Tag

Bad Gandersheim

Browsing

Am Samstag den 04.05.2019 führte die Ortsfeuerwehr Bad Gandersheim unter Leitung von Zugführer Dennis Ahrenhold ihren 2. Workshop an einem Wochenende in diesem Jahr durch.

Als Thema stand dieses Mal „Einsatztaktik mit der Drehleiter“ auf dem Plan. In den ersten zwei Unterrichtseinheiten wurde über aktuelle Themen gesprochen und das nötige Wissen zu den Themen: Hindernisse, Abstützung, Untergrund und Sicherheit wieder aufgefrischt.

All dieses findet sich in der HAUS-Regel wieder, die jeder Drehleitermaschinist in Einsatz und Ausbildung sicher beherrschen muss. Die weiterenUnterrichtseinheiten standen ganz im Zeichen der praktischen Ausbildung.

So wurden alle technischen Geräte und Anbauteile mit den Teilnehmern an der Drehleiter montiert und in Betrieb genommen, um altes Wissen wieder aufzufrischen.

Dazu wurde auch ein Ausfall des Fahrzeugmotors und der Fahrzeugelektrik während des Leiterbetriebes simuliert, wo ein weiteres Arbeiten nur im Notbetrieb möglich ist.

Die Ausbilder Jens Schrader und Dennis Ahrenhold hatten sich im Vorfeld für die weitere praktische Ausbildung an verschiedenen Objekten in der Stadt Bad Gandersheim Szenarien überlegt, die es für die 9erfahrenen Drehleitermaschinisten und 4 zukünftige Drehleitermaschinisten zu bewältigen gab.

So galt es im Teamwork z.B. Engstellen zu durchfahren, den richtigen Aufstellort für die Drehleiter zu finden, die Schleifkorbtrage hängend unter dem Rettungskorb an ihr Ziel zu bringen und das Arbeiten mit dem Gelenk bei maximaler Rettungshöhe.

Die gestellten Aufgaben wurden unter den Augen der Ausbilder zur vollsten Zufriedenheit durch die Kameradin und Kameraden abgearbeitet.

Bedanken möchte sich die Feuerwehr Bad Gandersheim bei Mundus Senioren- Haus Eterna, dem Roswitha Gymnasium, der Stadt Bad Gandersheim und der Niedersächsischen Behörde für Straßenbau für die zur Verfügungsstellung ihrer Objekte, an denen an diesem Tag geübt worden konnte.

In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass diese Aus- / Weiterbildungunbedingt nötig ist, um alle Funktionen dieses Fahrzeuges sicher, schnell und effizient im Einsatz sowie auch im Ausbildungsdienst nutzen zu können.

Ein Dank ging auch noch an die Ausbilder für die gute Vorbereitung und Organisation des Taktikworkshops mit der Drehleiter.

In der heutigen Zeit ist der Atemschutz in einer modernen Feuerwehr nicht mehr wegzudenken. Der Atemschutz lässt die Einsatzkräfte viel sicherer Arbeiten und man kann Rettungs- und Löschaufträge ausführen, die früher unmöglich waren. Der Atemschutz verlangt von den Einsatzkräften höchste physische und psychische Leistungen. Können Feuerwehrangehörige durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädigender Stoffe (Atemgifte) gefährdet werden, müssen je nach der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden. 

Im Laufe der Jahre gab es viele verschieden Konzepte bezüglich des Atemschutzes, im letzten Jahr wurde dann ein Arbeitskreis gegründet der sich rund um den Atemschutz Einsatz beschäftigte. Es wurde ein Atemschutzkonzept entwickelt was alle vorhandenen Konzepte mit Erfahrungen der letzten Jahre kombinierte. Dieses Konzept wurde am 06. April 2019 bei dem ersten Workshop2019 der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim unter der Leitung des Zugführers Tizian Nobel vorgestellt.

Am Vormittag gab es einen Einblick in das neue Konzept mit Themenschwerpunkten Gefahr einer Rauchgasexplosion, das richtige Vorgehen im Innenangriff, Suchtechniken und der Einsatz des Sicherungstrupps. Nachdem kurzen theoretischen Unterricht ging es für die Kameraden und Kameradinnen noch vor dem Mittag in die praktische Stationsausbildung wo unter anderem das Hohlstrahlrohr beim Vorgehen im Brandraum und die Tür Öffnung geübt wurde.

