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Einen sehr Einsatzintensiven Montag erlebten die Feuerwehren im Landkreis Northeim zu beginn dieser Woche.

Das Sturmtief „Axel“ zog über Deutschland hinweg und brachte auch dem Landkreis Northeim viel Regen und Arbeit.

Besonders betroffen waren im Landkreis Northeim die Gebiete Bad Gandersheim, Dassel, Katlenburg-Lindau, Nörten-Hardenberg und Einbeck. Hier rückten die Feuerwehren fast Minütlich zu neuen Einsätzen wegen des Unwetters aus.

Im Bereich Bad Gandersheim, welches ziemlich genau vor einem Jahr schon 2x hart von einem Unwetter getroffen wurde, kam es wieder zum äußersten. So traf es wieder Ackenhausen und Altgandersheim hier lief das Wasser wieder von den Bergen durch die Ortschaften und setzte die Ortskerne unter Wasser. In Altgandersheim war auch wieder die Feuerwehr selbst und auch die Turner-Musik Akademie betroffen. Doch in diesem Jahr glücklicherweise nicht ganz so stark, lediglich „10cm“ stand das Wasser hier im Keller. Ebenfalls waren zahlreiche Straßen und auch Keller voll Wasser und Schlamm gelaufen, die durch die Feuerwehrkräfte bis weit in den Dienstag gesäubert und leer gepumpt werden mussten. Weiterhin wurden in Altgandersheim zwei PKW´s vom Wasser überrascht und mussten mit einem Totalschaden aufgegeben werden.

In der Stadt Bad Gandersheim wurden einzelne wichtige Punkte entlang der Gande mit Hilfe von Sandsäcken geschützt. Ebenfalls gab es einige kleinere Einsatzstellen im Bereich der Hildesheimerstr. wo Keller überflutet wurden. In Ackenhausen gab es das gleiche Bild wie in Altgandersheim. Wassermassen flossen durch die Straßen und den ganzen Ort und setzten Gebäude und Keller voll Wasser. Dank eines im Vorjahr angelegten Sandsack Depot konnte die Feuerwehr hier schnell den Anwohnern helfen und deren Gebäude vor größeren Schaden bewahren.

Im Bereich Dassel waren besonders die Orte Mackensen und Sievershausen betroffen. Hier glich sich das Bild mit dem im Bereich Bad Gandersheim. Auch hier forderten die Wassermassen die binnen weniger Minuten vom Himmel kamen ihren Tribut. Zahlreiche Keller und Gebäude liefen voll Wasser und Schlamm und forderten viel Geduld und Zeit von den Feuerwehrkräften.  Außerdem waren zahlreiche Straßen überschwemmt und mussten durch die Feuerwehr und Straßenmeisterei gesperrt und gesäubert werden.

Am Bauhof in Dassel, wurde durch den 4. Zug der Feuerwehrbereitschaft 1 eine Sandsackfüllmaschiene in den Einsatz gebracht. Hier wurden Zentral für das Gesamte Dasseler Stadtgebiet Sandsäcke gefüllt und im Anschluss verteilt. Auch hier zogen sich die Einsätze bis in den frühen Dienstagmorgen.

Weiterhin war das Gebiet Einbeck betroffen. Hier kam es in der Kernstadt zu kleineren Unwetterschäden. Der Bereich Otto-Hahn Str. wurde von Schlamm überflutet und auch die Verbindung von Einbeck nach Volksen und Garlebsen-Ippensen wurde vom Schlamm und Wasser für den Verkehr unpassierbar.

Da das Sturmtief Axel auch mit schweren Gewittern über den Landkreis zog, kam es in der Einbecker Innenstadt noch zu einem Gebäudebrand. Hier Schluss der Blitz am Marktplatz in ein Gebäude ein. Doch glücklicherweise kam es dort zu keinem Gebäudebrand! Die Feuerwehr untersuchte das gesamte Gebäude mit Hilfe einer Wärmebildkamera und konnte ziemlich schnell Entwarnung geben.

Weitere Einsatzstellen im Bereich Einbeck gab es noch in: Naensen, Holtershausen, Greene, Brunsen und Vogelbeck. Auch hier waren die Feuerwehren teilweise im Dauereinsatz oder Standen in ihren Gerätehäusern in Bereitschaft.

Weitere kleine Einsatzstellen gab es noch im Bereich Nörten-Hardenberg, Uslar und Katlenburg-Lindau, sodass im gesamten Landkreis Northeim über 300 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz waren.

 

Anmerkung der Pressegruppe: Da es am Montagabend zu einer Vielzahl an Einsätzen gekommen ist und diese im gesamten Landkreis anzutreffen waren, sehen Sie es uns bitte nach das Wir nicht zu jedem Einsatz einen Bericht verfassen oder jede im Einsatzbefindliche Ortswehr auflisten. 

 

In den kommenden Tagen werden nicht nur ergiebige Regenfälle in der Region erwartet, sondern es kommt auch immer wieder zu Gewittern. Für den Landkreis Northeim gilt folgende Warnung bis Dienstagmittag, 12 Uhr: Es tritt ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 80 l/m² erreicht.

Vielleicht kennen Sie aus Großmutters Zeiten den Satz „Eichen sollst du weichen, Buchen musst du suchen“. Bitte vergessen Sie diesen Merksatz, der im Ernstfall lebensgefährlich werden kann. Blitze suchen sich aus den Gewitterwolken den kürzesten Weg zur Erde, hohe Gebäude, Strommasten oder eben Bäume in exponierten Lagen sind ideal für Gewitterzellen und stellen deshalb ein besonderes Risiko dar. Jährlich kommen laut Feuerwehr-Unfallkasse Nord zwischen fünf und zehn Menschen durch Blitzschlag ums Leben. Das kann durch einfache Hinweise vermieden werden.

  1. Ist Gewitter vorhergesagt, sollten Sie den Aufenthalt im Freien meiden. Das Auto wirkt als faradayscher Käfig und ist deshalb sicher. Da bei schweren Unwettern aber auch Bäume umstürzen und Dachziegel von Häusern fliegen können, sind feste Gebäude vorzuziehen.
  2. Gibt es keinen festen Unterstand, so suchen Sie den tiefsten Punkt im Gelände auf, das können Mulden, Talsenken oder Gräben sein. Dort sollten Sie in die Hocke gehen und die Beine mit den Armen umfassen. Meiden Sie nahe stehende Bäume!
  3. Leitende Teile wie Metallzäune, außerdem zu Waldrändern und Baumgruppen einen Abstand von mindestens drei Metern halten
  4. Veranstaltungen wie Fußballspiele oder sonstige Wettkämpfe auf freier Fläche sollten bei herannahendem Gewitter abgebrochen werden. Dort kommt es immer wieder zu Unfällen durch Blitzschlag. Insbesondere die Nähe zu Fluchtlicht- und Fahnenmasten ist gefährlich.
  5. Ein aufgespannter Regenschirm sollte bei Gewitter vermieden werden.
  6. Die Entfernung des Gewitters kann durch die Zeit vom Blitz bis zum Donner errechnet werden. Die Anzahl der Sekunden * die Schallgeschwindigkeit von 343m/sek.
  7. Vom Blitz getroffenen Personen muss schnell geholfen werden. Meist tritt der Atemstillstand neben schweren Verbrennungen ein, die Erste Hilfe kann über Leben und Tod entscheiden. Immer jedoch auch die eigene Sicherheit beachten!
  8. Beobachten Sie den Warnverlauf vor Unwettern in Apps wie vom Deutschen Wetterdienst genau.

Bei Starkregen gilt außerdem: Kleine Bäche können sich bei heftigen Wolkenbrüchen in Sekundenschnelle in reißende Flüsse verwandeln. Halten Sie sich deshalb bei Starkregen nicht in Kellern auf. Hier kann das Wasser durch Fenster oder durch einen Rückstau aus der Kanalisation in kürzester Zeit gefährlich werden.

Edesheim / Stadt Northeim (hl) Heimrauchmelder-Auslösung und starke Rauchentwicklung in der Hinterdorfstraße in Edesheim.  Kurze Zeit später Sirenenalarm. Das dieser Alarm zu einer Einsatzübung gehört, wird erst klar, als die Feuerwehrleute aus Edesheim, vier Minuten nach dem Alarm am Einsatzort eingetroffen waren.

Ortsbrandmeister Sven Fricke und sein Stellvertreter Christoph Hundertmark, hatten sich den ehemaligen Kindergarten und Jugendraum als Übungsobjekt ausgesucht.

