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Am Mittwoch, den 28.August 2019 wurde um 20:45 Uhr die Ortsfeuerwehr Uslar mit dem Alarmhinweis „Brennen Rundballen nähe Allershausen, Polizei vor Ort“ alarmiert.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle fand die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs (LF20) einen brennenden Strohballen vor. Dieser wurde von den Kameraden auseinander gezogen, verteilt und danach mit einem C-Rohr abgelöscht.
Die Besatzung des zweiten Löschfahrzeugs (LF16) untersuchten weitere Strohballen die sich in der Nähe auf einem Anhänger befanden. Augenscheinlich wurde versucht, diese im Brand zu stecken.
Ein Eingreifen der Einsatzkräfte war hier aber nicht mehr erforderlich.
Von der Polizei wurden Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet.

Eingesetzte Fahrzeuge Uslar:

Löschgruppenfahrzeug (LF20), Hilfeleistungslöschfahrzeug (LF16), Komandowagen Stadtbrandmeister (KdoW).

„Dass nach 30 Minuten das Haus geräumt war, hätte ich nicht gedacht“, lobte Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob alle Beteiligten, als am Dienstag das Betreute Wohnen des Albert-Schweitzer-Seniorenzentrums an der Stiftstraße als Übung evakuiert war und sich 30 Bewohner und Mitarbeitende auf dem Sammelplatz eingefunden haben.

Angenommen wurde ein Entstehungsbrand, zu dem die Feuerwehr mit 15 Einsatzkräften anrückte, die Bewohner der „betroffenen“ und der Nachbarwohnung „rettete“ sowie alle anderen evakuierte. Mit dabei war auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK und der Leitung von Markus Haberland. Für die Frauen und Männer war es ein Kraftakt, die beiden mutigen Männer Paul Kreyhsing und Peter Herbold im Rollstuhl und in der Rettungstrage aus dem Treppenhaus über 4 Stockwerke zu retten.

Einrichtungsleiterin Stefanie Müller-Exner: „Ich habe großen Respekt und noch mehr Anerkennung für die Einsatzkräfte, die ihre Freizeit einsetzen um Menschen zu retten!“

Der Stadtbrandmeister lobte das gute Zusammenwirken aller. Die Erfahrung werde in die weitere Zusammenarbeit einfließen. Einrichtungsleiterin Stefanie Müller-Exner dankte allen Beteiligten. Spektakulär war zum Abschluss die „Rettung“ der Bewohnerin Rosel Dietmann aus dem vierten Stock mit der Drehleiter.

Bild&Text: Albert-Schweitzer-Familienwerk

Am 20.06.2019 wurde die Ortswehr Uslar mit dem Alarmhinweis „PKW Unfall, eingeklemmte Person, Meinteweg“ alarmiert.
Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stellten sie schnell fest, dass es sich hierbei um eine Übung handelte.
Die Ausgangslage war folgende: beim Wenden ihres PKW hinter einem Baumarkt übersah ein sich schnell näherndes Auto die Frau. Durch den seitlichen Aufprall des BMW mit dem Kleinwagen schob sich dieser unter den PKW der Frau. Die Insassen wurden dabei „verletzt“ und konnten sich nicht selbstständig befreien. Die Besatzungen des Rüstwagens und des Hilfeleitungslöschfahrzeugs begannen sofort die Lage genaustens zu erkunden, und die PKWs gegen weiteres kippen zu sichern.
In Abstimmung mit dem Rettungsdienst wurde damit begonnen die „Verletzten“ aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Dabei musste schweres Gerät wie zum Beispiel eine hydraulische Rettungsschere und Spreitzer eingesetzt werden. Da der BMW eine leichte Rauchentwicklung zeigte, wurde durch die Besatzung des LFs ein C-Strahlrohr vorbereitet.
Nach etwa 30 Minuten waren alle „Verletzten“ befreit.

