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Für Unwetter sollte jeder Bürger möglichst auch selbst Vorsorge treffen. Das rät die Feuerwehr Northeim. Von 2015 bis ins Jahr 2019 gab es jedes Jahr Unwetter im Kreis Northeim. Hunderte Male waren die Feuerwehren im Einsatz, entstanden sind Schäden in Millionenhöhe. 

Daniel Kühle, Zugführer der Feuerwehr Northeim und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit, rät deshalb, in den eigenen vier Wänden zu prüfen, ob man auf die zunehmenden Unwetter ausreichend vorbereitet ist. Anfangen könne dies bereits mit einer entsprechenden Gebäude- und Elementarversicherung. Hintergrund ist, dass bei Wasser, das in den Keller läuft, die Hausrat-Versicherung nicht zahlt. Eine entsprechende Versicherung für diesen Fall sei aber ratsam. „Durch die hohen Temperaturen und den sturzflutartigen Regen kann der Boden das Wasser gar nicht so schnell aufnehmen und auch die Kanalisationen sind dann überfordert“, erklärt Kühle. Dann fließe das Wasser in die Keller.
Um das zu verhindern, sollten regelmäßig auch die Rückstauklappen kontrolliert werden. Sie sollen verhindern, dass bei einer gefluteten Kanalisation das Wasser zurück ins Gebäude drücken kann. Eine weitere Möglichkeit sind Tauchpumpen, die es unter anderem in Baumärkten zu kaufen gibt. „Wenn Wasser langsam in den Keller läuft, sollte man nicht dabei zusehen, wie das Wasser steigt, sondern selbst tätig werden, sofern man sich nicht selbst in Gefahr bringt“, sagt Kühle.

Wer weiß, dass es immer wieder Probleme nach Starkregen an Kellerfenstern, Türen oder Garagen gibt, kann sich auch Sandsäcke für den Ernstfall bereitlegen. Dann solle Sack und Sandkasten-Sand aber getrennt gelagert werden.

Grundsätzlich empfiehlt die Feuerwehr, Warn-Apps wie BiWapp und Katwarn zu nutzen und die Wetterlage genau zu beobachten. Die Kreisfeuerwehr warnt außerdem bei schweren Unwettern auf ihrer Facebookseite.

Grundsätzlich arbeite die Feuerwehr bei großen Unwetterlagen die Notrufe von wichtig, beispielsweise Menschenleben in Gefahr, bis weniger wichtig wie wenige Zentimeter Wasser im Keller ab. Wer beispielsweise mit Pumpen selbst tätig werden könne, solle dies tun. Wenn aber elektrische Anlagen unter Wasser stehen, gehe die eigene Sicherheit vor. Dies gelte auch bei großen eindringenden Wassermassen.

 

Dieser Artikel ist in der HNA Northeim/Uslar erschienen

In den kommenden Tagen werden nicht nur ergiebige Regenfälle in der Region erwartet, sondern es kommt auch immer wieder zu Gewittern. Für den Landkreis Northeim gilt folgende Warnung bis Dienstagmittag, 12 Uhr: Es tritt ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 80 l/m² erreicht.

Vielleicht kennen Sie aus Großmutters Zeiten den Satz „Eichen sollst du weichen, Buchen musst du suchen“. Bitte vergessen Sie diesen Merksatz, der im Ernstfall lebensgefährlich werden kann. Blitze suchen sich aus den Gewitterwolken den kürzesten Weg zur Erde, hohe Gebäude, Strommasten oder eben Bäume in exponierten Lagen sind ideal für Gewitterzellen und stellen deshalb ein besonderes Risiko dar. Jährlich kommen laut Feuerwehr-Unfallkasse Nord zwischen fünf und zehn Menschen durch Blitzschlag ums Leben. Das kann durch einfache Hinweise vermieden werden.