Nach dem Eintreffen der Ortsfeuerwehr Edesheim, baute diese eine Wasserversorgung vom Unterflurhydranten zum Mittlerem-Löschfahrzeug auf.  Ein Trupp betrat unter Atemschutz den Jugendraum zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung. Weiterhin mussten die Feuerwehrleute ausEdesheim eine Person mittels Steckleiter vom Flachdach des Gebäudes retten.

Die Ortsfeuerwehr Hohnstedt, die nach weiteren vier Minuten an der Einsatzstelle eintraf, übernahm einen weiteren Einsatzabschnitt im alten Kindergarten. Dort retteten die zwei Atemschutztrupps weitere Personen aus den verrauchten Räumen und übernahmen die Brandbekämpfung.

Die ebenfalls alarmierte Ortsfeuerwehr Langenholtensenverlegte eine 300 Meter lange B- Schlauchleitung  von einer 250 er Haupttransportleitung in Richtung Übungsobjekt, um den Wasserwerfer auf dem Tanklöschfahrzeug von Langenholtensen mit Wasser zu versorgen. Weitere Kameradinnen und Kameraden unterstützten die eingesetzten Kameraden bei der Personenrettung und der Brandbekämpfung.

Von den acht Trupps mit Atemschutz wurden fünf Personen aus dem Gebäude gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Weiterhin wurden ein C-Rohr im Jugendraum, ein C-Rohr im Kindergarten und ein Wenderohr vom Tanklöschfahrzeug zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Nach der Übung bedankte sich Sven Fricke bei den eingesetzten Kameradinnen und Kameraden für die Übung,die keine gravierenden Fehler gezeigt hat. Weiterhin bedankte er sich bei den Johannitern und der Firma Rückbau-Weserbergland für die Bereitstellung des Übungsobjektes und den Kameraden der Ortsfeuerwehr Hammenstedt für die Bereitstellung der Verletzten Personen.

Text und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim

 

Lutterhausen / Bundesstraße 241(hl)  Am 11.05.2019 gegen 23:06 Uhr wurden die Feuerwehren Lutterhausen und Hardegsen über Digitale Funkmeldeempfänger und Sirene zu einem Hilfeleistungseinsatz nach einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person alarmiert. Ebenso ein Notarzt aus Northeim und ein Rettungswagen aus Nörten-Hardenberg.

Ein 49-jähriger  Sprinter-Fahrer aus dem Raum Hardegsen befuhr mit seinem Mercedes Sprinter die Bundesstraße 241 von Moringen kommend, in Richtung Lutterbeck. Im Ausgang einer Linkskurve kam er, laut Polizei, von der Fahrbahn ab, geriet auf den Grünstreifen und kam anschließend im Böschungsbereich in einen Graben zum Stehen. Da das Fahrzeug mit der Fahrerseite im Graben lag und der Fahrer nicht alleine aus dem Fahrzeug gerettet werden konnte, wurde die Feuerwehr alarmiert.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister von Hardegsen, der als erster an der Einsatzstelle eingetroffen war, verschaffte sich einen ersten Überblick. Die nachfolgenden Einsatzkräfte aus Lutterhausenkümmerten sich mit den Ersthelfern bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungsdienstes um den nicht eingeklemmten Fahrer. Die nachfolgenden Einsatzkräfte aus Hardegsen sperrten die Bundesstraße ab und leuchteten die Unfallstelle aus. Nachdem der Notarzt den Fahrer im Fahrzeug erstversorgt hatte, wurde er von den Feuerwehrkräften aus Lutterhausen und dem Rettungsdienst über die Beifahrerseite aus seinem Fahrzeug gerettet und zur weiteren Behandlung in den Rettungswagen des Arbeiter-Samariter-Bundes gebracht.

Der schwer verletzte Fahrer (es bestand keine Lebensgefahr) wurde mit Notarztbegleitung in die UNI-Klinik nach Göttingen gebracht. Die Feuerwehrkräfte kontrollierten anschließend ob Betriebsstoffe ausgelaufen waren. Am Fahrzeug entstand laut Polizei ein Schaden von etwa 8.000 €. Bis zur Bergung des Fahrzeugs  wurde die  Unfallstelle weiterhin von der Feuerwehr ausgeleuchtet und die Bundesstraße voll gesperrt.  Im Einsatz waren 20 Feuerwehrleute aus Lutterhausen, 14 Feuerwehrleute aus Hardegsen, zwei Polizeibeamte, ein Notarzt und zwei Rettungsassistenten.

