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Berlin – „Die Feuerwehren in Deutschland müssen auf mindestens zehn weitere Löschhubschrauber zugreifen können, um in der diesjährigen Waldbrandsaison adäquat auf Vegetationsbrände reagieren zu können“, fordert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Angesichts der aktuellen Witterungsverhältnisse ist es in einigen Bundesländern bereits zu Wald- und Flächenbränden gekommen. „Es muss möglich sein, an drei Großschadenslagen im Bundesgebiet parallel jeweils mindestens drei Hubschrauber im Rotationsprinzip in den Einsatz zu bringen. Hinzu kommen Wartungsarbeiten oder anderweitige Nichtverfügbarkeit. Im Schnitt braucht jedes Flächenbundesland einen Hubschrauber“, schlüsselt der DFV-Präsident auf.

DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Foto: Deutscher Feuerwehrverband
DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Foto: Deutscher Feuerwehrverband

Ziebs erläutert die aktuelle Lage: „Die Feuerwehren fordern Hubschrauber bei Bundeswehr oder Bundespolizei an, die dann für diesen Einsatz bereitgestellt werden. Hier ist es in der Vergangenheit teils vorgekommen, dass keine Maschinen zur Verfügung gestellt werden konnten.“ Wie viele Hubschrauber mit der Möglichkeit zum Transport von Außenlastbehältern die Bundesbehörden aktuell vorhalten, ist aus Sicherheitsgründen nicht zu ermitteln – die Maschinen werden primär für behördliche Zwecke verwendet und stehen nicht dauerhaft für die Brandbekämpfung in Bereitschaft. Hinzu kommen private Unternehmen, die ihre Hubschrauber für den Waldbrandeinsatz vermieten.

„Auch die Prävention muss verbessert werden – hier sind die Feuerwehren auf die Mitarbeit der Forstwirtschaft angewiesen“, fügt Hartmut Ziebs hinzu. Wichtig seien mit Feuerwehrfahrzeugen befahrbare Waldbrandschneisen und ausgewiesene Löschteiche. „Das brennbare Material auf dem Waldboden muss begrenzt werden – je höher sich etwa abgestorbene Äste oder umgefallene Bäume in einem bewirtschafteten Bereich türmen, umso wahrscheinlicher ist eine schnelle Brandausbreitung“, so der DFV-Präsident.

Entwicklung einer nationalen Waldbrandstrategie

Der Deutsche Feuerwehrverband hat im vergangenen Herbst gemeinsam mit dem Arbeitskreis V der Innenministerkonferenz eine Waldbrandkonferenz durchgeführt, in der die Lehren aus den Brandereignissen betrachtet wurden. Hierbei brachten sich unter anderem auch die Landesfeuerwehrverbände, das Bundesministerium des Innern, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ein. Ein Arbeitskreis befasst sich nun mit der Auswertung und der Entwicklung einer nationalen Waldbrandstrategie. „Unter anderem geht es auch um die Schulung der Feuerwehrangehörigen, um Wissen aus vergangenen Ereignissen nicht zu verlieren. Zudem ist für die Vegetationsbrandbekämpfung im Gegensatz zum Wohnungsbrand leichtere Schutzkleidung vonnöten“, resümiert Ziebs.

Archivfoto: Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr

Berlin – Frühlingshafte Tage locken spätestens an den Osterfeiertagen zum Grillvergnügen im Garten und auf dem Balkon. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) appelliert, gedankenlosen Leichtsinn zu vermeiden. „Planen Sie umsichtig, grillen Sie sicher und achten Sie auch nach Ende des Grillabends auf mögliche Gefahren“, rät DFV-Vizepräsident Hermann Schreck, „so können Sie schmerzhafte Verbrennungen oder Vergiftungen durch Kohlenmonoxid vermeiden!“

Die Feuerwehren geben acht wichtige Tipps für Ihr Grillvergnügen:

  • Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat. Bauen Sie keine Behelfskonstruktionen.
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen (Erde, Sand, Steine) rund um den Grillplatz.
  • Beaufsichtigen Sie den Grill – vor allem, wenn Kinder in der Nähe sind. So können Verletzungen vermieden werden.
  • Gießen Sie niemals Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten in die Glut! Die dabei entstehende Stichflamme führt zu gefährlichen Verbrennungen.
  • Bei Verbrennungen gilt: Kühlen Sie Brandwunden kleineren Ausmaßes maximal zehn Minuten lang mit Wasser (kein Eis, kein eiskaltes Wasser). Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort Hilfe über den Notruf 112!
  • Auch wenn schlechtes Wetter Sie aus dem Garten oder vom Balkon vertreibt – grillen Sie nie in geschlossenen Räumen. Auch zum Abkühlen hat der erloschene Grill hier nichts verloren: Es besteht Lebensgefahr durch tödliche Brandgase!
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote (zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten).
  • Wenn die Party vorbei ist, lassen Sie die Asche komplett abkühlen, ehe Sie sie entsorgen – aber nie in Kartons oder Plastikbehälter.

