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Am 11.-12.05.19 absolvierten die Feuerwehrtaucher der FB 4 des Landkreises Northeim unter der Leitung von Zugführer Stefan Junge ein Ausbildungswochenende in Nordhausen/ Harz – Thüringen.

Gewählt wurde Nordhausen, da dort ein reger privater Tauch- und Badebetrieb herrscht und die Feuerwehrtaucher nicht nur im Landkreis Northeim zum Einsatz kommen, sondern auch indie angrenzenden Landkreise gerufen werden. Die dortige Tauchinfrastruktur, sowie sehr gute Wasserqualität und Sichtweiten waren ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Auswahl des zweitätigen Ausbildungswochenendes.

An dieser Ausbildung nahm die Tauchgruppe der Feuerwehr Hameln teil, um hier ebenfalls die Landkreis– Bundeslandübergreifende Einsatzsituation zu trainieren und das Zusammenspiel der beiden Tauchgruppen zu intensivieren.

Ausbildungsinhalte waren:

Objektkunde Seenplatte Nordhausen incl. Anfahrtswege
Suche von Personen/Gegenständen im Halbkreis und Kreisverfahren mit Boje
Suche von Personen im Polizeiauftrag inkl. Spurensicherung unter Wasser
Arbeiten Unterwasser, befestigen & lösen von Schrauben, Austausch von Schiebern
Arbeiten mit Hebesack, um Gegenstände Unterwasser zu bergen und zu transportieren
Arbeiten Unterwasser mit Sprechfunk und zweitem Tauchteam
Verhalten in Notsituationen, Einsatz Notarzt bei Tauchunfällen (Eigensicherung der Tauchgruppe, sowie fremde verunfallte Personen)
Theoretische/Praktische Weiterbildung Ausrüstung Firma Interspiro/Dräger Tauchgeräte-Notarztkoffer
Intensive Unterwasser-Objektkunde Sundhäuser See, eventuelle Strömungen/Tiefen/Hindernisse zur Prävention und Eigensicherung bei Einsätzen an den möglichen Einsatzstellen ( beliebte Plätze privater Taucher & Schwimmer )
Erstellen/Überarbeiten einer Einsatzseekarte mit Tiefenangaben
Nachttauchgänge – Orientierung bei völliger Dunkelheit
Prüfung eines Tauchers ( Northeim ) zur Stufe 2 ( Arbeiten unter Wasser )

Für beide Tauchgruppen war dieses Ausbildungswochenendetrotz des anhaltenden Dauerregens eine gelungene Veranstaltung, in der Theoretische Ausbildung und Realität bestens geübt werden konnte.

Hier zeigte sich die gute  Zusammenarbeit der beiden unterschiedlichen Tauchgruppen, welche in der Vergangenheit schon zahlreiche Einsätze in verschiedenen Landkreisengemeinsam bestritten haben. Eine Intensivierung der Landkreisübergreifenden Zusammenarbeit/Ausbildung wurdevereinbart. Im Jahr 2020 soll eine gemeinsame Prüfung der  jeweiligen Tauchanwärter stattfinden.

An dieser Ausbildung nahm der erste Zug der Umweltfeuerwehr, Feuerwehrbereitschaft 4 des Landkreises Northeim samt Tauchgruppe LK Hameln teil. Die Tauchgruppe Hameln fuhr nach Ausbildungsende direkt zu einem Einsatz, hier forderte die Polizei Hameln die Tauchgruppe zu einer Objekt Bergung an der Weser an.

Nachwuchs gesucht! 

Wir suchen Nachwuchs der in die laufende Ausbildung bis zum Feuerwehrlehrtaucher integriert wird. Treffen ist immer Montags 18.00 Uhr an der Tauchwache FTZ Northeim (gegenüber McDonalds). Mehr Infos unter www.umweltfeuerwehr.de oder beim Zugführer Stefan Junge unter feuerwehrtaucher@umweltfeuerwehr.de

Viel zu tun, reichlich Schweiß und wenig schlaf gab es am Wochenende für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) aus Einbeck. Denn es wurde im Stadtgebiet die diesjährige Einsatzübung abgehalten und diese verlangte so einiges von den THW Helferinnen und Helfern.

