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Tag des Notrufs 112 und Rauchmeldertag: Das sollte jeder wissen

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Mittwoch am 11.2. ist Tag des Notrufs 112 – Freitag Rauchmeldertag. Für Kreisbrandschutzerzieher Jan-Eric Loy sind beide Aktionstage eng miteinander verknüpft: „Rauchmelder warnen früh – und wer richtig reagiert und den Notruf wählt, verschafft sich entscheidende Sekunden.“

Denn bei Bränden ist häufig nicht das Feuer die größte Gefahr, sondern der giftige Rauch. Bereits wenige Atemzüge können lebensbedrohlich sein. „Wenn ein Rauchmelder Alarm schlägt, bleiben oft nur rund zwei Minuten, um richtig zu handeln“, erklärt Loy. Wichtig sei dann: Ruhe bewahren, den Fluchtweg prüfen und sofort die 112 wählen. Ist der Weg aus dem Gebäude verraucht, sollte man die Tür schließen, sich bemerkbar machen und auf die Feuerwehr warten.

Wie relevant das Thema Brandschutz ist, zeigt ein Blick in die Einsatzstatistik der Einsatzleitstelle im Landkreis Northeim: 2025 rückten die Feuerwehren zu 715 Brandeinsätzen aus – darunter 613 Klein-, 76 Mittel- und 26 Großbrände. Im Vergleich zu 2024 ist die Gesamtzahl leicht gesunken (738 Einsätze), das Einsatzniveau bleibt jedoch hoch. Hinzu kommen im Jahr 2025 rund 50 Einsätze aufgrund ausgelöster Rauchmelder. Jeder Alarm könne ein Feuer als Ursache haben, betont Loy: „Ein funktionierender Rauchmelder kann im Ernstfall den Unterschied zwischen rechtzeitiger Flucht und lebensgefährlicher Situation ausmachen.“ Und: „Viele größere Brände können jedes Jahr durch das rechtzeitige Bemerken von Entstehungsbränden durch Rauchmelder verhindert werden. Das verhindert größere Sachschäden und rettet Leben.“

Der Europäische Notruftag erinnert gleichzeitig daran, dass Hilfe überall in Europa unter derselben Nummer erreichbar ist. Im Landkreis Northeim gingen 2025 täglich durchschnittlich 214 Anrufe bei der Einsatzleitstelle ein. „Viele Menschen sind verständlicherweise beim Wählen des Notrufs aufgeregt, Angst braucht vor der 112 aber niemand haben. Die Disponenten fragen strukturiert alle wichtigen Informationen ab. Wichtig ist, die Fragen zu beantworten und das Gespräch nicht eigenständig zu beenden. Dadurch kann schnell geholfen werden – und Hilfe wird bereits während des laufenden Telefonats losgeschickt“, erklärt Brandschutzerzieher Jan-Eric Loy.

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