Allein in den ersten sechs Wochen in diesem Jahr sind in Deutschland laut Medienberichten bereits 72 Menschen durch Kohlenmonoxid verletzt worden – CO-Fälle in Shisha-Bars nicht mitgerechnet. Fünf Personen sind an einer CO-Vergiftung verstorben, darunter ein älteres Ehepaar in der Oberpfalz. Das farb-, geruch- und geschmacklose Gas wird auch als „stiller Mörder“ bezeichnet, weil das Atemgift nicht wahrnehmbar ist und die Betroffenen daran innerlich ersticken.

Die neu gegründete Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen startet deshalb vom 18. bis 24. Februar 2019 ihre erste bundesweite Aktionswoche. Sie will auf die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid hinweisen und helfen, die Zahl der CO-Vergiftungen zu reduzieren. Zu den Mitgliedern der Initiative zählt auch der Deutsche Feuerwehrverband. Die durch ihn vertretenen Feuerwehren sind täglich mit den Gefahren von Kohlenmonoxid konfrontiert.
Aktionswoche soll Öffentlichkeit sensibilisieren „Kohlenmonoxid ist als Gesundheitsrisiko kaum bekannt. Die meisten Menschen kennen nicht einmal die Quellen des gefährlichen Atemgiftes. Dabei können bereits technische Defekte oder verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen Auslöser für CO-Vergiftungen sein.

Mit der Aktionswoche möchten wir die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und über geeignete Vorsorgemaßnahmen wie regelmäßige Heizungswartung informieren“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und ergänzt: „Doch selbst wenn alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden: eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Kohlenmonoxid kann daher im Ernstfall nur mit einem CO-Melder zuverlässig aufgespürt werden.“

Nur CO-Melder warnen rechtzeitig vor dem Atemgift

Ein Kohlenmonoxid-Melder in den eigenen vier Wänden überwacht permanent die CO-Konzentration der Umgebungsluft und erkennt bereits geringe Mengen des Atemgiftes. Kohlenmonoxid-Melder sollten in Aufenthalts- und Schlafräumen sowie mindestens in Räumen mit brennstoffbetriebenen Geräten installiert werden. „Wenn ein CO-Melder Alarm auslöst oder es einen Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung gibt, sollte man schnell reagieren und sofort das Haus verlassen. Danach bitte die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren“, empfiehlt Ziebs.

Mögliche Gefahrenquellen

Gerade in der kalten Jahreszeit treten vermehrt CO-Vergiftungen auf. Potentielle Gefahrenquellen sind unzureichend gewartete oder defekte Gasthermen, Heizungsanlagen oder ein Abgasrückstau durch blockierte Abluftrohre. Auch der unsachgemäße Gebrauch von Heizpilzen oder Grills in geschlossenen Räumen stellt eine häufige Unfallursache dar. Experten warnen davor, dass die Gefahr hoher Kohlenmonoxid-Konzentrationen in modernen Haushalten wächst: Gut gedämmte Häuser und luftdichte Fenster treffen auf leistungsstarke Ablufthauben in der Küche. Die Lagerung nachhaltiger Brennstoffe wie Holzpellets sowie der Trend zu Kaminöfen und Ethanol-Brennern bergen zusätzliche Kohlenmonoxid-Gefahren. Darüber hinaus kann das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen und so auch in Räumen auftreten, in denen sich keine potenzielle CO-Gefahrenquelle befindet.

Mehr zu den Gefahren von Kohlenmonoxid unter www.co-macht-ko.de und auf Facebook unter „CO- macht-KO“. Auf der Website der Initiative finden Verbraucher Hintergrundinformationen und Empfehlungen, wie sie sich zu Hause vor einer CO-Vergiftung schützen können, sowie einen Informationsflyer zum Download.