Nach der Mittagspause wurde dann eine Stationsausbildung im Schulzentrum in Bad Gandersheim absolviert. In vernebelten Klassenräumen galt es in kompletter Einsatzkleidung Räume abzusuchen, verunfallte Einsatzkräfte aufzufinden und eine Rettung durchzuführen. An der dritten Station wurde dann eine Kurzübung durchgeführt bis zum weiteren Vorgehen der Atemschutztrupps mit dem Einsatz vom mobilen Rauchverschluss. In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass solche Ausbildungen wiederholt werden sollten, da sie Sicherheit für den Einsatzfall geben.

Die Mitglieder der Technischen Einsatzleitungen des Landkreises Northeim haben sich am vergangenen Freitag, den 15. Februar 2019, in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Bad Gandersheim zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Der Leiter der Einsatzleitungen Marco Waßmann konnte den Vorsitzenden des Brand- und Katastrophenschutzausschusses Karl-Heinz Hagerodt, den Kreisbrandmeister Bernd Kühle, die Abschnittsleiter Carsten Winkler,  Harald Wallasch (Fachbereich 22) und die Kameradinnen und Kameraden der drei technischen Einsatzleitungen aus den Gruppen Einbeck, Bad Gandersheim und Northeim begrüßen.

Bevor der Rückblick auf das Jahr 2018 begann, bedankte sich Marco Waßmann bei den Kameradinnen und Kameraden der Einsatzleitungen und bei Kreisbrandmeister Kühle für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung für die Einheit. Unter Kühles Führung wurden die Technischen Einsatzleitungen stets mit den notwendigen Mitteln für eine erfolgreiche Bearbeitung von komplexen Einsatzlagen ausgestattet. Hierunter fällt die Erneuerung des gesamten Fuhrparks.

Seinem Nachfolger, Marko de Klein, wünschte Waßmann eine glückliche Hand in seinem neuen Betätigungsfeld und entsprechende Unterstützung der TEL.

Einsätze und Dienste:

Im vergangenen Jahr fanden laut Dienstplan 71 Dienste statt. Hinzuzurechnen sind jedoch Einsätze, Übungen und diverse andere Dienste, welche sich erst nach Dienstplanerstellung ergeben hatten.

So wurden die Technischen Einsatzleitungen zu 24 Einsätzen alarmiert. Darunter befinden sich mehrere Personensuchen, Zimmerbrände, Gebäudebrände, Hochwasser- und Unwettereinsätze, der Moorbrand in Meppen und ein Massenanfall an Verletzten in Lauenberg sowie im Seniorenheim Paschenburg in Hardegsen.

Zusätzlich wurde an Einsatzübungen „Wohnhausbrand“ in Northeim, eine 2-Tagesübung der Feuerwehrbereitschaft 2, einem Zugunglück in Wenzen und an einer Gefahrstoffübung im Landkreis Osterode teilgenommen.

Zusätzlich fanden mehrere Vorstellungen bei Ortsfeuerwehren, Tage der offenen Tür, u.a beim PS Depot Einbeck und beim Eulenfest in Einbeck, Unterstützung bei den Wettbewerben in Dassel, Teilnahme an Veranstaltungen von Feuerwehrbereitschaften 1, 2 und 4 sowie weitere Sitzungen und Veranstaltungen statt.

Mitgliederstärke zum 31. Dezember (Vorjahr):

TEL Bad Gandersheim: 27 (23)

TEL Einbeck: 21 (19)

TEL Northeim: 20 (17)

Gesamtstärke: 68 (59)

Beförderungen:

Auch dieses Jahr wurden wieder Kameraden durch langjährige Mitgliedschaft und bestehen der erforderlichen Lehrgänge befördert.

Jens Kruse, Löschmeister

Dirk Scharfe, Oberlöschmeister

Lehrgänge:

Auch im Jahr 2018 wurden wieder Lehrgänge besucht. Folgende konnten einen Lehrgang besuchen:

Jannick Koffre                   (Gruppenführer 1+2)

Patrick Puffitsch               (Gruppenführer 1+2)

Olaf Nagel                          (Zugführer 1+2)

Marc-André Wille            (Zugführer 1+2)

Daniel Reese                     (Zugführer 1+2)

Dirk Scharfe                       (Zugführer 1+2)

Jan-Niklas Schnepel        (Einführung in die Stabsarbeit)

Grußworte:

Die Grüße und den Dank der Landrätin, der Kreisverwaltung und des Brand- und Katastrophenschutzausschusses überbrachte Karl-Heinz Hagerodt. Er dankte den Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit.