Am 20.Juni 2019 wurde gegen 18 Uhr wurde zuerst die Ortswehren aus Uslar und Wiensen zu Unwettereinsätzen alarmiert.Gegen 17:45 hatte ein sehr starkes Gewitter mit Platzregen und teils großem Hagel eingesetzt. Anfangs auch mit Sturmböen begleitet.
Danach gingen in der Einsatzleitstelle in Northeim minütlich Notrufe von Einwohnern ein. Ein Großteil der Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet Uslar wurden nach alarmiert um in ihrem eigenen Ortsgebiet oder im Nachbarort Unwetterschäden zu beseitigen. Meistens handelte es sich hierbei um überspühlte Straßen, umgestürzte Bäume,voll gelaufene Keller etc.
Erneut am stärksten betroffen war die Alleestraße in Uslar. Hier musste zeitweise der PKW Verkehr eingestellt werden. Auch in Schoningen waren Teile der Landstraße überflutet. Die B241 wurde im Bereich an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße ( am Netto ) von einer dicken Schlammschicht überzogen. Die Straße wurde mit Hilfe C-Strahlrohren gereinigt, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte.
In Delliehausen musste die Einsatzkräfte am Seniorenheim Forellenhof die untersten Wohnungen sichern. Hier drohten die die Wassermassen die Wohnungen zu fluten.
So mussten im Stadtgebiet Uslar über 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden.
Gegen 20 Uhr konnten die meisten Kräfte wieder einrücken.

Zu einem gemeldeten Zimmerbrand in einem leer stehenden Gebäude in der Inselstraße (Kammerborn) wurden um 23.09 Uhr die Ortsfeuerwehren Kammerborn, Schönhagen und die Drehleiter Uslar alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte an dem leer stehenden Gebäude Teile von Außenfassaden und Fenster im Erdgeschoss. Anwohner hatten bereits mehrere Feuerlöscher eingesetzt.

Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer mit einem C-Rohr von außen. Zusätzlich wurde ein Atemschutztrupp mit C-Rohr und Wärmebildkamera in das Gebäude geschickt um dort eine Ausbreitung zu verhindern.
Das Feuer war nach 10 Minuten unter Kontrolle. Mit der Wärmebildkamera konnten noch kleinere Wärmenester aufgespürt werden, die nach und nach abgelöscht wurden.

Die Einsatzstelle ist durch die Feuerwehr entsprechend ausgeleuchtet worden um auch die Schadenaufnahme der Polizei zu unterstützen.

Gegen 01.00 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Eingesetzte Kräfte:
Kammerborn: TSF – 14 Einsatzkräfte
Schönhagen: StLF 10, LF 16TS, TLF 8/18 – 19 Einsatzkräfte
Uslar: DLK 23/12 – 3 Einsatzkräfte
Führung: Kdow , priv. PKW – 2 Einsatzkräfte

Bericht: J. Jacob

Am Donnerstag, den 23.05.2019 wurden die gegen 14 Uhr die Ortswehren aus Delliehausen und Volpriehausen zu einem Zimmerbrand nach Delliehausen alarmiert.

Da es zwischenzeitlich noch mehrere Anrufe über die Telefonnummer 112 in der Leitstelle in Northeim gab, dass bereits Flammen auf dem Dach des Gebäudes schlugen, wurde der Löschzug I ( Uslar und Dinkelhausen ) sowie der Löschzug IV ( Volpriehausen, Delliehausen, Schlarpe und Gierswalde ) nach alarmiert.

Als die ersten Kräfte den Einsatzort erreichten, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Dach des Gebäudes welches direkt an der Durchgangsstraße in Delliehausen lag. Zu diesem Zeitpunkt hatte die neun-Köpfige Familie die in dem Haus lebt das Gebäude bereits verlassen.

Sofort wurden mittels von mehreren C-Rohren mit der Brandbekämpfung begonnen. Die aus Uslar angerückte Drehleiter bekämpfte den Brand mittels eines Wenderohrs von oben aus. Da die Flammen drohten auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus überzugreifen, konzentrierten sich die Löscharbeiten um dieses zu verhindern. Was auch gelang. Zwischenzeitlich machten sich auch Trupps unter schwerem Atemschutz bereit, um das Feuer gezielt von innen zu bekämpfen.

Gegen 16 Uhr war das Feuer soweit gelöscht und es konnten die ersten Kräfte die Einsatzstelle verlassen. Die verbleibenen Kräfte führten noch aufwendige Nachlöscharbeiten durch. Bis etwa 21 Uhr stelle die Ortswehr Delliehausen noch eine Brandwache.  Auch die SEG Solling war zum Eigenschutz und Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort.

Die Ortsdurchfahrt wurde von der Polizei für mehrere Stunde voll gesperrt.

Im Einsatz waren etwa 80 Einsatzkräfte.

Bild + Text: S. Dreier.

Einen sehr Einsatzintensiven Montag erlebten die Feuerwehren im Landkreis Northeim zu beginn dieser Woche.

Das Sturmtief „Axel“ zog über Deutschland hinweg und brachte auch dem Landkreis Northeim viel Regen und Arbeit.