Berlin – Anlässlich des heutigen Auftakts des Forschungsvorhabens „FORTESY“ der Universität Paderborn erklärt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV): „Feuerwehren engagieren sich bereits seit vielen Jahren für Innovation in ihren Arbeitsabläufen. Die aus dem Forschungsprojekt erwarteten Handlungsempfehlungen sollen den  Fortschritt der Feuerwehren unterstützen.“

Ziel des Projektes ist es, organisationale, technologische und soziale Faktoren herauszuarbeiten, die den Erfolg heterogener Teams ausmachen. Vor diesem Hintergrund werden erstmals umfassende soziokulturelle Mitgliederdaten erhoben, die Rückschlüsse auf weiteres Innovationspotential in Feuerwehren erlauben. Der Deutsche Feuerwehrverband wird das  Vorhaben künftig eng begleiten und dem Forschungsteam beratend zur Seite stehen. Prof. Dr. Ilona Horwath, Leiterin des Forschungsprojektes, erklärt: „Diversitätsförderung geht mit einem hohen Innovationspotential einher, das sich in einer  sichereren und effektiveren Einsatztechnologie manifestiert.“

„Das Vorhaben soll ein Erfolg werden. Je mehr Feuerwehrangehörige sich an der Studie beteiligen, umso besser“, betont DFV-Präsident Ziebs. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse gefördert. Es soll Ende 2020 abgeschlossen werden.

Berlin – Mit einer Aktionswoche startet die neu gegründete Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen vom 18. bis 24. Februar 2019 ihre erste bundesweite Aufklärungswoche. Ziel ist es, die Bevölkerung über die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid (CO) zu informieren und damit die Zahl der CO-Vorfälle deutlich zu reduzieren.

Laut der im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Übersicht „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonxidvergiftung“ verzeichnen deutsche Kliniken jährlich rund 3.900 Einweisungen aufgrund von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle nicht erkannt werden. Gerade in der kalten Jahreszeit treten CO-Vergiftungen vermehrt auf. Auslöser können technische Defekte, mangelnde Wartung oder verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen sein. Auch der unsachgemäße Gebrauch von Grills oder Heizpilzen in geschlossenen Räumen stellt eine häufige Unfallursache dar. Kohlenmonoxid dringt zudem mühelos durch Wände und Fußböden und kann sich unabhängig von der Quelle im ganzen Haus verteilen

Atemgift Kohlenmonoxid
Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid, ist ein gefährliches Atemgift, das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Der Mensch merkt daher nicht, wenn er CO einatmet, denn der Körper reagiert weder mit Husten noch mit Atemnot. Das macht das Gas so gefährlich. Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut. Die Versorgung von lebenswichtigen Organen und dem besonders auf Sauerstoff angewiesenen Gehirn wird blockiert. „Die Folgen einer CO-Vergiftung können verheerend sein“, erläutert Dr. Hella Körner-Göbel vom Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und ergänzt: „Während bei hohen CO-Konzentrationen in der Luft schnell der Tod eintritt, können typische Vergiftungssymptome bei niedrigen Werten auch erst nach längerer Zeit auftreten. Diese reichen von Gedächtnisstörungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Parkinsonismus.“

CO-Warnmelder schützen vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen
„Das Risiko von CO-Vergiftungen in den eigenen vier Wänden lässt sich durch die Installation von CO-Warnmeldern deutlich reduzieren. Weil das Gas für den Menschen nicht erkennbar ist, kann eine Frühwarnung nur durch technische Geräte erfolgen. Diese reagieren auf gesundheitsgefährdende CO-Konzentrationen in der Raumluft und der schrille Alarmton warnt die Menschen vor dem gefährlichen Atemgift“, erklärt Norbert Schaaf vom BHE Bundesverband Sicherheitstechnik. „Bei einem Verdacht auf Kohlenmonoxid oder wenn der CO-Melder anschlägt, sollte man schnell das Haus verlassen. Außerdem, wenn möglich, Fenster und Türen öffnen und von draußen den Notruf 112 der Feuerwehr wählen“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Über die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen
Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde im Jahr 2018 in Düsseldorf gegründet. Zu den Mitgliedern gehören der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Arbeitsgemeinschaft Notärzte in NRW (AGNNW), der Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD), der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik sowie verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxidmeldern. Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit über die Gefahren von Kohlenmonoxid für Leben und Gesundheit insbesondere bei der Benutzung von Verbrennungseinrichtungen im eigenen Zuhause zu informieren und die Zahl der CO-Vergiftungen zu verringern.

