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Am 27.06.2019 wurde gegen 10:47 Uhr der Leitstelle in Northeim über  Notruf eine defekte Gasleitung in Echte, „Am Kaspul“ in Höhe „Am Thieh“ gemeldet. Ein Bagger hatte bei Erdarbeiten auf dem Fußweg eine Gasleitung beschädigt. Die Arbeiter verständigten die Hausbewohner und die Leitstelle in Northeim. Die wiederrum die Feuerwehr Echte über Digitale Funkmeldeempfänger alarmierte.

Kurze Zeit später waren 8 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort und sperrten die Einsatzstelle weiträumig ab. Nachdem die Gasleitung von den Arbeitern abgeschiebert worden war, bestand keine Gefahr mehr. Die weiteren Arbeiten werden von dem Energieversorger übernommen.

Nach etwa 30 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehr beendet. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden.

Das laufende Wochenende inklusive des Freitags ist für die Feuerwehren in der Gemeinde Kalefeld von einem starken Einsatzaufkommen geprägt. Wir fassen die aktuellen Geschehnisse zusammen.

Freitagmorgen: Brennender LKW auf A7

Ein LKW aus dem Kreis Goslar hat am Freitagmorgen gegen 9.10 Uhr auf der A7 Feuer gefangen. Das Fahrzeug geriet zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Echte auf Höhe des Parkplatzes Am Bierberg in Brand.

Die alarmieren Feuerwehren aus Echte und Kalefeld sowie die Feuerwehren Bad Gandersheim und Northeim konnten das Feuer schnell löschen. Rund 50 Kräfte waren im Einsatz. Ebenfalls alarmiert war die Feuerwehr Seesen – sie konnte die Einsatzfahrt abbrechen.

Die A7 war für die Lösch- und Bergungsarbeiten zwischenzeitlich in beiden Richtungen voll gesperrt. Anrückende Einsatzfahrzeuge hatten insbesondere in Edesheim Schwierigkeiten, zügig voranzukommen, da erneut zahlreiche LKW das dortige Fahrverbot missachtet hatten.

Fotos: Mennecke/Kreisfeuerwehr

Freitagabend: Lagerfeuer und Ölspur lösen Einsatz aus

Eine Ölspur in Echte, auf der Bundesstraße und auch auf der Autobahn hat am Freitagnachmittag kurz vor 17 Uhr den Einsatz der Feuerwehr Echte sowie der Via Niedersachsen erfordert. Ein noch unbekannter Verkehrsteilnehmer hatte Diesel verloren und eine Spur unter anderem im Bereich der Autobahnauf- und Abfahrten gezogen. Die Feuerwehr Echte hat die Spur in ihrem Zuständigkeitsbereich entfernt und in Zusammenarbeit mit der Polizei die entsprechenden Behörden informiert.

Fotos : Falk/Feuerwehr Echte

Ein Freiflächenbrand hat am Freitagabend kurz nach 22 Uhr den Einsatz der Feuerwehren aus Sebexen und Kalefeld erfordert. Ein Anrufer hatte Flammen oberhalb des Klärwerks zwischen Kalefeld und Sebexen gesehen. Der Feuerschein stellte sich als Lagerfeuer heraus.

 

Samstagnachmittag: Brennende Hecke

Eine brennende Hecke in Kalefeld hat am späten Samstagnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Die brennende Hecke im Kalefelder Mühlenstieg grenzt direkt an zwei Wohnhäuser, weshalb ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude befürchtet werden musste. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr Kalefeld konnte dies verhindert werden. Ebenfalls alarmiert waren die Feuerwehr Echte, der Löschzug Süd, die DRK-Bereitschaft Altes Amt zum Eigenschutz, die Feuerwehr Bad Gandersheim samt Drehleiter und die Technische Einsatzleitung Nord/Ost. Schnell war klar, dass ein Großteil dieser Einheiten glücklicherweise nicht gebraucht wurde.

