturen und den sturzflutartigen Regen kann der Boden das Wasser gar nicht so schnell aufnehmen und auch die Kanalisationen sind dann überfordert“, erklärt Kühle. Dann fließe das Wasser in die Keller.
Um das zu verhindern, sollten regelmäßig auch die Rückstauklappen kontrolliert werden. Sie sollen verhindern, dass bei einer gefluteten Kanalisation das Wasser zurück ins Gebäude drücken kann. Eine weitere Möglichkeit sind Tauchpumpen, die es unter anderem in Baumärkten zu kaufen gibt. „Wenn Wasser langsam in den Keller läuft, sollte man nicht dabei zusehen, wie das Wasser steigt, sondern selbst tätig werden, sofern man sich nicht selbst in Gefahr bringt“, sagt Kühle.

Wer weiß, dass es immer wieder Probleme nach Starkregen an Kellerfenstern, Türen oder Garagen gibt, kann sich auch Sandsäcke für den Ernstfall bereitlegen. Dann solle Sack und Sandkasten-Sand aber getrennt gelagert werden.

Grundsätzlich empfiehlt die Feuerwehr, Warn-Apps wie BiWapp und Katwarn zu nutzen und die Wetterlage genau zu beobachten. Die Kreisfeuerwehr warnt außerdem bei schweren Unwettern auf ihrer Facebookseite.

Grundsätzlich arbeite die Feuerwehr bei großen Unwetterlagen die Notrufe von wichtig, beispielsweise Menschenleben in Gefahr, bis weniger wichtig wie wenige Zentimeter Wasser im Keller ab. Wer beispielsweise mit Pumpen selbst tätig werden könne, solle dies tun. Wenn aber elektrische Anlagen unter Wasser stehen, gehe die eigene Sicherheit vor. Dies gelte auch bei großen eindringenden Wassermassen.

 

Dieser Artikel ist in der HNA Northeim/Uslar erschienen

Einbeck/Mackensen. Wegen starker Regenfälle durch das Sturmtief „ Alex “ in der Nacht von Montag auf Dienstag gab es zahlreiche Einsätze in der Region. Mit Pumpen wurde versucht, das Wasser aus den Häusern abzupumpen. Ein Unwetter hat in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehren im Altkreis Einbeck in Atem gehalten. Über Einbeck und dem Gebiet Dassel ging am späten Montagabend ein Starkregen mit kräftigem Gewitter nieder, der über 100 Feuerwehreinsätze zur Folge hatte. Kellerräume und Wohnungen wie in der Ortschaft Mackensen liefen voll, Tiefgaragen standen bis zu 20 Zentimeter unter Wasser. Mit Pumpen wurde versucht, das Wasser und Schlammmassen abzupumpen. Menschen wurden nicht verletzt.

In Einbeck hat der heftige Regen der vergangenen Nacht Straßen überflutet. In der Otto – Hahn – Straße in Einbeck flosseine Masse aus Schlamm und Wasser die Straße hinunter. Auch in der Dasseler Ortschaft Mackensen hat der Starkregen von Montagabend seine Spuren hinterlassen.

Der Regen war so stark, dass er Schlamm von den Feldern bis tief in den Ort und Häuser spülte. Es bildete sich eine dicke Schlammschicht in den Wohnungen. Über 100 Feuerwehrleute waren dort im Einsatz wegen der vollgelaufenen Keller um diese vom Wasser mit Pumpen abzupumpen. Besonders betroffen von den Schlammmassen waren auch die Ortschaften Sievershausen und Vogelbeck. In Einbeck auf dem Marktplatz hatte es gegen 22.30 Uhr in ein Gebäude eingeschlagen. Die Schwerpunktfeuerwehr Einbeck rückte mit einem Großaufgebot an – und untersuchte das Gebäude. Aufatmen bei den Einsatzkräften das es zu keinem Brand kam. Zur Sicherheit wurde das Gebäude untersucht und es konnte Entwarnung gegeben werden – gab Stadtbrandmeister Lars lachstädter von sich.

Text und Fotos: Peter Kitzig,Einbecker Morgenpost