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Silvester

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Wer sorgt in der Nacht des Jahreswechsels eigentlich für Sicherheit in der Region? Dieser Frage geht die Kreisfeuerwehr des Landkreises Northeim mit seiner Pressegruppe nach.

Mit einer Video-Reportage sowie einem Liveblog gibt die Kreisfeuerwehr einen besonderen Einblick in den letzten Abend und die erste Nacht des Jahres. „Der Landkreis hält viele Einrichtungen wie die Feuerwehrtechnischen Zentralen, die Umweltfeuerwehr mit ihren Tauchern aber eben auch die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst vor. In diesen Sicherheitsbereich, in dem der Notruf 112 aufläuft und Einsatzkräfte alarmiert werden, nehmen wir die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr mit“, erklärt Konstantin Mennecke, Sprecher der Kreisfeuerwehr. „In unserer Reportage wollen wir zeigen, dass es neben Polizei und Rettungsdiensten, Pflege und vielen anderen Bereichen auch beim Landkreis Menschen gibt, die in dieser besonderen Nacht für unser aller Sicherheit arbeiten.“

Auch die Freiwilligen Feuerwehren sollen in der Reportage Thema sein. „Während in der Einsatzleitstelle natürlich hauptamtliches Personal rund um die Uhr arbeitet, sind unsere Feuerwehren im Landkreis ehrenamtlich tätig. Sie verlassen, sollte es brennen oder Unfälle geben, ihre Familien und ihre Arbeit. Auch in dieser Silvesternacht“, betont der Feuerwehrsprecher. Auch das, was diese Kräfte leisten, soll in der Anfang 2022 erscheinenden Reportage dargestellt werden.

Liveblog via Twitter

Das, was in der Silvesternacht passiert, berichten wir an dieser Stelle im Liveblog, unter anderem auch mit der Polizei

In einer Öffentlichkeitswirksamen Aktion präsentierte sich die Feuerwehr Einbeck in einem Supermarkt in Einbeck und beantwortete die unterschiedlichen Fragen der Bürger. Jede Feuerwehr, ganz egal ob freiwillig oder hauptberuflich, benötigt heute eine qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit auf hohem Niveau. Neben einer im Inneren funktionierenden und gut trainierten Feuerwehr ist auch die qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit eine der zentralen Säulen einer vitalen Feuerwehr betonte Oberbrandmeister Frank Schwarz von der Feuerwehr Einbeck. Allerdings qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit, denn die Handlungsfelder sind genauso komplex, wie sie wichtig sind. In der Mitgliedergewinnung muss sich die Feuerwehr auf die Konkurrenten im hart umkämpften Freizeitmarkt einstellen. Viele Fragen mussten die Feuerwehrleute beantworten und gaben auch Tipps zum Jahreswechsel vom richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Durch unsachgemäßen Gebrauch von Böllern und Raketen kommt es zu Silvester vermehrt zu Bränden oder Verletzungen. Diese sollten nie in geschlossenen Räumen gezündet werden. 
Schließen Sie in der Silvesternacht Fenster und Türen. Sollte es doch zu einem Entstehungsbrand kommen sollte sofort der Notruf 112 der Feuerwehr gewählt werden betonte Schwarz. Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt der Feuerwehr. Jedoch geht es nicht nur um die einsatzbegleitende Pressearbeit. Die Bevölkerung auf Gefahren aufmerksam machen, die eigenen Interessen vertreten, Nachwuchs werben – auch all das fällt unter den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr und ist sorgfältig umzusetzen. Wer Interesse an der Feuerwehr hat, erhält Auskünfte unter der E- Mail Adresse: mach-mit@feuerwehr-einbeck.de. Viele Fragen und Informationen über die Arbeit der Feuerwehr vermittelten ( von rechts ) Jana Wolff, Meike Müller Wollersen, Frank Schwarz, Fabian Küster und Jan Görte.

Gegen 01:30 Uhr des Neujahrstags 2019 wurde der Löschzug I ( Uslar ) und der LZ3 ( Wiensen, Sohlingen, Kammerborn und Schönhagen ) zu einem Gebäudebrand nach Sohlingen in die Bleichstraße alarmiert. Laut dem Hinweistext auf den Meldeempfängern solle der Dachstuhl eines Bauernhofs brennen.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte der Dachstuhl des Gebäudes bereits in voller Ausdehnung. Nachdem sichergestellt war, dass sich in diesem verlassenen Hof keine Personen mehr aufhielten, wurde sofort mit der Brandbekämpfung begonnen. 

Am unteren Ende des Gebäudes wurde die Drehleiter aus Uslar in Stellung gebracht. Am oberen Ende wurde etwas später die nach alarmierte Drehleiter des Landkreis Northeim positioniert. Hauptaufgabe war vorerst die Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern. 

Zwischenzeitlich wurden zwei Passanten dem Rettungsdienst mit verdacht auf eine Rauchgasvergiftung übergeben. Zum Eigenschutz und zur Verpflegung kam auch die SEG Solling zum Einsatz.

Der Löscheinsatz wurde durch starken Wind und der Tatsache dass sich sehr viel Stroh auf dem Dachboden befand erschwert. Erst gegen etwa 7 Uhr konnte einige Einsatzkräfte von der Einsatzstelle abgezogen werden. Immer wieder mussten mit Hilfe der Drehleiter Glutnester im Stroh abgelöscht werden. 

Im Einsatz waren etwa 80 Feuerwehrmitglieder mit 14 Fahrzeugen.
Im laufe des Nachmittags mussten einige Kräfte noch einmal zu Nachlöscharbeiten anrücken. Laut Polizei sprachen einige Anwohner von einer Rakete die kurz zuvor das Anwesen getroffen haben soll. Der Schaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Dieser Bauernhof wurde in der Nacht zu Neujahr zerstört. Foto: Sven Dreier
Dieser Bauernhof wurde in der Nacht zu Neujahr zerstört. Foto: Sven Dreier