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Brandgefahr Akku: Was du zum Rauchmeldertag jetzt zuhause tun kannst

Die Brandgefahr durch Akkus ist in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden. Während früher – wenn überhaupt – größere Akkus nur durch Gartengeräte in den heimischen vier Wänden waren, sieht das unter anderem durch die ungebrochen hohe Nachfrage nach E-Bikes jetzt anders aus. „Für die Gefahren durch Lithium-Ionen-Akkus wollen wir sensibilisieren und nutzen dafür den diesjährigen Rauchmeldertag am Freitag, 13. Mai“, sagt Kreisbrandmeister Marko de Klein.

In Staubsaugern, Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung, Elektro-Rasenmähern, aber auch Smartphones, Spielgeräten wie Hover-Boards, Drohnen und mehr finden sich immer leistungsstärkere Akkus, die insbesondere bei unsachgemäßer Verwendung sprichwörtlich brandgefährlich werden können. „Bundesweit steigen die Fallzahlen der Brände durch Lithium-Ionen-Akkus immer weiter an“, betont der Kreisbrandmeister. Laut Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) ist diese Art von Bränden als neues Alltagsrisiko zu sehen. Insbesondere durch technische Mängel, aber auch durch unsachgemäße Handhabung komme es immer wieder zu Bränden.

Die Kreisfeuerwehr rät, Akkus ausschließlich nach Herstellerangaben zu laden. Die Energiespeicher dürfen weder geöffnet, noch besonders hohen oder niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden. Sind sie beschädigt, dürfen sie nicht mehr verwendet werden. „Bei der Lagerung ist unbedingt darauf zu achten, dass sich die Pole nicht berühren und so einen Kurzschluss verursachen können“, betont de Klein. „Akkus sollten zudem möglichst fünf Meter von brennbaren Gegenständen entfernt geladen werden.“ Hintergrund: Die meisten Brände entstehen beim Laden von Akkus.

Wenn technische Geräte mit Akku längere Zeit nicht benötigt werden, sollten sie mit einer Kapazität von etwa 30 bis 60 Prozent in trockenen Räumen gelagert werden. Die Räume sollten unbedingt mit Rauchmeldern ausgestattet sein, damit ein Feuer frühestmöglich bemerkt wird. Wer sein E-Bike transportiert, sollte dafür den Akku aus dem Rad herausnehmen und separat mitnehmen.

Eine weitere Gefahr kann entstehen, wenn die technischen Geräte ausgedient haben und entsorgt werden. „Lithium-Ionen-Akkus dürfen nicht im Hausmüll entsorgt werden“, mahnt Kreisbrandmeister Marko de Klein. Hintergrund dafür sei nicht nur, dass viele Bestandteile recycelt werden können. „Werden die Akkus beim Pressen in den Fahrzeugen unserer Kreisabfallwirtschaft oder auf der Deponie beschädigt, können sie sich entzünden, großen Schaden anrichten und Menschen gefährden.“ Nicht nur das Feuer an sich, insbesondere die entstehenden Gase seien höchst gefährlich.

Die Feuerwehr rät passend zum heutigen Rauchmeldertag, die Geräte in den eigenen vier Wänden auf Funktion zu überprüfen. Rauchmelder müssen in allen Schlaf- und Kinderzimmern, in Wohnräumen und in Fluren, die als Fluchtweg dienen, installiert sein. In Einfamilienhäusern gilt auch der Treppenraum als Fluchtweg und muss auf jedem Stockwerk mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. Für die Installation der Geräte ist der jeweilige Eigentümer verantwortlich. „Wir erleben als Feuerwehr immer wieder, dass Rauchmelder mit leeren Batterien abgebaut, danach aber über Wochen nicht wieder angebaut werden. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern kann sprichwörtlich brandgefährlich sein“, betont Kreisbrandmeister Marko de Klein.

Informationen zur seit 31. Dezember 2015 bestehenden Rauchmelderpflicht gibt es bei allen Ortsfeuerwehren im Landkreis Northeim, bei der Kreisbrandschutzerziehung unter 05551/7088325 und im Fachhandel.

Brandmeister Konstantin Mennecke ist stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart für den Brandabschnitt Nord/Ost und leitet die Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr und Kreisfeuerwehr.

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