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Unwetter

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Am 20.Juni 2019 wurde gegen 18 Uhr wurde zuerst die Ortswehren aus Uslar und Wiensen zu Unwettereinsätzen alarmiert.Gegen 17:45 hatte ein sehr starkes Gewitter mit Platzregen und teils großem Hagel eingesetzt. Anfangs auch mit Sturmböen begleitet.
Danach gingen in der Einsatzleitstelle in Northeim minütlich Notrufe von Einwohnern ein. Ein Großteil der Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet Uslar wurden nach alarmiert um in ihrem eigenen Ortsgebiet oder im Nachbarort Unwetterschäden zu beseitigen. Meistens handelte es sich hierbei um überspühlte Straßen, umgestürzte Bäume,voll gelaufene Keller etc.
Erneut am stärksten betroffen war die Alleestraße in Uslar. Hier musste zeitweise der PKW Verkehr eingestellt werden. Auch in Schoningen waren Teile der Landstraße überflutet. Die B241 wurde im Bereich an der Kreuzung Kurt-Schumacher-Straße ( am Netto ) von einer dicken Schlammschicht überzogen. Die Straße wurde mit Hilfe C-Strahlrohren gereinigt, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte.
In Delliehausen musste die Einsatzkräfte am Seniorenheim Forellenhof die untersten Wohnungen sichern. Hier drohten die die Wassermassen die Wohnungen zu fluten.
So mussten im Stadtgebiet Uslar über 20 Einsatzstellen abgearbeitet werden.
Gegen 20 Uhr konnten die meisten Kräfte wieder einrücken.

Erneut erfasst ein schweres  Gewitter weite Teile des Landkreises Northeim. Betroffen sind insbesondere das Stadtgebiet Einbeck und Uslar.

Straßen sind teils mit Schlamm und wasser geflutet und unpassierbar. Wasser droht außerdem in Gebäude zu laufen, weshalb auf dem Bauhof der Stadt Einbeck Sandsäcke gefüllt werden.

In Uslar ist außerdem die Landstraße und Alleestraße überflutet. Der Löschzug 1 kommt hier zum Einsatz.

In Hardegsen ist eine Oberleitung in der Ertinghäuser Straße gerissen. Die Feuerwehr sperrt den Bereich weiträumig ab.

In Ellierode im Stadtgebiet Bad Gandersheim hatte ein Blitz in ein Gebäude eingeschlagen  zu einer Brandentwicklung kam es aber nicht – es handelte sich nach ersten Informationen um einen „kalten Blitz“.

Kalter Blitzschlag in Ellierode. Foto: Mennecke
Kalter Blitzschlag in Ellierode. Foto: Mennecke

Am Abend sollen weitere kräftige Gewitter durch die Region ziehen, dabei kann es auch Sturm geben. Beobachten Sie die Wetterlage genau und meiden Sie unnötige Fahrten zu ihrer eigenen Sicherheit.

Unwetter in Vardeilsen. Foto: Dickhuth/Kreisfeuerwehr
Unwetter in Vardeilsen. Foto: Dickhuth/Kreisfeuerwehr

In Sülbeck war die Feuerwehr im Einsatz, weil ein Maisfeld über die Straße rutschte.

Vardeilsen. Ein schweres Gewitter mit Starkregen am vergangenen Sonnabend gegen 3.40 Uhr sorgten in der Einbecker Ortschaft Vardeilsen für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr. In der Ortschaft Vardeilsen hat sich nach dem heftigen Regen eine Wasser – und Schlammlawine über die Verbindungsstraße von Vardeilsen nach Rengershausen geschoben und blockierte die Straße. Vor allem musste die Feuerwehr Vardeilsen mit einem Großaufgebot mehrfach wegen vollgelaufener Keller ausrücken und mussten von den Einsatzkräften abgepumt werden. Auch einige Nebenstraßen wurden überflutet und hielt die Feuerwehr bis in den frühen Sonnabend in Atem.

