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Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände steigt weiter: Kreisfeuerwehr gibt Tipps

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Die anhaltend hohen Temperaturen und ausbleibende Niederschläge sorgen derzeit auch im Landkreis Northeim für eine steigende Wald- und Flächenbrandgefahr. Die Kreisfeuerwehr Northeim weist deshalb eindringlich auf die aktuelle Lage hin und erinnert an wichtige Verhaltensregeln, um Brände in Wäldern, auf Feldern und Freiflächen zu verhindern.

„Die Gefahr steigt aktuell von Tag zu Tag“, betont Jan-Eric Loy, Fachberater und Fachausbilder des Fachzuges Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 1. Ab Freitag gilt im Landkreis Northeim der Waldbrandgefahrenindex 3 von 5 sowie der Graslandfeuerindex 4 von 5. Besonders auf ausgetrockneten Wiesen, an Feldrändern, in Straßengräben sowie in Waldgebieten kann sich ein Feuer bei diesen Bedingungen schnell ausbreiten.

Die ausbleibenden Niederschläge und die zunehmende Austrocknung der Landschaft infolge der anhaltenden Hitze führen zu einer deutlich erhöhten Brandgefahr in den heimischen Wäldern und auf Freiflächen. Schon kleine Unachtsamkeiten können ausreichen, um einen Brand auszulösen.

Die Kreisfeuerwehr Northeim bittet deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, folgende Hinweise unbedingt zu beachten:

Grillen ist nur auf ausdrücklich freigegebenen Grillplätzen erlaubt. Informationen dazu erteilen die jeweils zuständigen Forstämter oder Kommunen.

Im Wald gilt vom 1. März bis zum 31. Oktobereines jeden Jahres ein allgemeines Rauchverbot. Brennende oder glimmende Gegenstände, insbesondere Zigarettenkippen, dürfen keinesfalls achtlos weggeworfen oder zurückgelassen werden.

Fahrzeuge sollten nur auf befestigten Flächen abgestellt werden. Heiße Katalysatoren oder Auspuffanlagen können trockene Vegetation leicht entzünden. Einfahrten zu Waldwegen müssen unbedingt freigehalten werden, da sie im Ernstfall als Rettungswege für Feuerwehr und Einsatzkräfte dienen.

Wer einen Flächen- oder Waldbrand bemerkt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen. Wichtig ist dabei eine möglichst genaue Standortangabe. Hilfreich sind markante Punkte, Wegkreuzungen, Rettungspunkte im Wald oder Standortdaten aus dem Smartphone. Auch der Dienst what3words kann dabei helfen, den eigenen Standort sehr genau zu beschreiben: Die App teilt die Welt in kleine Quadrate ein, denen jeweils drei Wörter zugeordnet sind. Diese drei Wörter können der Leitstelle im Notfall genannt werden.

Außerdem sollte möglichst genau geschildert werden, was festgestellt wurde. Wer sich nicht selbst in Gefahr bringt, sollte vor Ort bleiben und die Einsatzkräfte einweisen.

Wichtig bei Einsätzen in Feld und Flur: auf der Seite liegende Verkehrsleitkegel dienen den Einsatzkräften als Wegweiser. „Diese bitte nicht aus guter Absicht wieder aufstellen, damit die Rettungskräfte, etwa im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen, die jeweils festgelegten Routen fahren können“, betont Jan-Eric Loy. 

Den aktuellen Waldbrandgefahrenindex und den Graslandfeuerindex veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst fortlaufend auf seiner Internetseite. Die Kreisfeuerwehr Northeim appelliert an alle Menschen im Landkreis, in den kommenden Tagen besonders aufmerksam zu sein und durch umsichtiges Verhalten dazu beizutragen, Brände zu verhindern.

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