Die diesjährige 2 Tage Übung der Ehrenamtlichen Katastrophenschützer aus Einbeck war etwas anders, als in den letzten Jahren zuvor. Begonnen wurde am Freitagabend, damit dass noch ergänzende Ausstattung auf die Einsatzfahrzeuge geladen wurde und noch auf ein weiteres Einsatzfahrzeug gewartet werden musste.

Denn bedingt durch die Ausmusterung unseres Gerätekraftwagen I und da es noch kein Ersatzfahrzeug für unsere 1. Bergungsgruppe gibt, stand dieser Gruppe kein Einsatzmittel zur Verfügung. Hier half uns der Ortsverband Holzminden mit ihrem GKW I nebst Kraftfahrer aus.

Gegen 21 Uhr wurden die Einsatzkräfte dann über Funk zu einem Einsatz zum Forstrettungspunkt: „Northeim-094“ gerufen. Dort wurde eine Person vermisst, die zuvor allein im Wald zur Aufforstung unterwegs war.

Zunächst kümmerte sich der Zugtrupp um die Ermittlung des genauen Einsatzortes, dazu rief man in der Einsatzleitstelle des Landkreis Northeim an und so konnte sehr schnell der Einsatzort ermittelt werden. Dieser lag in der Einbecker Ortschaft Stroit, am dortigen Dorfgemeinschaftshaus.

An der Einsatzstelle angekommen, wurden die THW Kräfte von einem Angehörigen in Empfang genommen. Dieser teilte ihnen weitere Informationen mit: Wie die Person aussieht, Was Sie im Wald getan hat und übergab den Einsatzkräften auch eine weitere Koordinate wo der genaue Einsatzort war. Da das Waldgebiet wo die Koordinate lag aber sehr groß und weitläufig war und der Angehörige auch über Ortskunde verfügte, lotste dieser nach kurzer Rücksprache die Einsatzkräfte durch den Wald in das Gebiet wo die Person vermisst wurde.

Nun galt es eine Fläche von ca. 150m x 300m abzusuchen. Da die Dunkelheit mittlerweile hereingebrochen war, wurde zunächst das Gebiet mit Hilfe der Netzersatzanlage und dessen Lichtmast, sowie weiteren Scheinwerfern ausgeleuchtet. Danach wurde eine Suchkette gebildet und der Wald systematisch abgesucht.

Nach kurzer Suche konnte die Person auch unter einem Baumstumpf gefunden werden. Mit Hilfe des Greifzuges wurde die Person befreit und mit dem Schleifkorb aus dem Wald gebracht.

Erschwerend bei diesem Einsatz war, dass auftauchen von zwei Sportlerinnen die die Einsatzkräfte teilweise in ihrer Arbeit ablenkten und störten. Hier mussten die THW Kräfte Ruhe bewahren und sich ebenfalls um diese „Gaffer“ an der Einsatzstelle kümmern, damit diese die Rettungsarbeiten nicht behindern.

Mit dieser Nächtlichen Einsatzlage endete der Freitagabend, bevor es am Samstagmorgen mit einer Stationsausbildung weiterging.

Auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei in Einbeck, gab es an drei Stationen verschiedene Ausbildungsschwerpunkte. An einer Station wurde das Arbeiten mit der Betonkettensäge und dem Kernbohrgerät geübt. Hier konnte an alten Garagen auch mal Praxisnah das Gerät in den Einsatz gebracht werden.

An den anderen beiden Stationen drehte sich dann alles um Wandabstützungen. Einmal mit Hilfe des Einsatzgerüstsystemes und einmal mit Hilfe von Holzkunstruktionen. Hier wurde den Helfern gezeigt wie unter anderem Strebstützen erstellt werden und diese in der Wand befestigt werden. Da unser Ortsverband über kein ASH System verfügt wurde sich hier zur Ausbildung mit einfachen Kanthölzern bedient um die Funktion und Arbeitsweise zu zeigen.

An der anderen Station wurde mit Hilfe des Einsatzgerüstsystem (EGS) eine 4x2m Wandabstützung erstellt. Hier wurde auch auf die Isolierung von Gebäuden hingewiesen. Denn diese müsste im Vorfeld entfernt werden um eine richtige Abstützung des Gebäudes oder der Wand zu ermöglichen.

