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Quereinsteiger willkommen: Feuerwehren im Brandabschnitt Nord/Ost ziehen Bilanz

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Die Kinder- und Jugendfeuerwehren leisten starke Arbeit, seit drei Jahren fallende Mitgliederzahlen sorgen aber dafür, dass Quereinsteiger, also Menschen jenseits der 18 Jahre, bei ihren Feuerwehren herzlich willkommen sind. Diese Bilanz konnte Carsten Winkler, Abschnittsbrandmeister der Feuerwehren im Brandabschnitt Nord/Ost, jetzt bei der Abschnittsversammlung in Köhlers Landgasthaus in Altgandersheim ziehen.

766 Aktive hat der Brandabschnitt, im Vorjahr waren es noch 801, vor zwei Jahren 819 Kräfte. „Die Kinder- und Jugendfeuerwehren leisten hervorragende Arbeit, deshalb wird mir bei der Entwicklung nicht Angst und Bange, wir sollten aber auch Quereinsteiger weiter aufnehmen und herzlich willkommen heißen“, sagte Winkler. Neben den Kinderfeuerwehren, die sich weiter starker Beliebtheit und großer Nachfrage erfreuen, hat auch die Feuerwehrmusik einen leichten Aufwärtstrend. Insgesamt kommen die Feuerwehren in der Stadt Bad Gandersheim und in der Gemeinde Kalefeld in allen Abteilungen so auf 1028 Mitglieder. „Wir sind ein kleiner Abschnitt mit 24 Ortsfeuerwehren, dafür ist das aber eine starke Zahl“, lobte Winkler.

Stabil bleiben auch die Einsatzzahlen, mit 349 Einsätzen entspricht das dem Vorjahresniveau, allerdings mit sehr vielen kleineren Einsätzen wie Türöffnungen, Tragehilfen für den Rettungsdienst und auch dem Stellen von Blockfahrzeugen zur Absicherung des Rettungsdienstes bei Einsätzen auf der Autobahn 7.

Veränderungen gab es bei der Ausbildung im Brandabschnitt. Stintje Probst bildet mit Franka Humm ein neues Duo für die Kreisausbildung und hat diese Funktion von Sascha Haase übernommen. „Wir hatten ein sehr gutes Jahr mit 14 Lehrgängen und 160 Teilnehmern“, resümierte Probst. Die Besonderheit im Brandabschnitt Nord/Ost: „Wir haben drei Lehrgänge, die es nur hier bei uns gibt“, sagte Stintje Probst. Dazu gehören die Absturzsicherung, der Atemschutzgeräteträgerlehrgangs-Praxistag 4 und die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. 17 Ausbilder engagieren sich in dieser Arbeit. Lob gab es an Vorgänger Haase für die gute Einarbeitung und damit den möglichen, reibungslosen Übergang.

Für die Kreisjugendfeuerwehr bescheinigte Abschnittsjugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke dem Brandabschnitt engagierte Kinder- und Jugendfeuerwehren. 100 Mitglieder in den Kinder- und Jugendfeuerwehren der Gemeinde Kalefeld und 123 in denen der Stadt Bad Gandersheim sei mit Blick auf die Größe der Stadt und Gemeinde „eine hervorragende Zahl und ein Beleg für die abwechslungsreichen Angebote für unsere Kinder und Jugendlichen“. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung seien Aktionen wie das gemeinsame Schlittschuhlaufen im Stadtgebiet Bad Gandersheim und das jährliche Schwimm-Event in der Gemeinde Kalefeld förderlich „für den Teamgeist, den es in der freiwilligen Feuerwehr braucht“. Stark sei auch die Nachfrage im KreativLAB der Kreisjugendfeuerwehr, das zuletzt in der Spitze bis zu dreimal wöchentlich einen Escape-Room zum Thema Notfallvorsorge sowie Werkangebote im Portfolio hatte. „Von der Kinderfeuerwehr bis zur Einsatzabteilung konnten wir viele Menschen aus allen Teilen des Landkreises begrüßen. Dafür danke ich allen, die sich für dieses besondere Angebot engagieren, herzlich.“

Am Abend konnten im Landgasthaus zahlreiche Feuerwehrleute geehrt und befördert werden. Aus dem Stadtgebiet Bad Gandersheim wurden Tom Kruse zum Oberlöschmeister, Tim Grober und Kai Bornickel zum Hauptlöschmeister, Burkhard Sdonuß zum Ersten Hauptlöschmeister und Torsten Overbeck zum Brandmeister befördert. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 40-jährige Verdienste haben Günter Jürges, Klaus-Dieter Steinhoff, Stefan Macke und Uwe Scholz erhalten. Für seine 20-jährige Tätigkeit wurde Sven Probst mit dem Ehrenzeichen in Silber des Kreisfeuerwehrverbands geehrt.

Aus der Gemeinde Kalefeld wurde Dietrich Ude vom Hauptlöschmeister zum Ersten Hauptbrandmeister befördert. Matthias Heiligenstadt, Harald Ude, Torsten Grötzner und Karsten Müller haben das Ehrenzeichen für 40 Jahre Tätigkeit in der Feuerwehr erhalten.

Als Gastgebender Bürgermeister dankte Niklas Kielhorn den Feuerwehrkräften für ihr Engagement. „Auf die Feuerwehren ist Verlass, und das nicht nur, wenn es brennt. Feuerwehr ist Heimat und Gemeinschaft, sie gehört zum Rückgrat des öffentlichen Lebens“, betonte Kielhorn.

Text und Fotos: Konstantin Mennecke

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