Berlin – „Diese Aktion hat sichtbar gemacht, wie häufig die Feuerwehren für die Bevölkerung im Einsatz sind!“, lobt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die Twitteraktion am Europäischen Notruftag. Am 11. Februar hatten 41 Berufsfeuerwehren von Flensburg bis Fürth zwölf Stunden lang unter dem Hashtag #112live getwittert. Auf dem Kurznachrichtendienst stellten sie den Einsatzalltag dar, gaben Hinweise zum Notruf und warben um Nachwuchs. Auch der Deutsche Feuerwehrverband beteiligte sich mit dem Hashtag #Deutschland112 an der vom Netzwerk der Pressesprecher der deutschen Berufsfeuerwehren initiierten Aktion. Aufgrund der hohen Anzahl an Beiträgen waren #112live sowie #Twittergewitter den gesamten Tag über in der Spitze des Twitter-Deutschlandtrends.

Insgesamt wurden die 100 Meldungen des DFV knapp 300.000 Mal bei Twitternutzern angezeigt. Die Anzahl der Follower steigerte sich im Rahmen der Aktion um mehr als 550. Der Deutsche Feuerwehrverband informierte über seine Aufgaben, stellte bundesweite statistische Angaben online und zeigte die vielen Facetten des haupt- und ehrenamtlichen Engagements. „Wir retten und helfen. Neue Aufgaben und Herausforderungen jeden Tag. Arbeit im Team. Wir suchen Nachwuchs!“, erklärte der für den Bereich Berufsfeuerwehr zuständige DFV-Vizepräsident Karl-Heinz Knorr in einem Tweet.  Alle Meldungen des Deutschen Feuerwehrverbandes sind auch ohne Anmeldung unter www.twitter.com/FeuerwehrDFV nachzulesen.

Berlin – Von Fulda bis Berlin, von Saarbrücken bis Bruchsal: Der Veranstaltungskalender des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) beinhaltet auch im Jahr 2019 wieder Termine in ganz Deutschland! Dies sind die Höhepunkte des Verbandsjahres:

RETTmobil: Auf spannende Fachgespräche freut sich der Deutsche Feuerwehrverband gemeinsam mit der Stiftung „Hilfe für Helfer“ auf der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität RETTmobil, die vom 15. bis 17. Mai 2019 in Fulda stattfindet (www.rettmobil.org). Parallel bietet die Stiftung am Donnerstag, 16. Mai 2019, das 6. Symposium zur Psychosozialen Notfallversorgung an. Informationen folgen auf www.hilfefuerhelfer.de.

Parlamentarischer Abend: Der 14. Berliner Abend des DFV offeriert einmal mehr eine Plattform für intensive Gespräche zwischen Feuerwehr-Führungskräften und Bundestagsabgeordneten. Die Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten bietet am Mittwoch, 11. September 2019, den authentischen Rahmen für die erfolgreiche Veranstaltung (Teilnahme nur auf persönliche Einladung).

Bundesfachkongress: Der 9. Bundesfachkongress des DFV in Berlin steht unter dem Motto „Herausforderungen der Zukunft: Klimafolgen & Digitalisierung“. Am Donnerstag, 12. September 2019, stehen im Mercure MOA Hotel Berlin spannende Vorträge aus der Praxis für die Praxis in mehreren Modulen auf dem Programm. Zielgruppe sind interessierte Feuerwehrangehörige. Informationen folgen auf www.feuerwehrverband.de/bundesfachkongress.html.

Delegiertenversammlung: Sie ist das höchste Organ des Deutschen Feuerwehrverbandes: Am 25. und 26. Oktober 2019 tagt die 66. Delegiertenversammlung in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Rund 170 Delegierte aus ganz Deutschland befassen sich dann mit zukunftsweisenden Themen (Teilnahme nur auf Einladung).

Forum Brandschutzerziehung: Das Forum Brandschutzerziehung und -aufklärung des DFV und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) ist als bundesweit größtes Treffen der Brandschutzerzieher in Deutschland etabliert. Am 8. und 9. November 2019 werden in Bruchsal (Baden-Württemberg) zahlreiche Workshops geboten. Einen Einblick in die Themen des letzten Jahres gibt es unter www.brandschutzaufklaerung.de. Experten, die spannende Beiträge zu bieten haben, können ihre Workshop-Vorschläge per E-Mail an Lilian Harms (harms@dfv.org) melden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen folgen, so nicht anders benannt, auf www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen.html.