Fotos: Mennecke/Kreisfeuerwehr 

Insgesamt waren bei den Einsätzen über 100 Kräfte vor Ort.

Für eine bessere räumliche und technische Ausstattung für die Feuerwehren hat sich die Jugendfeuerwehr Echte um Jugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne stark gemacht.

Sie haben einen gemeinsam mit 23 Mädchen und Jungen verfassten Brief an Innenminister Horst Seehofer überreicht. Entstanden war die Idee dafür im diesjährigen Zeltlager am Steinhuder Meer, bei dem Kühne mit den Jugendfeuerwehrmitgliedern aus Echte ins Gespräch gekommen war.

Die zehn- bis 15- Jährigen drücken in ihrem Schreiben ihre Sorgen über die aktuelle Situation der Feuerwehren aus. Zwar investieren Städte und Gemeinden nach ihren finanziellen Möglichkeiten in die Ausstattung der Feuerwehren, allerdings seien diese auch bedingt durch Entschuldungsprogramme begrenzt. „Die Räumlichkeiten, sanitären Anlagen etc. entsprechen zum einen optisch und technisch nicht mehr den heutigen Standards, zum anderen gibt es häufig aber auch keine sogenannte Schwarz/ Weißbereichstrennung. Das bedeutet konkret: Einsatzkleidung, die nach Bränden mit Rauch kontaminiert ist, kommt schnell auch mit privater Kleidung in Kontakt“, heißt es
in dem Schreiben.

Außerdem wünschen sich die Jugendlichen, die in wenigen Jahren selbst in die Einsatzabteilung der Feuerwehr Echte übernommen werden, mehr Wertschätzung für ihre zukünftige und die jetzige Arbeit der freiwilligen Feuerwehrleute. Mögliche Option sei beispielsweise eine Ehrenamtscard, die Vergünstigungen beispielsweise beim Freibadbesuch ermöglichen. Das Modell der Ehrenamtscard gibt es bundesweit bereits vereinzelt, allerdings längst noch nicht flächendeckend.

An diesen Stellen wünschen sich die Nachwuchsfeuerwehrleute sowie die Jugendfeuerwehrführung eine bessere Unterstützung von Seiten des Bundes, damit die Feuerwehren von Morgen, in die die Mädchen und Jungen hineinwachsen, für die Zukunft gut aufgestellt sind. Möglich könne das unter anderem durch umfangreichere Förderprogramme für den Neubau oder die Sanierung von Feuerwehrhäusern oder die Co-Finanzierung von Fahrzeug-Neubeschaffungen werden.

Auch der Punkt Katastrophenschutz-Fahrzeuge kommt zur Sprache. „Unwetterereignisse, die in diesem Jahr auch unseren Heimatlandkreis Northeim durch Sturm und Starkregen mehrfach schwer getroffen haben, zeigen, dass der Bestand an Katastrophenschutzfahrzeugen weiter ausgebaut werden muss.“ Da die beschriebenen Situationen auf die Feuerwehren bundesweit übertragbar sind, haben sich die Nachwuchs-Brandschützer direkt an Innenminister Seehofer gewandt.

„Die kaum noch zählbaren Stunden an ehrenamtlicher Arbeit investieren wir alle gerne und mit Herzblut in unser Ehrenamt. Wir wünschen uns und den vielen anderen betroffenen Feuerwehren aber einen dafür würdigen Rahmen, eine den zukünftigen Herausforderungen angepasste Ausstattung und eine Wertschätzung, die der Bereitschaft, sich als Kind schon für die Gesellschaft zu engagieren und als Erwachsener 24 Stunden für den Ernstfall bereitzustehen, gerecht wird“, heißt es in dem Schreiben an Horst Seehofer abschließend.

Unser Foto zeigt Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne (links) und Jugendfeuerwehrwart Konstantin Mennecke (rechts) bei der Übergabe des Schreibens an Innenminister Horst Seehofer.