Text und Fotos: Peter Kitzig, Einbecker Morgenpost

Für Unwetter sollte jeder Bürger möglichst auch selbst Vorsorge treffen. Das rät die Feuerwehr Northeim. Von 2015 bis ins Jahr 2019 gab es jedes Jahr Unwetter im Kreis Northeim. Hunderte Male waren die Feuerwehren im Einsatz, entstanden sind Schäden in Millionenhöhe. 

Daniel Kühle, Zugführer der Feuerwehr Northeim und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit, rät deshalb, in den eigenen vier Wänden zu prüfen, ob man auf die zunehmenden Unwetter ausreichend vorbereitet ist. Anfangen könne dies bereits mit einer entsprechenden Gebäude- und Elementarversicherung. Hintergrund ist, dass bei Wasser, das in den Keller läuft, die Hausrat-Versicherung nicht zahlt. Eine entsprechende Versicherung für diesen Fall sei aber ratsam. „Durch die hohen Temperaturen und den sturzflutartigen Regen kann der Boden das Wasser gar nicht so schnell aufnehmen und auch die Kanalisationen sind dann überfordert“, erklärt Kühle. Dann fließe das Wasser in die Keller.
Um das zu verhindern, sollten regelmäßig auch die Rückstauklappen kontrolliert werden. Sie sollen verhindern, dass bei einer gefluteten Kanalisation das Wasser zurück ins Gebäude drücken kann. Eine weitere Möglichkeit sind Tauchpumpen, die es unter anderem in Baumärkten zu kaufen gibt. „Wenn Wasser langsam in den Keller läuft, sollte man nicht dabei zusehen, wie das Wasser steigt, sondern selbst tätig werden, sofern man sich nicht selbst in Gefahr bringt“, sagt Kühle.

Wer weiß, dass es immer wieder Probleme nach Starkregen an Kellerfenstern, Türen oder Garagen gibt, kann sich auch Sandsäcke für den Ernstfall bereitlegen. Dann solle Sack und Sandkasten-Sand aber getrennt gelagert werden.

Grundsätzlich empfiehlt die Feuerwehr, Warn-Apps wie BiWapp und Katwarn zu nutzen und die Wetterlage genau zu beobachten. Die Kreisfeuerwehr warnt außerdem bei schweren Unwettern auf ihrer Facebookseite.

Grundsätzlich arbeite die Feuerwehr bei großen Unwetterlagen die Notrufe von wichtig, beispielsweise Menschenleben in Gefahr, bis weniger wichtig wie wenige Zentimeter Wasser im Keller ab. Wer beispielsweise mit Pumpen selbst tätig werden könne, solle dies tun. Wenn aber elektrische Anlagen unter Wasser stehen, gehe die eigene Sicherheit vor. Dies gelte auch bei großen eindringenden Wassermassen.

 

Dieser Artikel ist in der HNA Northeim/Uslar erschienen

Einbeck/Mackensen. Wegen starker Regenfälle durch das Sturmtief „ Alex “ in der Nacht von Montag auf Dienstag gab es zahlreiche Einsätze in der Region. Mit Pumpen wurde versucht, das Wasser aus den Häusern abzupumpen. Ein Unwetter hat in der Nacht zum Dienstag die Feuerwehren im Altkreis Einbeck in Atem gehalten. Über Einbeck und dem Gebiet Dassel ging am späten Montagabend ein Starkregen mit kräftigem Gewitter nieder, der über 100 Feuerwehreinsätze zur Folge hatte. Kellerräume und Wohnungen wie in der Ortschaft Mackensen liefen voll, Tiefgaragen standen bis zu 20 Zentimeter unter Wasser. Mit Pumpen wurde versucht, das Wasser und Schlammmassen abzupumpen. Menschen wurden nicht verletzt.

In Einbeck hat der heftige Regen der vergangenen Nacht Straßen überflutet. In der Otto – Hahn – Straße in Einbeck flosseine Masse aus Schlamm und Wasser die Straße hinunter. Auch in der Dasseler Ortschaft Mackensen hat der Starkregen von Montagabend seine Spuren hinterlassen.