Besonders betroffen waren im Landkreis Northeim die Gebiete Bad Gandersheim, Dassel, Katlenburg-Lindau, Nörten-Hardenberg und Einbeck. Hier rückten die Feuerwehren fast Minütlich zu neuen Einsätzen wegen des Unwetters aus.

Im Bereich Bad Gandersheim, welches ziemlich genau vor einem Jahr schon 2x hart von einem Unwetter getroffen wurde, kam es wieder zum äußersten. So traf es wieder Ackenhausen und Altgandersheim hier lief das Wasser wieder von den Bergen durch die Ortschaften und setzte die Ortskerne unter Wasser. In Altgandersheim war auch wieder die Feuerwehr selbst und auch die Turner-Musik Akademie betroffen. Doch in diesem Jahr glücklicherweise nicht ganz so stark, lediglich „10cm“ stand das Wasser hier im Keller. Ebenfalls waren zahlreiche Straßen und auch Keller voll Wasser und Schlamm gelaufen, die durch die Feuerwehrkräfte bis weit in den Dienstag gesäubert und leer gepumpt werden mussten. Weiterhin wurden in Altgandersheim zwei PKW´s vom Wasser überrascht und mussten mit einem Totalschaden aufgegeben werden.

In der Stadt Bad Gandersheim wurden einzelne wichtige Punkte entlang der Gande mit Hilfe von Sandsäcken geschützt. Ebenfalls gab es einige kleinere Einsatzstellen im Bereich der Hildesheimerstr. wo Keller überflutet wurden. In Ackenhausen gab es das gleiche Bild wie in Altgandersheim. Wassermassen flossen durch die Straßen und den ganzen Ort und setzten Gebäude und Keller voll Wasser. Dank eines im Vorjahr angelegten Sandsack Depot konnte die Feuerwehr hier schnell den Anwohnern helfen und deren Gebäude vor größeren Schaden bewahren.

Im Bereich Dassel waren besonders die Orte Mackensen und Sievershausen betroffen. Hier glich sich das Bild mit dem im Bereich Bad Gandersheim. Auch hier forderten die Wassermassen die binnen weniger Minuten vom Himmel kamen ihren Tribut. Zahlreiche Keller und Gebäude liefen voll Wasser und Schlamm und forderten viel Geduld und Zeit von den Feuerwehrkräften.  Außerdem waren zahlreiche Straßen überschwemmt und mussten durch die Feuerwehr und Straßenmeisterei gesperrt und gesäubert werden.

Am Bauhof in Dassel, wurde durch den 4. Zug der Feuerwehrbereitschaft 1 eine Sandsackfüllmaschiene in den Einsatz gebracht. Hier wurden Zentral für das Gesamte Dasseler Stadtgebiet Sandsäcke gefüllt und im Anschluss verteilt. Auch hier zogen sich die Einsätze bis in den frühen Dienstagmorgen.

Weiterhin war das Gebiet Einbeck betroffen. Hier kam es in der Kernstadt zu kleineren Unwetterschäden. Der Bereich Otto-Hahn Str. wurde von Schlamm überflutet und auch die Verbindung von Einbeck nach Volksen und Garlebsen-Ippensen wurde vom Schlamm und Wasser für den Verkehr unpassierbar.

Da das Sturmtief Axel auch mit schweren Gewittern über den Landkreis zog, kam es in der Einbecker Innenstadt noch zu einem Gebäudebrand. Hier Schluss der Blitz am Marktplatz in ein Gebäude ein. Doch glücklicherweise kam es dort zu keinem Gebäudebrand! Die Feuerwehr untersuchte das gesamte Gebäude mit Hilfe einer Wärmebildkamera und konnte ziemlich schnell Entwarnung geben.

Weitere Einsatzstellen im Bereich Einbeck gab es noch in: Naensen, Holtershausen, Greene, Brunsen und Vogelbeck. Auch hier waren die Feuerwehren teilweise im Dauereinsatz oder Standen in ihren Gerätehäusern in Bereitschaft.

Weitere kleine Einsatzstellen gab es noch im Bereich Nörten-Hardenberg, Uslar und Katlenburg-Lindau, sodass im gesamten Landkreis Northeim über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz waren.

 

Anmerkung der Pressegruppe: Da es am Montagabend zu einer Vielzahl an Einsätzen gekommen ist und diese im gesamten Landkreis anzutreffen waren, sehen Sie es uns bitte nach das Wir nicht zu jedem Einsatz einen Bericht verfassen oder jede im Einsatzbefindliche Ortswehr auflisten.