Die Kreisfeuerwehr Landkreis Northeim hat im Rahmen der Kreisausbildung am Samstag, 26. September, den Lehrgang „Katastrophen- und Zivilschutz“ (MGA) in der Feuerwehrtechnischen Zentrale Einbeck durchgeführt. Rund 40 Einsatzkräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises nahmen teil. Sie befinden sich derzeit in den Ausbildungsstufen QS1 und QS2 und erhielten an einem Tag einen kompakten Überblick über Aufgaben, Strukturen und Einsatzmittel im Katastrophen- und Zivilschutz.
Lehrgangsleiter Marko de Klein eröffnete die Ausbildung und führte in die Grundlagen des Zivilschutzes ein. Im weiteren Verlauf des Vormittags standen die Aufgaben der Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr und der Operationsplan Deutschland vorgestellt von OTL Ingo Dommasch, stv. Leiter KVK Northeim
Weitere Themen waren die Einsatzhygiene und die neuen Aufgaben im Katastrophenschutz, der Bevölkerungsschutz und die Bevölkerungswarnung sowie die Möglichkeiten des Landes Niedersachsen im Katastrophenschutz. Dazu referierten neben Marko de Klein auch Konstantin Menecke sowie seitens der Bundeswehr Oliver Triebs und Björn Niehoff in den Bereichen Besondere Gefahren – Kampfmittel.
Am Nachmittag wurde es praktisch: Auf dem Gelände am Otto-Hahn-Park, das die Familie Stadler dafür freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, lernten die Teilnehmenden die Sonderfahrzeuge und Einheiten des Katastrophenschutzes kennen. Vorgestellt wurden unter anderem Fahrzeuge der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Technischen Einsatzleitung (TEL), der Vegetationsbrandbekämpfung (GFFF-V), des ABC-Zuges sowie das Löschfahrzeug Katastrophenschutz (LF-KatS) stationiert bei der Feuerwehr Katlenburg. Die Einsatzkräfte konnten Beladung und Technik direkt in Augenschein nehmen, Fragen stellen und sich die Funktion der Einheiten von erfahrenen Ausbildern erklären lassen.
Besonders praxisnah war die Station am Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) der Technischen Einsatzleitung. Dort übten die Teilnehmenden die Kommunikation über TETRA-Digitalfunk und erlebten so, wie Führungs- und Kommunikationsstrukturen bei größeren Schadenslagen funktionieren. Weitere Stationen zeigten unter anderem Einsatzhygiene mit aufblasbaren Zelten und Dekontaminationsbereichen.
Das Resümee fiel durchweg positiv aus: Die Teilnehmenden empfanden die Ausbildung als abwechslungsreich und spannend. Besonders die Verbindung aus Fachvorträgen und praktischen Übungen sowie der direkte Austausch mit den Fachleuten der Einheiten trafen auf großes Interesse. Der Lehrgang schloss mit einer Fragerunde und der Abschlussbesprechung.
Der stellvertretende Kreisausbildungsleiter Carsten Ilsemann zeigte sich mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden: „Die Einsatzkräfte haben gesehen, was im Katastrophenschutz hinter den Fahrzeugen und Einheiten steckt, und konnten vieles selbst ausprobieren. Genau diese Mischung aus Theorie und Praxis macht die Ausbildung wertvoll. Das Interesse und die Fragen der Teilnehmenden haben uns gezeigt, dass wir den richtigen Ansatz gewählt haben.“
Mit der Kreisausbildung stärkt die Kreisfeuerwehr Landkreis Northeim das Verständnis für die Zusammenarbeit der Feuerwehren mit den weiteren Einheiten des Katastrophenschutzes und bereitet den Nachwuchs im Landkreis gezielt auf Aufgaben jenseits des Alltagseinsatzes vor.
Text: Marko de Klein/Fotos: Carsten Ilsemann/Marko de Klein/Oliver Triebs

