Kreisbrandmeister Bernd Kühle verabschiedete sich aus dem Amt des Kreisbrandmeisters und dankte allen Kameraden für die geleistete Arbeit und die Untersützung.

Schlusswort:

Den Abschluss der Jahreshauptversammlung fand Marco Waßmann mit einem Blick auf das Jahr 2019. Bei einer zünftigen Brotzeit, einigen Getränken und guten Gesprächen endete die Jahreshauptversammlung in Bad Gandersheim.

Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein gutes neues Jahr 2019 mit viel Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

In der Weihnachts- und Silvesterwoche konnten die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim ein wenig zur Ruhe kommen, denn nur einen PKW Brand auf der Bundesautobahn 7 galt es zusammen mit den Feuerwehren aus Kalefeld, Echte und Seesen zu bekämpfen.

Ein besonderes Jahr 2018 mit vielen Herausforderungen liegt hinter uns und wir können an dieser Stelle eine durchaus positive Bilanz unserer Arbeit ziehen. Das Wetter mit all seinen Facetten hatte auch unmittelbar mit dem deutlichen Anstieg von fast 100 Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr 2017 zu tun. Im Berichtsjahr 2018 rückten die 55 Kameradinnen und 412 Kameraden der fünfzehn Ortsfeuerwehren der Stadt Bad Gandersheim zu insgesamt 354 Einsätzen aus. Im Jahr 2017 waren es genau 257 Einsätze also genau 97 Einsätze weniger. Die Einsätze teilen sich auf in 45 Brandeinsätze (Vorjahr 30), 21 nachbarschaftliche Löschhilfen (Vorjahr 3), 267 Hilfeleistungen (Vorjahr 193) und 21 blinde bzw. böswillige Alarme (Vorjahr 31). Diese Zahl hat sich um mehr als ein Drittel reduziert. An praktischen Übungen wurden 575 und an theoretischen Ausbildungen 292 Einheiten abgeleistet. Hinzukommen noch die vielen Aus-, Weiter- und Fortbildungen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene. Auch haben sich die durchgeführten ganztägigen Workshops zu verschiedenen Themen, die Ausbildungen in den Löschzügen oder die Vorbereitungsschulungen auf die Truppmannausbildung Teil 1 als sehr positiv erwiesen.

Aufgrund der gestiegenen Einsatz- und Ausbildungszeiten ist ein leichter Anstieg von drei auf fünf Dienstunfälle zu verzeichnen.

Im Januar 2018 beschäftigte uns das Sturmtief Frederike im gesamten Stadtgebiet mit der Beseitigung von umgestürzten Bäumen, der Absicherung von Einsatzstellen und insbesondere die Befreiung eines im Bereich Gehrenrode liegen gebliebenen ICE der Deutschen Bahn AG. Der Brand einer Scheune der Hofstelle der Pizzeria La Fattoria in Gehrenrode war sehr zeitaufwändig, da der gesamte Bereich des Scheunenbodens vom dort gelagerten Stroh und Heu befreit werden musste. Diese Arbeiten konnten erst nach Begutachtung durch einen Baufachberater des THW wegen drohender Einsturzgefahr unter Atemschutz von Hand durchgeführt werden. Alle 20 Minuten mussten die eingesetzten Trupps abgelöst werden. Der Feuerwehr ist es gelungen den Schaden auf den Bereich der Scheune zu begrenzen. Der Restaurantbetrieb konnte am nächsten tag bereits wieder aufgenommen werden. In diesem Bericht spielt der Ortsteil Gehrenrode auch bei dem nächsten großen Einsatz den Ursprung. In den Nachmittagsstunden des 29.Mai 2018 ergoss sich eine Gewitterzelle mit unvorstellbarem Regenerguss in wenigen Minuten zunächst gegen 16:40 Uhr über Gehrenrode in Richtung Heber ziehend, die einen mit Regenwasser vollgelaufenen Keller bzw. Garagenbereich als ersten Einsatzort für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim ausmachte. Weitere große Schäden richtete das Unwetter in den Ortschaften Helmscherode, Altgandersheim, Gremsheim, Ackenhausen, Brunshausen-Meine und in der Kernstadt an. Zur Abarbeitung der Schadenslage waren alle 15 Ortsfeuerwehren der Stadt Bad Gandersheim mit teilweise über 350 Einsatzkräften bis zum nächsten Abend mit nur sehr kurzen Ruhezeiten im Einsatz.