Kurzbericht und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim

 

Wie für viele Feuerwehren stellt auch für die Stützpunktfeuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte die Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage eine Vielzahl an Einsätzen dar. In der Regel sind dies Fehlalarme. Immer wieder zeigt sich allerdings, dass auch ein Realfall dahinter stecken kann – dadurch werden Brände sehr früh erkannt.

Wo sich Handlungsabläufe immer wiederholen, entsteht Routine – auch die Feuerwehr kann sich davon nicht freisprechen. In vielen Einsätzen ist das sicherlich von Nützlichkeit, denn Routine schafft Sicherheit, beispielsweise beim Anlegen der Atemschutzgeräte. Allerdings sollte dieser Standard keine Auswirkungen darauf haben. wie der Einsatzleiter die Lage beurteilt, denn dies ist bei jedem Objekt und jeder Situation anders. „Alles kann, nichts muss“ heißt es in der Notfallmedizin – auch für Feuerwehreinsätze ein denkbarer Spruch. Die BMA die sonst, wie die ganzen Male davor in der Nacht um 4 Uhr einfach zurück gestellt werden muss, enthüllt plötzlich einen Zimmerbrand – einer von vielen Gründen, jeden Einsatz ernst zu nehmen und sich im Kopf auf alle Situationen vorzubereiten.

Um nicht in die negative Art der Routine zu fallen, führt die Feuerwehr Nörten Mitte regelmäßig Übungen durch, um genau diese Denkweise wieder anzuregen, um auf alles vorbereitet zu sein. Diesmal wurde eine BMA-Auslösung in einer Halle einer Firma simuliert. Beim Eintreffen erfuhren die Kräfte allerdings, dass es es diesmal wohl kein Fehlalarm ist…

Wir waren für euch dabei und haben einige Fotos mitgebracht. Ebenfalls eingefügt haben wir unter den Fotos den Einsatzbericht der Feuerwehr Nörten Mitte.

Am 06.05.2019 wurden wir gegen 17:56 Uhr zu einer Ausgelösten Brandmeldeanlage in die Jochen-Busch-Straße gerufen. An der Einsatzstelle angekommen, wurde die Brandmeldeanlage inspiziert und sich die Lagekarten genommen. Im hinteren Bereich (Lagerbereich) waren mehrere Melder aufgelaufen. Der Fahrzeugführer des HLF Nörten lies die anrückenden Fahrzeuge im hinteren Bereich des Hofes Aufstellung nehmen. Mehrere Trupps unter Atemschutz wurden in das Gebäude zur Erkundung geschickt. Aufgrund der Einsatztiefe und Größe des Objektes wurden die Feuerwehren Parensen (Atemschutz Reserve) und Sudershausen (Atemschutzdokumentation) nachalarmiert. Beide Feuerwehren konnten kurze Zeit später zum Einsatz kommen. Ebenfalls wurde für die Ortsfeuerwehr Nörten Mitte Vollalarm ausgelöst. Neben einer verletzten Person musste 1 Trupp unter Atemschutz gerettet werden. Im Nachgang bedankte sich die Geschäftsführung der ansässigen Firma mit einem kleinen Imbiss bei allen für die geleistete Arbeit und deren Einsatz. Einsatzende war gegen 20:30 Uhr. Ein besonderer Dank gilt auch der Kreispressegruppe des Landkreises Northeim, welche uns dabei unterstützt hat.

Northeim / Stadt Northeim (hl) Die Schwerpunktfeuerwehr Northeim präsentierte sich auf der NOM-MOT in Northeim. In der Fußgängerzone in der Nähe der Kreissparkasse stellten einige Feuerwehrleute der Schwerpunktfeuerwehr Northeim, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug  (HLF 20/16), eine Drehleiter (DLAK 23/12), einen Einsatzleitwagen (ELW 1) und einen Mannschafttransportwagen MTW) vor.