Nachdem Mittagessen folgte dann eine weitere Einsatzübung. Als Ausgangslage wurde ein Gebäudebrand im Deinerlindenweg in Einbeck angenommen. Es wurden mehrere Personen vermisst und ein angrenzendes  Nebengebäude war Teileingestürzt.

Nachdem diese Mitteilung über Funk abgesetzt wurde, machte sich der Technische Zug, sowie ein Löschzug der Feuerwehr Einbeck auf den Weg zur Einsatzstelle. Am Einsatzobjekt angekommen wurden die Kräfte schon durch laute Hilferufe einer Frau aus dem 1. Obergeschoss in Empfang genommen.

Der Zugführer des THW und der Einheitsführer der Feuerwehr Erkundeten zunächst zügig die Einsatzstelle und legten dann die Raumordnung sowie die Einsatzschwerpunkte fest. Die Feuerwehr übernahm als erstes die Menschenrettung der Frau aus dem 1. OG mit Hilfe der Drehleiter und kümmerte sich um die Brandbekämpfung im Erd- und Kellergeschoss.

Das THW richtete mit dem Zugtrupp derweil eine Zugbefehlsstelle ein um den Einsatz zu Führen. Weiterhin wurde die 2. Bergungsgruppe damit beauftragt, mit Hilfe der Betonkettensäge einen Zugang zum Nebengebäude zu schaffen. Da dort weitere Personen vermisst wurden.

Die 1. Bergungsgruppe unterstütze die Feuerwehrkräfte bei der Suche nach Personen im Gebäude mit weiteren Atemschutzkräften. Hier aber nur in den Verrauchten Bereichen im 1. Obergeschoss. Da hier die Treppe eingestürzt war, war dieses ein großes Hindernis. Denn die THW Kräfte mussten so mit Hilfe der Drehleiter ins 1. Obergeschoss vorrückten.

Im 1. Obergeschoss konnten die THW Kräfte auch zwei Personen lokalisieren und dann mit Hilfe der Drehleiter ins Freie bringen. Ungewöhnlich war hier die Arbeit des THW gemeinsam mit der Drehleiter der Feuerwehr, da dieses doch keine Alltägliche Arbeit des Technischen Hilfswerkes ist.

Unterdessen verschaffte sich die 2. Bergungsgruppe Zutritt zum Nebengebäude und konnte auch dort recht schnell die vermisste Person finden. Diese wurde dann ebenfalls ins freie gebracht und an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Als alle Personen gerettet waren und auch die Feuerwehr die Brandbekämpfung abgeschlossen hatte, endete ein Informatives und anstrengendes Ausbildungswochenende für die Ehrenamtlichen THW Kräfte aus Einbeck.

Wie für viele Feuerwehren stellt auch für die Stützpunktfeuerwehr Nörten-Hardenberg Mitte die Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage eine Vielzahl an Einsätzen dar. In der Regel sind dies Fehlalarme. Immer wieder zeigt sich allerdings, dass auch ein Realfall dahinter stecken kann – dadurch werden Brände sehr früh erkannt.

Wo sich Handlungsabläufe immer wiederholen, entsteht Routine – auch die Feuerwehr kann sich davon nicht freisprechen. In vielen Einsätzen ist das sicherlich von Nützlichkeit, denn Routine schafft Sicherheit, beispielsweise beim Anlegen der Atemschutzgeräte. Allerdings sollte dieser Standard keine Auswirkungen darauf haben. wie der Einsatzleiter die Lage beurteilt, denn dies ist bei jedem Objekt und jeder Situation anders. „Alles kann, nichts muss“ heißt es in der Notfallmedizin – auch für Feuerwehreinsätze ein denkbarer Spruch. Die BMA die sonst, wie die ganzen Male davor in der Nacht um 4 Uhr einfach zurück gestellt werden muss, enthüllt plötzlich einen Zimmerbrand – einer von vielen Gründen, jeden Einsatz ernst zu nehmen und sich im Kopf auf alle Situationen vorzubereiten.