Der DFV-Kalender ist auch abseits von Großveranstaltungen gut gefüllt: Auf dem Programm stehen Spitzentreffen mit Politik und Verwaltung, Austausch mit internationalen Feuerwehrverbänden und anderen Akteuren im Bereich des ehrenamtlichen Engagements, Termine auf europäischer und internationaler Ebene, Gremiensitzungen von Präsidium und Präsidialrat, Tagungen des Beirats und des Förderkreises des Deutschen Feuerwehrverbandes, Vorstandstreffen der Stiftung Hilfe für Helfer sowie der Stiftung Deutsches Feuerwehr-Museum und Fachbereichsveranstaltungen. Weitere Informationen zur Arbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes gibt es unter www.feuerwehrverband.de sowie in den Sozialen Medien.

Berlin – 500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. „Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der kostenfreie Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht“, erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

„Man sollte es kaum glauben, aber es kommt vor, dass Anrufer einfach von der Aufregung übermannt werden. Sie legen dann zum Beispiel sofort wieder auf, nachdem sie nur schnell gemeldet haben, dass es bei ihnen brennt“, so Hachemer. Er beruhigt die potenziellen Anrufer: „Niemand muss sich einen Fragenkatalog merken, um einen hilfreichen Notruf abzusetzen. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben rettet Leben! Da erhält man auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann.“

Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Auch in sämtlichen Handynetzen führt die Telefonnummer zur zuständigen Notrufzentrale. Anlässlich des europäischen Notruftags informiert der Deutsche Feuerwehrverband gemeinsam mit knapp 40 Berufsfeuerwehren aus ganz Deutschland unter den Hashtags #112live sowie #Deutschland112 mit einer Aktion auf dem Social Media-Kanal Twitter über die einheitliche Nummer, den Einsatzalltag auf den Wachen und Engagementmöglichkeiten in der Feuerwehr.

„Feuerwehrleute setzen sich täglich der Gefahr aus, im Einsatz, zum Schutz der Menschen, selber verletzt oder gar getötet zu werden. Da sind tätliche Angriffe gegenüber Feuerwehrleuten unverzeihlich, und die Gesellschaft hat sich schützend vor uns zu stellen“, verlangte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), heute bei der 65. Delegiertenversammlung in Erfurt.

„Rettungsmaßnahmen dauern ihre Zeit. Wir wollen professionell helfen. Jeder Fehler kann tödlich sein. Aber wir haben nicht die Zeit, uns noch einen Parkplatz zu suchen. Es kann daher vorkommen, dass wir die Straße blockieren. Es ist in solchen Situationen nicht cool, die Rettungskräfte anzupöbeln. Das beschleunigt nicht unsere Arbeit“, so DFV-Vizepräsident Lars Oschmann bei seinem bewegenden Appell zum Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“. „Bei aller Individualität darf man nicht vergessen, dass die Gesellschaft nur funktioniert, wenn alles zusammenspielt“, erklärte Oschmann. Die  Delegierten aus ganz Deutschland beschlossen einstimmig die Resolution „Unsere Einsatzkräfte – unsere Sicherheit! Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige“ (siehe Pressemitteilung 59/2018).

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschen bei Einführung eines allgemeinen Dienstpflicht-Jahres dann auch wieder mehr Respekt gegenüber den Feuerwehrleuten im Einsatz zeigen werden“, erklärte Hartmut Ziebs. Für ihn stehe hierbei im Mittelpunkt, „dass wir junge Menschen wieder verstärkt an die Gesellschaft und die Gemeinschaft heranführen können“, so der DFV-Präsident.

„Feuerwehrleute sind immer mehr Gewalt ausgesetzt. Diesem Geschehen ist mit allen Möglichkeiten des staatlichen und zivilgesellschaftlichen Handelns entgegenzuwirken – von konsequenter Anwendung des verschärften Strafrechts bis hin zur Prävention“, bekräftigte Udo Götze, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales. Er erklärte, dass für eine gesamtgesellschaftlich verstandene Kriminalprävention die Koordinierung von Aufgaben verschiedener Träger notwendig sei. „Wir brauchen eine gute Vernetzung, um Ihnen in Ihrer täglicher Arbeit zu helfen“, wandte er sich an die Delegierten. „Sicherheit geht vor kommerziellen Interessen“, resümierte Steffen Linnert, Beigeordneter für Bürgerservice, Sicherheit und Wirtschaft der Stadt Erfurt.