Weiterhin führten sie einen Hilfeleistungseinsatz nach einem Verkehrsunfall vor. Die Feuerwehrleute zeigten den zahlreichen interessierten Zuschauern, wie so ein Einsatz abläuft, bei dem eine Person eingeklemmt ist und von der Feuerwehr mittels Hydraulischen Rettungsgeräten aus dem verunfalltem Fahrzeug befreit wird. Der Einsatzablauf und die eingesetzten Gerätschaften, wurden den Zuschauern über Lautsprecher vorgestellt. Nach dem Übungseinsatz wurden die eingesetzten Gerätschaften den Zuschauern erklärt. 

Text und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim  

Am 06.05.2019 gegen 14:34 Uhr wurde die Schwerpunktfeuerwehr Northeim zu einem Zimmerbrand in Northeim in die Erich-Kästner-Schule in Northeim, Sudheimer Straße, alarmiert. Nachdem die ersten Einsatzkräfte und der Brandmeister vom Dienst (Einsatzleiter) an der Einsatzstelle eingetroffen waren stellte sich heraus, dass es in einer der Küchen der Erich-Kästner-Schule brennt.

In dem Gebäude herrschte eine starke Rauchentwicklung. Daraufhin ließ der Einsatzleiter die Alarmstufe für die Ortsfeuerwehr Northeim erhöhen und zur Verstärkung die Werkfeuerwehr ContiTech aus Northeim mit alarmierten. Mehrere Atemschutztrupps begaben sich in das Gebäude um die einzelnen Räume nach Personen zu durchsuchen. Zwei Trupps begaben sich mit einem C-Rohr und einigen Kleinlöschgeräten (CO2 Löscher) in die Küche und löschten die angebrannten Küchengeräte. Diese wurden von den Atemschutztrupps anschließend nach draußen gebracht. Das Gebäude wurde mit einem Hochleistungslüfter der Werkfeuerwehr belüftet.

In der Zwischenzeit wurde die Schule durch die Feuerwehr und die Polizei evakuiert, sowie MANV 12 für den Rettungsdienst ausgelöst, da  noch nicht genau feststand, um wie viele Verletzte es sich handelt. Im Einsatz waren etwa 95 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Notärzten und Polizei. Der entstandene Sachschaden konnte noch nicht genau ermittelt werden. Die Personen wurden von Notärzten und dem Rettungsdienst untersucht und betreut.

Kurzbericht und Fotos: Horst Lange, Kreisfeuerwehr Northeim

Sievershausen. Alarm am 08.05.2019 gegen 7.50 Uhr für die Orts-Feuerwehren  Sievershausen und Dassel.  Es wurde ein Küchenbrand im Sollingtor in Sievershausen gemeldet. Laut ersten Angaben vom Stadtbrandmeister Harald Sehl wurde ein Küchenbrand in einem Wohnhaus gemeldet in dem sich noch eine Person befinden sollte – die auch selbst den Notruf abgesetzt hat wobei der Notruf plötzlich abgebrochen war.

Daher rückten auch der Rettungsdienst des DRK aus Northeim und ein Notarzt aus Uslar und auch die Polizei mit zwei Beamten zur angegebenen Einsatzstelle aus. In der Zwischenzeit landete auch der mit alarmiertem Rettungshubschrauber mit Notarzt die sich um die in der Wohnung befeindete Frau kümmerten, da sie vermutlich eine Rauchvergiftung davon getragen hat.

Als die Feuerwehr die Wohnung unter schweren Atemschutz betrat bemerkten sie Rauch in der Wohnung. Die Ursache fanden sie schnell in der Küche. In einer Küchenzeile war ein Plastikmülleimer aus unerklärlichen Gründen in Brand geraten und hat zu schmoren begonnen. Er  wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht. Die Frau wurde vom Rettungsdienst und   Notarzt untersucht und vorsorglich mit ins Krankenhaus Northeim genommen. 

Anschließend wurde das Haus mit einem Hochdrucklüfter belüftet. Zum Glück entstand nur geringer Sachschaden. Letztlich waren alle Einsatzkräfte erleichtert, dass die Sache so glimpflich ausgegangen 

war. 

Text und Fotos: Peter Kitzig, Einbecker Morgenpost

Am Samstag den 04.05.2019 führte die Ortsfeuerwehr Bad Gandersheim unter Leitung von Zugführer Dennis Ahrenhold ihren 2. Workshop an einem Wochenende in diesem Jahr durch.

