Mit dem Alarmstichwort: „Einsatz für den 3. Zug der FB 4 – stellen Sie Einsatzbereitschaft für Strahlenschutzeinsatz her!“ wurde am Sonnabend, den 17. April der 3. Zug der Umweltfeuerwehr zu einer landkreisweiten Übung alarmiert. Angenommene Lage war ein Störfall, der sich im Atomkraftwerk Krümmel bei Hamburg ereignete, Es war nicht auszuschließen, dass radioaktive Strahlung freigesetzt wurde. Nach der Alarmierung und dem Eintreffen in den Wachen der Umweltfeuerwehr, in Bad Gandersheim und Northeim rüsteten sich die Kameraden mit der nötigen Schutzausrüstung aus. Die Fahrzeuge wurden mit weiterer Spezialausrüstung und Messgeräten für den Strahlenschutzeinsatz beladen. Um einen koordinierten Einsatz zu gewährleisten wurde auf dem Autohof Northeim ein Führungskopf eingerichtet, an dem sich alle eingesetzten Kräfte und Fahrzeuge sammelten. Hier wurden durch den Einsatzleiter genauere Informationen zum Einsatzablauf ausgegeben.
Mit Messgeräten wurde die radioaktive Strahlung an 16 Punkten im gesamten Landkreis Northeim ermittelt. Bei einem realen Schadensereignis wie z.B. durch einen Terroranschlag mit radioaktivem Material oder einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk, kann so recht schnell eine erhöhte radioaktive Strahlung erkannt werden.
Die Normalwerte werden im Landkreis Northeim ein Mal jährlich durch die Umweltfeuerwehr ermittelt, festgelegt und in einer Datenbank eingetragen. Dieses Verfahren wird in den norddeutschen Bundesländern nach einheitlichen Bestimmungen durchgeführt, um bei einer atomaren Gefahrenlage wie beispielsweise beim Störfall am 26. April 1986 im Atomkraftwerk Tschernobyl schnell erkennen zu können, ob erhöhte Strahlungswerte vorliegen.
Nachdem alle relevanten Punkte in allen Städten und Gemeinden im Landkreis überprüft wurden, konnte um 12:30 Uhr das Übungsende bekannt gegeben werden. Die Einsatzkräfte sammelten sich nochmals auf dem Autohof Northeim zu einer kurzen Übungsnachbesprechung. Hierbei bedankten sich der Zugführer des 3. Zuges Michael Potrafke und der Gruppenführer Messtechnik Lennart Lohrenz für die Einsatzbereitschaft. Beide zeigten sich mit der professionellen und geordneten Abarbeitung der Übungslage sehr zufrieden.
Weitere Informationen über die interessante und anspruchsvolle Arbeit der Umweltfeuerwehr erhalten Sie im Internet unter der Adresse: www.umweltfeuerwehr.de
Lennart Lohrenz / Thomas Bobrowski |