Als sich dann am 1.Juni 2018 in der Mittagszeit erneut eine Gewitterzelle über diesem Gebiet entlud, ging das gleich Einsatzszenarium von vorne los. Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim bedanken sich bei den unterstützenden Feuerwehren aus dem Landkreis Northeim, der Berufsfeuerwehr Göttingen, dem Technischem Hilfswerk, dem Deutschen Roten Kreuz, den Rettungsorganisationen, der Polizei, der Stadtverwaltung und den Stadtwerken, sowie den vielen zivilen Helferinnen und Helfern und nicht zuletzt bei den Betrieben und Arbeitgebern.

Mit diesem Einsatz haben wir uns für den Conrad-Dietrich-Magirus-Award 2018 als bestes Nationales Feuerwehrteam unter die besten zehn Bewerber qualifizieren können. Unter https://award.magirusgroup.com/de/nationales-feuerwehrteam/ kann noch bis zum 27.Januar 2019 für uns online gevotet werden.

Waren es zu diesem Zeitpunkt viel zu viel Regen, den keiner gebrauchen konnte, so sollte der Sommer mit hochsommerlichen Temperaturen und keinem Niederschlag uns noch vor Herausforderungen stellen. Das in den Bächen und Löschteichen vorrätige Löschwasser wurde sichtlich immer weniger und wir passten hierauf die Alarm- und Ausrückordnung bei gemeldeten Brandeinsätzen an. Bis auf einen Mähdrescherbrand in der Gemarkung Altgandersheim ist der Bereich der Stadt Bad Gandersheim von Flächen- und Waldbränden verschont geblieben. Im September 2018 waren erneut alle Ortsfeuerwehren alarmiert, da durch einen Brand in einem zentralen Transformator des Energieversorgers teilweise über mehrere Stunden im gesamten Stadtgebiet kein Strom vorhanden war. Die Feuerwehren leisteten vor Ort Hilfe insbesondere bei Schweinemastbetrieben und bei Milchviehbetrieben durch die Bereitstellung von Strom zur Belüftung der Anlagen oder zum Betrieb der Melkmaschinen. Aber auch Brände in der historischen Altstadt und immer wieder Gartenlaubenbrände in der Neuen Straße haben die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Die Baumaßnahmen an der Bundesautobahn 7, den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen und den Bahnübergängen stellten die Einsatzkräfte täglich vor die Herausforderung, auf welchem Wege kann ich die jeweilige Einsatzstelle sicher und schnell erreichen?

Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim haben bei allen Vorstellungen der Gandersheimer Domfestspiele im 60.Jubiläumsjahr den Absperr- und Einweisungsdienst geleistet. Diese öffentlichkeitswirksame Arbeit wurde sehr lobend von den vielen auswärtigen Besucherinnen und Besuchern aufgenommen. Auch im Jahr 2019 werden wir hier wieder als Partner der Gandersheimer Domfestspiele zur Verfügung stehen.

Im Jahr 2018 konnte die Bestellung eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20 für die Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim auf den Weg gebracht werden. Mit der Auslieferung kann im März 2019 gerechnet werden. In der Ortsfeuerwehr Wolperode ist eine neue Tragkraftspritze TS 10/1500 der Firma Ziegler in Dienst gestellt worden. Für Unwettereinsätze wurden eine Chiemsee- und eine Tauchpumpe angeschafft. Insgesamt verfügen die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim über 13 Tragkraftspritzenfahrzeuge TSF, ein TSF-W, fünf Mannschaftstransportwagen MTW, einen Einsatzleitwagen ELW, zwei Kommandowagen Kdow, einen Rettungswagen RTW, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge HLF 20, ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 und eine Drehleiter DLK 23/12. Zusätzlich werden im Einsatzfall in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Bad Gandersheim stationierte Fahrzeuge der Kreisfeuerwehr Northeim besetzt. Aus Spendengeldern konnten drei Tauchpumpen beschafft werden. Der An- bzw. Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Bad Gandersheim ist begonnen worden und soll 2019 fertig gestellt werden. 