Forderungen zu Katastrophenschutz und Unfallversicherung

„Wer die Feuerwehren im Rahmen der Sicherheit in unserem Land nicht ordentlich ausstattet, der meint es auch mit der inneren Sicherheit Deutschlands nicht ernst“, forderte Hartmut Ziebs den Bund zudem im Rahmen der Versammlung zu notwendigen Ersatzbeschaffungen der überalterten Löschfahrzeuge, Schlauchwagen und ABC-Erkundungsfahrzeugen  für den Katastrophen- und Zivilschutz auf.

„Dort, wo der Bund Einfluss nehmen und auch Geld in die Hand nehmen kann, soll es den optimalsten Unfallversicherungsschutz im Falle eines Unfalles geben“, ergänzte er zur Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement. Die Thematik wird aktuell auf Initiative einer Bundestagsfraktion im Bundestag beraten.

Einen umfangreichen Erfahrungsbericht des Waldbrand-Einsatzes in Schweden gab der niedersächsische Brandrat Martin Voß. Er gab den Delegierten und Gästen im Congress Center Einblicke in Ablauf und Organisation des ersten Einsatzes deutscher Kräfte im Rahmen des EU-Gemeinschaftsverfahrens.

DFV und Öffentliche Versicherer würdigen innovative Ideen

Bereits zum fünften Mal würdigten die öffentlichen Versicherer gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband die drei innovativsten Neuentwicklungen bei deutschen Feuerwehren, die dazu beitragen, Personen- und Sachschäden zu mindern oder zu vermeiden. Die Freiwillige Feuerwehr Neufahrn in Niederbayern (BY) hat beim Feuerwehr-Innovationspreis IF Star 2018 den ersten Platz belegt. Für ihren Prototyp, der das automatische Setzen von Faltsignalen bei der Verkehrsabsicherung ermöglicht, überreichte Arno Vetter, Abteilungsleiter Risk Management Gewerbe/Industrie bei der SV SparkassenVersicherung, gemeinsam mit DFV-Vizepräsident Hermann Schreck die Bronzeskulptur des Innovationspreises IF Star. Der zweite Platz ging an die Freiwillige Feuerwehr Endingen am Kaiserstuhl (BW) für eine neue Technik der Schlauchaufwicklung, den dritten Platz belegte die Freiwillige Feuerwehr und Stadtjugendfeuerwehr Balingen (BW) mit einem neuen mobilen Ausbildungssystem.

Im Vorfeld der Delegiertenversammlung hatte der Thüringer Feuerwehr-Verband zu einer Festveranstaltung zum 150-jährigen Jubiläum geladen. Zudem fand im Augustiner-Kloster ein Ökumenischer Gottesdienst statt. Der Deutsche Feuerwehrverband dankt der Daimler AG sowie der Telekom Deutschland GmbH für die freundliche Unterstützung der 65. Delegiertenversammlung.

Foto: Matthias Oestreicher/DFV

„Brände in einem Moorgebiet sind langwierig. Sie erfordern einen großen Personaleinsatz. Ich bin dankbar, dass so viele Menschen in Niedersachsen bereit sind, dieses aufwändige Engagement ehrenamtlich zu erbringen“, dankt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), den Feuerwehrangehörigen, die aktuell beim Moorbrand in Meppen (Niedersachsen) im Einsatz sind.

Karl-Heinz Banse, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Niedersachsen, würdigt die Unterstützung von Familien, Arbeitgebern und Umfeld: „Ohne Menschen, die hinter den Feuerwehrleuten stehen, ist ein solcher Einsatz nicht möglich.“ Aktuell sind mehr als 700 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige mit Kreisfeuerwehrbereitschaften aus ganz Niedersachsen im Emsland im Einsatz.

Der Deutsche Feuerwehrverband wird im Herbst gemeinsam mit den Bundesländern die großflächigen Wald- und Vegetationsbrände dieses Jahres, bei denen deutsche Kräfte im Einsatz waren, evaluieren. Dies soll auf nationaler und internationaler Ebene, im Gespräch mit ausgewiesenen Waldbrandexperten sowie unter Einbeziehung der Erfahrungen der Basis geschehen.