  1. Ist Gewitter vorhergesagt, sollten Sie den Aufenthalt im Freien meiden. Das Auto wirkt als faradayscher Käfig und ist deshalb sicher. Da bei schweren Unwettern aber auch Bäume umstürzen und Dachziegel von Häusern fliegen können, sind feste Gebäude vorzuziehen.
  2. Gibt es keinen festen Unterstand, so suchen Sie den tiefsten Punkt im Gelände auf, das können Mulden, Talsenken oder Gräben sein. Dort sollten Sie in die Hocke gehen und die Beine mit den Armen umfassen. Meiden Sie nahe stehende Bäume!
  3. Leitende Teile wie Metallzäune, außerdem zu Waldrändern und Baumgruppen einen Abstand von mindestens drei Metern halten
  4. Veranstaltungen wie Fußballspiele oder sonstige Wettkämpfe auf freier Fläche sollten bei herannahendem Gewitter abgebrochen werden. Dort kommt es immer wieder zu Unfällen durch Blitzschlag. Insbesondere die Nähe zu Fluchtlicht- und Fahnenmasten ist gefährlich.
  5. Ein aufgespannter Regenschirm sollte bei Gewitter vermieden werden.
  6. Die Entfernung des Gewitters kann durch die Zeit vom Blitz bis zum Donner errechnet werden. Die Anzahl der Sekunden * die Schallgeschwindigkeit von 343m/sek.
  7. Vom Blitz getroffenen Personen muss schnell geholfen werden. Meist tritt der Atemstillstand neben schweren Verbrennungen ein, die Erste Hilfe kann über Leben und Tod entscheiden. Immer jedoch auch die eigene Sicherheit beachten!
  8. Beobachten Sie den Warnverlauf vor Unwettern in Apps wie vom Deutschen Wetterdienst genau.

Bei Starkregen gilt außerdem: Kleine Bäche können sich bei heftigen Wolkenbrüchen in Sekundenschnelle in reißende Flüsse verwandeln. Halten Sie sich deshalb bei Starkregen nicht in Kellern auf. Hier kann das Wasser durch Fenster oder durch einen Rückstau aus der Kanalisation in kürzester Zeit gefährlich werden.

Berlin – Frühlingshafte Tage locken spätestens an den Osterfeiertagen zum Grillvergnügen im Garten und auf dem Balkon. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) appelliert, gedankenlosen Leichtsinn zu vermeiden. „Planen Sie umsichtig, grillen Sie sicher und achten Sie auch nach Ende des Grillabends auf mögliche Gefahren“, rät DFV-Vizepräsident Hermann Schreck, „so können Sie schmerzhafte Verbrennungen oder Vergiftungen durch Kohlenmonoxid vermeiden!“

Die Feuerwehren geben acht wichtige Tipps für Ihr Grillvergnügen:

  • Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat. Bauen Sie keine Behelfskonstruktionen.
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen (Erde, Sand, Steine) rund um den Grillplatz.
  • Beaufsichtigen Sie den Grill – vor allem, wenn Kinder in der Nähe sind. So können Verletzungen vermieden werden.
  • Gießen Sie niemals Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten in die Glut! Die dabei entstehende Stichflamme führt zu gefährlichen Verbrennungen.
  • Bei Verbrennungen gilt: Kühlen Sie Brandwunden kleineren Ausmaßes maximal zehn Minuten lang mit Wasser (kein Eis, kein eiskaltes Wasser). Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort Hilfe über den Notruf 112!
  • Auch wenn schlechtes Wetter Sie aus dem Garten oder vom Balkon vertreibt – grillen Sie nie in geschlossenen Räumen. Auch zum Abkühlen hat der erloschene Grill hier nichts verloren: Es besteht Lebensgefahr durch tödliche Brandgase!
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote (zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten).
  • Wenn die Party vorbei ist, lassen Sie die Asche komplett abkühlen, ehe Sie sie entsorgen – aber nie in Kartons oder Plastikbehälter.

Hannover. Sobald die Temperaturen endlich wieder milder werden, lockt es viele Motorradfahrer auf die Straßen. Gerade zum Start der Motorradsaison sind die Gefahren enorm – jedes Jahr ereignen sich in Deutschland viele schwere Unfälle. Laut Verkehrsunfallstatistik 2018 stieg die Anzahl an Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht an, teilt der ADAC in einer Pressemitteilung mit.