Der Mitgliederbestand von insgesamt 475 im Jahr 2017 an aktiven Kameradinnen und Kameraden hat sich leicht um acht auf 412 Kameraden und 55 Kameradinnen auf insgesamt 467 reduziert. Belastend für uns alle war der Verlust eines sehr aktiven jungen Kameraden nach sehr kurzer und schwerer Erkrankung. Er hat eine Lücke hinterlassen, die nur schwer zu schließen ist. In den drei Jugendfeuerwehren Bad Gandersheim, Gremsheim und Seboldshausen leisten 33 Jungen und 32 Mädchen im Alter von zehn bis sechzehn Jahren ihren Dienst. Die Kinderfeuerwehr Seboldshausen ist für unsere Jüngsten der erste Anlaufpunkt um in die Arbeit der Feuerwehren herein zu schnuppern. Bereits seit 11 Jahren wird hier ein sehr guter Dienst geleistet. Die Kinderfeuerwehr Seboldshausen wird seit Oktober 2017 durch die Kinderfeuerwehr Heberbörde, die der Ortsfeuerwehr Wolperode angegliedert ist unterstützt. Im Alter von sechs bis zehn Jahren sind insgesamt 43 Kinder aktiv. Die Kinder- und Jugendfeuerwehren sichern langfristig den Bestand an aktiven Kameradinnen und Kameraden. In einem Musikzug ist noch 1 Kamerad erfasst. Die Zahl der Aktiven beträgt somit insgesamt 576 Personen. In der Altersabteilung sind 232 Kameradinnen und Kameraden tätig und im März 2018 wurde mit Andreas Fischer aus Altgandersheim das 1000. Fördernde Mitglied offiziell aufgenommen.

Insgesamt fördern 1011 Mitglieder die Arbeit in der Feuerwehr. Eine Förderung der Arbeit der Feuerwehr besteht auch darin, aktive Kameradinnen und Kameraden bei hiesigen Arbeitsgebern im Bereich der Stadt Bad Gandersheim vorrangig zu beschäftigen. Wir bieten eine Abwechslung zum Alltag, das gute Gefühl etwas Sinnvolles zu machen, die Chance anderen Menschen zu helfen, eine gute Kameradschaft, Teamwork, das Spaß macht und mitreißt, moderne und begeisternde Technik und Wissen, das auch privat genutzt werden kann. Das System der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland sucht auf der ganzen Welt seines gleichen und wir müssen gemeinsam daran arbeiten, dieses System zu erhalten. 

Auch die neuen Wettbewerbe haben ihren Platz im Terminkalender gefunden und die Zahl der teilnehmenden Ortsfeuerwehren hat mich positiv gestimmt. Die Seniorenwettbewerbe anlässlich des Feuerwehrfestes in Ackenhausen wurden leider nicht so gut angenommen und es bleibt zu hoffen, dass es im Jahr 2019 wieder besser läuft. Große Beliebtheit und eine schöne Abwechslung hat der Feuerwehrzehnkampf in Heckenbeck gebracht. Nicht unerwähnt zu lassen möchte ich, dass die jeweiligen Ortsfeuerwehren in ihren Ortschaften neben der Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistung auch der Motor für ein gutes Miteinander sind und dass ohne die Feuerwehr vieles nicht laufen würde. Dennoch sind manchmal Maßnahmen einzuleiten und Schritte zu gehen, die nicht immer Jubel auslösen. So wird die Ortsfeuerwehr Ellierode wegen fehlender Führungskräfte und nicht Erreichen der Mindeststärke ab dem 01.Januar 2019 der Ortsfeuerwehr Wrescherode als Löschgruppe angegliedert. Das Fahrzeug und das Feuerwehrhaus in Ellierode bleiben erhalten. Die Löschgruppe wird durch Klaus-Dieter Steinhoff aus Wrescherode geleitet.

Mit Blick auf das Jahr 2019 freuen wir uns, das ein weiteres Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser TSF-W und ein Mannschaftstransportfahrzeug mit entsprechenden Haushaltsansätzen zur Beschaffung anstehen. Zum Schluss möchte ich mich zunächst bei allen Kameradinnen und Kameraden in den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim für die geleisteten ehrenamtlichen und unentgeltlichen Dienste zum Wohl der Allgemeinheit bedanken. Ein weiterer Dank geht an unsere Bürgermeisterin Franziska Schwarz mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken, an die Mitglieder des Rates und des Feuerschutzausschusses, sowie den Landkreis Northeim insbesondere mit der Kreisfeuerwehr um Kreisbrandbrandmeister Bernd Kühle und Feuerwehrtechnischer Zentrale. Den vielen Förderern und Sponsoren danke ich für ihr Engagement zum Wohle der Feuerwehren sowie den Arbeitgebern für die Freistellung der Kameradinnen und Kameraden für Ausbildungs- und Einsatzdienste.

Meinen Bericht möchte ich erneut mit den Worten schließen: „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr.“