Der Regen war so stark, dass er Schlamm von den Feldern bis tief in den Ort und Häuser spülte. Es bildete sich eine dicke Schlammschicht in den Wohnungen. Über 100 Feuerwehrleute waren dort im Einsatz wegen der vollgelaufenen Keller um diese vom Wasser mit Pumpen abzupumpen. Besonders betroffen von den Schlammmassen waren auch die Ortschaften Sievershausen und Vogelbeck. In Einbeck auf dem Marktplatz hatte es gegen 22.30 Uhr in ein Gebäude eingeschlagen. Die Schwerpunktfeuerwehr Einbeck rückte mit einem Großaufgebot an – und untersuchte das Gebäude. Aufatmen bei den Einsatzkräften das es zu keinem Brand kam. Zur Sicherheit wurde das Gebäude untersucht und es konnte Entwarnung gegeben werden – gab Stadtbrandmeister Lars lachstädter von sich.

Text und Fotos: Peter Kitzig,Einbecker Morgenpost

In den kommenden Tagen werden nicht nur ergiebige Regenfälle in der Region erwartet, sondern es kommt auch immer wieder zu Gewittern. Für den Landkreis Northeim gilt folgende Warnung bis Dienstagmittag, 12 Uhr: Es tritt ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 80 l/m² erreicht.

Vielleicht kennen Sie aus Großmutters Zeiten den Satz „Eichen sollst du weichen, Buchen musst du suchen“. Bitte vergessen Sie diesen Merksatz, der im Ernstfall lebensgefährlich werden kann. Blitze suchen sich aus den Gewitterwolken den kürzesten Weg zur Erde, hohe Gebäude, Strommasten oder eben Bäume in exponierten Lagen sind ideal für Gewitterzellen und stellen deshalb ein besonderes Risiko dar. Jährlich kommen laut Feuerwehr-Unfallkasse Nord zwischen fünf und zehn Menschen durch Blitzschlag ums Leben. Das kann durch einfache Hinweise vermieden werden.

  1. Ist Gewitter vorhergesagt, sollten Sie den Aufenthalt im Freien meiden. Das Auto wirkt als faradayscher Käfig und ist deshalb sicher. Da bei schweren Unwettern aber auch Bäume umstürzen und Dachziegel von Häusern fliegen können, sind feste Gebäude vorzuziehen.
  2. Gibt es keinen festen Unterstand, so suchen Sie den tiefsten Punkt im Gelände auf, das können Mulden, Talsenken oder Gräben sein. Dort sollten Sie in die Hocke gehen und die Beine mit den Armen umfassen. Meiden Sie nahe stehende Bäume!
  3. Leitende Teile wie Metallzäune, außerdem zu Waldrändern und Baumgruppen einen Abstand von mindestens drei Metern halten
  4. Veranstaltungen wie Fußballspiele oder sonstige Wettkämpfe auf freier Fläche sollten bei herannahendem Gewitter abgebrochen werden. Dort kommt es immer wieder zu Unfällen durch Blitzschlag. Insbesondere die Nähe zu Fluchtlicht- und Fahnenmasten ist gefährlich.
  5. Ein aufgespannter Regenschirm sollte bei Gewitter vermieden werden.
  6. Die Entfernung des Gewitters kann durch die Zeit vom Blitz bis zum Donner errechnet werden. Die Anzahl der Sekunden * die Schallgeschwindigkeit von 343m/sek.
  7. Vom Blitz getroffenen Personen muss schnell geholfen werden. Meist tritt der Atemstillstand neben schweren Verbrennungen ein, die Erste Hilfe kann über Leben und Tod entscheiden. Immer jedoch auch die eigene Sicherheit beachten!
  8. Beobachten Sie den Warnverlauf vor Unwettern in Apps wie vom Deutschen Wetterdienst genau.

Bei Starkregen gilt außerdem: Kleine Bäche können sich bei heftigen Wolkenbrüchen in Sekundenschnelle in reißende Flüsse verwandeln. Halten Sie sich deshalb bei Starkregen nicht in Kellern auf. Hier kann das Wasser durch Fenster oder durch einen Rückstau aus der Kanalisation in kürzester Zeit gefährlich werden.