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Feuerwehr Northeim

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Noch nicht einmal 300 Tage ist das Jahr alt, über 365 Einsätze hat die Feuerwehr Northeim aber schon hinter sich gebracht. Damit das klappt, ist viel Organisation im Hintergrund notwendig.

Mit 428 Einsätzen in 2017 liegt ein Rekordjahr hinter den Brandschützern der Kreisstadt. Das könnte auch in diesem Jahr so kommen, berichtet Daniel Kühle, stellvertretender Zugführer der Feuerwehr Northeim und Gruppenführer der zweiten Gruppe, im Gespräch mit der HNA. „Es ist unklar, was jetzt im Herbst und Winter noch passiert“, sagt Kühle. 75 Tage habe das Jahr schließlich noch.

Dass diese Vielzahl an Einsätzen, statistisch gesehen ist es mehr als einer pro Tag, von der Freiwilligen Feuerwehr überhaupt bewältigt werden kann, liegt an mehreren Faktoren. „Wir bieten eine umfangreiche Ausbildung an, es braucht aber auch eine hohe Motivation in der Truppe“, betont Kühle. Diese finde unter anderem in den vier Löschgruppen statt. „Genauso wichtig ist es aber, die Familien der Einsatzkräfte mit in das Feuerwehrleben einzubinden wie beim regelmäßigen Familientag. Die Familien müssen solidarisch hinter unseren Mitgliedern stehen, sonst wäre so ein Engagement gar nicht möglich.“

Der Antrieb für dieses häufig nicht planbare Engagement rund um die Uhr finde sich schon im Namen der Feuerwehr Northeim. „Deine Stadt, deine Heimat, deine Feuerwehr – für diese Punkte setzen wir uns uneingeschränkt ein“, so Kühle. Bei 365 Einsätzen wolle man sich aber auch bei denen entschuldigen, die „genervt sind vom vielen Martinshorn“, sagt der Gruppenführer mit einem Augenzwinkern in Richtung der durchaus auch negativen Kommentare in den Sozialen Netzwerken. „Respekt vor den vielen Einsatzkräften, die sich ehrenamtlich und unentgeltlich für ihre Mitbürger engagieren, das ist unser Wunsch und unser Antrieb“, verrät Kühle.

Logistische Leistung

Die Freiwillige Feuerwehr Northeim kann auf rund 100 Einsatzkräfte in der Kernstadt zurückgreifen. Jeden Monat kommt ein neues Mitglied dazu. „Wir hatten viele Quereinsteiger, die fest mit Job und Wohnort im Leben stehen, was für uns natürlich ideal ist“, berichtet Kühle. Sie alle werden aber nicht zu jedem Einsatz gerufen. „Wir haben drei verschiedene Alarmgrupen für kleinere Sachen wie Türöffnungen und kleine Ölspuren, wo rund 20 Kräfte kommen über größere Einsätze mit 60 Kräften bis hin zum Sirenenalarm mit knapp 100“, erklärt Daniel Kühle.

Wer sich ebenfalls für die Northeimer Feuerwehr stark machen möchte, der kann das als aktives Mitglied, also als jemand, der ausgebildet wird und Einsätze mitfährt, ebenso tun wie mit einer Mitgliedschaft im Förderverein der Feuerwehr. Weitere Informationen und Eintrittsformulare gibt es im Internet.

www.feuerwehr-northeim.de

Northeim. Erneuter Einsatz am Freitagmittag für die Feuerwehr Northeim: Im Brunkelskamp stand eine Fritteuse in einer Küche in Flammen. Drei Hausbewohner mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung behandelt werden.

Um 12.40 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Brand alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Gebäude stark verraucht. Die Feuerwehr hat die Fritteuse unter Atemschutz aus dem Gebäude getragen und die Flammen gelöscht. Die Küche wurde bei dem Feuer nach ersten Erkenntnissen schwer beschädigt.
Die Feuerwehr war mit über 20 Einsatzkräften vor Ort, darunter auch Kreisbrandmeister Bernd Kühle und Stadtbrandmeister Günther Brünig, sowie der Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen.