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Starker Nachwuchs, 851 Einsätze und ein Rekord in Niedersachsen: Brandabschnitt Ost zieht Bilanz für 2025

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Mit der Gründung der Kinderfeuerwehr Suterode am 24. Januar 2026 als 41. Kinderfeuerwehr des Landkreises Northeim ist die Gemeinde Katlenburg-Lindau die erste Kommune in ganz Niedersachsen, in der in jedem der sieben Ortsteile eine Kinderfeuerwehr besteht. Diese Nachricht bildete den Auftakt der Bilanz, die Abschnittsbrandmeister Dirk Spiller bei der Abschnittsversammlung des Brandabschnitts Ost im Kreisschulungszentrum Northeim zog.

Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden der seit der vergangenen Abschnittsversammlung am 21. März 2025 verstorbenen Kameraden.

Mit Blick auf die Zahlen bewegt sich der Brandabschnitt Ost unter dem Strich im Plus. In den vier Kommunen – Stadt Northeim, Stadt Moringen, Gemeinde Katlenburg-Lindau und Flecken Nörten-Hardenberg – legten die Kinderfeuerwehren und die Musikzüge im Vergleich zum Vorjahr zu, während die aktiven Abteilungen und die Jugendfeuerwehren leichte Rückgänge verzeichneten. Insgesamt zählt der Abschnitt damit rund 30 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. Rund 37 Prozent aller Jugendfeuerwehrmitglieder und gut die Hälfte aller Kinderfeuerwehrmitglieder des Kreises stellt der Brandabschnitt Ost. „Allein die Zahlen der Kinder- und Jugendfeuerwehren stärken mich, dass wir für die Zukunft wenig Angst haben müssen”, sagte Spiller und appellierte zugleich, neben der Nachwuchsarbeit auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger anzusprechen.

Die Einsatzbilanz 2025 weist 851 Einsätze aus – deutlich mehr als im Vorjahr. Als herausragende Einsätze nannte Spiller unter anderem den Scheunenbrand auf dem Vorwerk Carlshof bei Sudheim sowie den Großbrand auf der Hausmülldeponie Blankenhagen. „Eine sagenhafte Leistung, die da von euch gebracht worden ist. Hut ab vor dem, was ihr gemacht habt”, dankte der Abschnittsbrandmeister den Einsatzkräften.

Zahlreiche personelle Veränderungen prägten das Jahr. In der Gemeinde Katlenburg-Lindau wurden Matthias Brandt und Andreas Schmull in Elvershausen in ihre dritte Amtsperiode wiedergewählt. In Suterode trat Gerd Fricke nach langjähriger Tätigkeit als Ortsbrandmeister und stellvertretender Gemeindebrandmeister in den Feuerwehrruhestand; ihm folgt sein bisheriger Stellvertreter Alexander Schulze, neuer stellvertretender Ortsbrandmeister ist der bisherige Jugendfeuerwehrwart Philipp Leunig.

In der Stadt Moringen wurde Marc-André Wille in Oldenrode in die zweite Amtsperiode gewählt. In Thüdinghausen folgt Boris Belzhausen auf Dirk Jakob. In der Stadt Northeim gab Bernd Ellieroth aus persönlichen Gründen das Amt des stellvertretenden Stadtbrandmeisters ab; Nachfolger ist Dennis Hegner. In der Ortsfeuerwehr Northeim folgte Daniel Schmalstieg auf Rouven Goldberg. In Lagershausen wurde Anne Röttger als stellvertretende Ortsbrandmeisterin wiedergewählt, in Sudheim tauschten der bisherige Ortsbrandmeister und sein Stellvertreter ihre Positionen. In Hammenstedt wurde Markus Weise nach einjähriger kommissarischer Führung offiziell gewählt; sein Stellvertreter ist Thomas Klie. Im Flecken Nörten-Hardenberg folgten Mario Mirth und Pascal Hammer in Wolbrechtshausen auf Maik Neuke und Dominik Messner. In der Ortsfeuerwehr Nörten-Hardenberg übernahmen Gerrit Traupe und Leon Hänel die Führung von Sven Henne und Timo Wohlfahrt. In Elvese beendete Thomas Scheidemann sein langjähriges Engagement in Führungsfunktionen; neuer Ortsbrandmeister ist Torsten Otto, sein Stellvertreter Mark Tiemann.

Geprägt war das Jahr auch von gemeinsamen Übungen und Gründungen. Am 15. November 2025 kamen der Stab Flächenlage des Landkreises Northeim, die Einheit Information und Kommunikation sowie die Führungsstellen der Kreiskommunen im Kreisschulungszentrum zusammen, um eine großflächige Schlechtwetterlage im Verbund zu bewältigen. „Alle waren sich einig, dass wir das im nächsten Jahr noch einmal durchführen werden, um für die Zukunft gewappnet zu sein”, sagte Spiller. Gefeiert wurde in mehreren Ortschaften: Die Kinderfeuerwehr Moringen wurde im September 2025 als 40. Kinderfeuerwehr des Kreises gegründet, ihr folgte im Januar 2026 die Kinderfeuerwehr Suterode als 41. Die Jugendfeuerwehr Hammenstedt feierte ihr zehnjähriges, die Jugendfeuerwehr Thüdinghausen ihr 50-jähriges Bestehen, die Musikzüge Thüdinghausen und Fredelsloh jeweils ihr 100-jähriges Bestehen.

Auch bei den Leistungsvergleichen spielten die Feuerwehren des Brandabschnitts Ost eine tragende Rolle. Bei den Abschnittswettbewerben am 1. Juni in Wahmbeck setzte sich die Feuerwehr Edesheim an die Spitze, vor Wachenhausen und Gillersheim I. Beim Kreisleistungsvergleich in Uslar qualifizierte sich Edesheim für den Regionalentscheid in Einbeck und erreichte dort die Qualifikation für den Landesentscheid in Bodenwerder. Bei den Kreiswettbewerben der Jugend- und Kinderfeuerwehren stellt der Brandabschnitt Ost beide Kreismeister des Jahres 2025: die Jugendfeuerwehr Gillersheim und die Kinderfeuerwehr Elvershausen. Der nächste Leistungsvergleich des Brandabschnitts Ost ist für den 14. Juni 2026 in Lutterbeck geplant, der Kreisleistungsvergleich für den 28. Juni in Dassel.

Bei der Modularen Grundlagenausbildung zog Spiller eine insgesamt positivere Bilanz als in den Vorjahren. Gemeinsam mit den Stadt- und Gemeindebrandmeistern wurde zu Jahresbeginn ein Konzept vorbereitet, das einen zusätzlichen Ausbildungstag zur Vorbereitung auf die Kompetenzprüfung sowie einen Mindestabstand von einem Jahr zwischen den Modulen QS 2 und QS 3 vorsieht.

Ehrungen und Beförderungen

Für seine 20-jährige Tätigkeit als Ausbilder in der Kreisausbildung erhielt Kreisbrandmeister Bernard Krzepina die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Northeim in Silber. Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Jörg Spölstra geehrt. Befördert wurden Lukas Wickmann zum Hauptlöschmeister und Franziska Wickmann zur Löschmeisterin.


Von links: Felix Gabriel, Bernard Krzepina, Jörg Spölstra, Franziska Wickmann, Lukas Wickmann, Dirk Spiller

Text und Fotos: Christopher Sakel / Fachzug Bevölkerungswarnung & Öffentlichkeitsarbeit

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