Um nicht in die negative Art der Routine zu fallen, führt die Feuerwehr Nörten Mitte regelmäßig Übungen durch, um genau diese Denkweise wieder anzuregen, um auf alles vorbereitet zu sein. Diesmal wurde eine BMA-Auslösung in einer Halle einer Firma simuliert. Beim Eintreffen erfuhren die Kräfte allerdings, dass es es diesmal wohl kein Fehlalarm ist…

Wir waren für euch dabei und haben einige Fotos mitgebracht. Ebenfalls eingefügt haben wir unter den Fotos den Einsatzbericht der Feuerwehr Nörten Mitte.

Am 06.05.2019 wurden wir gegen 17:56 Uhr zu einer Ausgelösten Brandmeldeanlage in die Jochen-Busch-Straße gerufen. An der Einsatzstelle angekommen, wurde die Brandmeldeanlage inspiziert und sich die Lagekarten genommen. Im hinteren Bereich (Lagerbereich) waren mehrere Melder aufgelaufen. Der Fahrzeugführer des HLF Nörten lies die anrückenden Fahrzeuge im hinteren Bereich des Hofes Aufstellung nehmen. Mehrere Trupps unter Atemschutz wurden in das Gebäude zur Erkundung geschickt. Aufgrund der Einsatztiefe und Größe des Objektes wurden die Feuerwehren Parensen (Atemschutz Reserve) und Sudershausen (Atemschutzdokumentation) nachalarmiert. Beide Feuerwehren konnten kurze Zeit später zum Einsatz kommen. Ebenfalls wurde für die Ortsfeuerwehr Nörten Mitte Vollalarm ausgelöst. Neben einer verletzten Person musste 1 Trupp unter Atemschutz gerettet werden. Im Nachgang bedankte sich die Geschäftsführung der ansässigen Firma mit einem kleinen Imbiss bei allen für die geleistete Arbeit und deren Einsatz. Einsatzende war gegen 20:30 Uhr. Ein besonderer Dank gilt auch der Kreispressegruppe des Landkreises Northeim, welche uns dabei unterstützt hat.

In der heutigen Zeit ist der Atemschutz in einer modernen Feuerwehr nicht mehr wegzudenken. Der Atemschutz lässt die Einsatzkräfte viel sicherer Arbeiten und man kann Rettungs- und Löschaufträge ausführen, die früher unmöglich waren. Der Atemschutz verlangt von den Einsatzkräften höchste physische und psychische Leistungen. Können Feuerwehrangehörige durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädigender Stoffe (Atemgifte) gefährdet werden, müssen je nach der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden. 

Im Laufe der Jahre gab es viele verschieden Konzepte bezüglich des Atemschutzes, im letzten Jahr wurde dann ein Arbeitskreis gegründet der sich rund um den Atemschutz Einsatz beschäftigte. Es wurde ein Atemschutzkonzept entwickelt was alle vorhandenen Konzepte mit Erfahrungen der letzten Jahre kombinierte. Dieses Konzept wurde am 06. April 2019 bei dem ersten Workshop2019 der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim unter der Leitung des Zugführers Tizian Nobel vorgestellt.

Am Vormittag gab es einen Einblick in das neue Konzept mit Themenschwerpunkten Gefahr einer Rauchgasexplosion, das richtige Vorgehen im Innenangriff, Suchtechniken und der Einsatz des Sicherungstrupps. Nachdem kurzen theoretischen Unterricht ging es für die Kameraden und Kameradinnen noch vor dem Mittag in die praktische Stationsausbildung wo unter anderem das Hohlstrahlrohr beim Vorgehen im Brandraum und die Tür Öffnung geübt wurde.

Nach der Mittagspause wurde dann eine Stationsausbildung im Schulzentrum in Bad Gandersheim absolviert. In vernebelten Klassenräumen galt es in kompletter Einsatzkleidung Räume abzusuchen, verunfallte Einsatzkräfte aufzufinden und eine Rettung durchzuführen. An der dritten Station wurde dann eine Kurzübung durchgeführt bis zum weiteren Vorgehen der Atemschutztrupps mit dem Einsatz vom mobilen Rauchverschluss. In der Abschlussbesprechung waren sich alle Teilnehmer einig, dass solche Ausbildungen wiederholt werden sollten, da sie Sicherheit für den Einsatzfall geben.