Als Thema stand dieses Mal „Einsatztaktik mit der Drehleiter“ auf dem Plan. In den ersten zwei Unterrichtseinheiten wurde über aktuelle Themen gesprochen und das nötige Wissen zu den Themen: Hindernisse, Abstützung, Untergrund und Sicherheit wieder aufgefrischt.

All dieses findet sich in der HAUS-Regel wieder, die jeder Drehleitermaschinist in Einsatz und Ausbildung sicher beherrschen muss. Die weiterenUnterrichtseinheiten standen ganz im Zeichen der praktischen Ausbildung.

So wurden alle technischen Geräte und Anbauteile mit den Teilnehmern an der Drehleiter montiert und in Betrieb genommen, um altes Wissen wieder aufzufrischen.

Dazu wurde auch ein Ausfall des Fahrzeugmotors und der Fahrzeugelektrik während des Leiterbetriebes simuliert, wo ein weiteres Arbeiten nur im Notbetrieb möglich ist.

Die Ausbilder Jens Schrader und Dennis Ahrenhold hatten sich im Vorfeld für die weitere praktische Ausbildung an verschiedenen Objekten in der Stadt Bad Gandersheim Szenarien überlegt, die es für die 9erfahrenen Drehleitermaschinisten und 4 zukünftige Drehleitermaschinisten zu bewältigen gab.

So galt es im Teamwork z.B. Engstellen zu durchfahren, den richtigen Aufstellort für die Drehleiter zu finden, die Schleifkorbtrage hängend unter dem Rettungskorb an ihr Ziel zu bringen und das Arbeiten mit dem Gelenk bei maximaler Rettungshöhe.

Die gestellten Aufgaben wurden unter den Augen der Ausbilder zur vollsten Zufriedenheit durch die Kameradin und Kameraden abgearbeitet.

Bedanken möchte sich die Feuerwehr Bad Gandersheim bei Mundus Senioren- Haus Eterna, dem Roswitha Gymnasium, der Stadt Bad Gandersheim und der Niedersächsischen Behörde für Straßenbau für die zur Verfügungsstellung ihrer Objekte, an denen an diesem Tag geübt worden konnte.

In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Aus- / Weiterbildungunbedingt nötig ist, um alle Funktionen dieses Fahrzeuges sicher, schnell und effizient im Einsatz sowie auch im Ausbildungsdienst nutzen zu können.

Ein Dank ging auch noch an die Ausbilder für die gute Vorbereitung und Organisation des Taktikworkshops mit der Drehleiter.

Einbeck. Rege Betriebsamkeit herrschte am Freitagabend in der Hullerser Landstraße. Grund hierfür war eine Feuerwehrübung der Schwerpunkt Feuerwehr Einbeck. Das simulierte Unglück – Szenario, an dem insgesamt 40 Kameraden mit zwei Drehleitern teilnahmen, sah eine Explosion mit Brandausbruch in der Tischlerei Hesse vor. Außerdem galt es gleich vier Verletzte mit den beiden eingesetzten Drehleitern vom Dach zu retten.

Aus unbekannter Ursache ist es zu einer Schadensfeuer im Werkstattbereich des Firmengebäudes der Tischlerei gekommen. Mehrere Arbeiter wurden vermisst, durch zeitgleicher Dacharbeiten und der eingetretenen Explosion. Einsatzleiter und Zugführer Frank Schwarz sowie auch der kommissarische Ortsbrandmeister Helmut Böttcher  legten den Fokus auf gleich mehrere Aspekte. Die stattfindenden Übungen sollen die Zusammenarbeit der Kameraden fördern. Zudem versprechen sich die Verantwortlichen und auch Stadtbrandmeister Lars Lachstädter von solchen Szenarien bessere Kenntnisse in den Firmen, wenn es einmal zu einem Ernstfall kommen sollte. Nach gut zwei Stunden erklärte Einsatzleiter Frank Schwarz und der kommissarische Ortsbrandmeister Helmut Böttcher die Übung für erfolgreich beendet. Eine detaillierte Besprechung der Übung, folgte im Anschluss.

Text und Fotos: Peter Kitzig, Einbecker Morgenpost