Informationen zum Feuerwehreinsatz am 16. Juli 2010
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{Aendern} |
| Einsatz 0387 eingetragen
von Horst Lange |
| Brandabschnitt-Ost |
| Fr 16. Juli 2010 - 16:39 Uhr |
| Sudheim, Stadt Northeim, Ostlandring |
| Kellerbrand |
Sudheim / Stadt Northeim / LK Northeim (hl) Für einige Anwohner im Ostlandring in Sudheim wird der 16.07.2010 ein unvergesslicher Tag sein. An dem Tag wurden die Anwohner in Sudheim um 16:39 Uhr von der Feuerwehrsirene hochgeschreckt. Die Hausbewohnerin hielt sich mit ihrer Tochter in der oberen Etage auf. Nach einiger Zeit fragte die Tochter die Mutter ob sie etwas im Ofen oder auf dem Ofen hat. Es riecht so nach Verbranntem. Als die beiden gemeinsam die Treppe heruntergingen, sahen sie dass unter der Kellertür Qualm hervorkam.
Sofort rief die Mutter über den Notruf die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Northeim an, die Sirenenalarm für Sudheim auslöste. Nachdem die beiden das Haus verlassen und die Haustür hinter sich zugemacht hatten, rief die Hausbewohnerin ihren Vater an, der im Hintergrund schon die Sirene hörte.
Nachdem noch mehrere Notrufe in der ELST über den Brand eingingen, wurden die Schwerpunktfeuerwehr Northeim und die Ortsfeuerwehr Bühle nachalarmiert.
Der Ortsfeuerwehr Sudheim, die als erste an der Einsatzstelle angekommen war, drang dichter schwarzer Qualm entgegen. Weiterhin war das gesamte Haus von Qualm eingehüllt. Sofort rüsteten sich zwei Trupps der Feuerwehr Sudheim mit Atemschutz aus um eine erste Erkundung durchzuführen. Da definitiv feststand, dass sich keine Personen mehr im Haus aufhielten, warteten sie auf weitere Atemschutztrupps um dann gezielt in den Keller vordringen zu können. Die anderen Feuerwehrleute, verlegten in der Zwischenzeit zwei B-Leitungen von den nächsten Unterflurhydranten zur Brandstelle. Unterstützung bekamen sie dann von den Feuerwehrleuten aus Bühle. Zur Unterstützung mit weiteren Atemschutzgeräteträgern ließ der Einsatzleiter die Freiwillige Feuerwehr Hillerse nachalarmieren. Zur Schadstoffmessung im Qualm und in unmittelbarer und weiterer Umgebung der Einsatzstelle, wurde der Messtrupp der Umweltfeuerwehr FB 4 alarmiert. Auf Anweisung des Bereitschaftsführers der FB 4 hatte die Polizei in den Straßenzügen in der Umgebung des Brandortes Lautsprecherdurchsagen mit dem Hinweis „Personen sollen in ihren Häusern bleiben und Fenster und Türen sind geschlossen zu halten.“ machen lassen.
Weiterhin wurden die Kanal- und Gullyeinläufe von den Kameraden der Bereitschaft abgedichtet. Nachdem die Feuerwehrleute aus Northeim mit ihrem Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 eingetroffen waren, rüsteten sich ebenfalls Feuerwehrleute mit Atemschutz aus und begaben sich mit einem C-Rohr und Wärmebildkamera über den Kellereingang in den Keller. Nach kurzer Zeit mussten sie den Keller wieder verlassen, die Hitze war zu groß und den Brandherd konnten sie wegen des dichten schwarzen Qualms auch nicht lokalisieren. Zudem war der Keller durch herunterhängende elektrische Leitungen nicht gefahrlos begehbar. Da man wegen der großen Hitze und der starken Verqualmung im Keller die Stromabschaltung im Keller nicht vornehmen konnte, musste dieses von außen vorgenommen werden. Aufgrund dieser Gegebenheiten ließ der Einsatzleiter von den Atemschutztrupps die Kellerfenster von außen einschlagen und mit zwei Mittelschaumrohren den Keller mit Schaum zur Kühlung und Brandbekämpfung fluten. Die Löscharbeiten wurden durch zwei Stromkreise behindert. Zum einen war der normale Stromanschluss des Hauses noch nicht durch den Energieversorger abgeschaltet worden und zum anderen befand sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses, die nur durch einen Elektrofachbetrieb abgeschaltet werden konnte, da durch jedermann bedienbare Trennschalter für die Errichtung von Photovoltaikanlagen nicht Vorschrift sind. Über die ELST in Northeim, wurden der zuständige Energieversorger und eine Elektrofirma, die mit dem Errichten von Photovoltaikanlagen vertraut ist, verständigt. Der Mitarbeiter des Energieversorgers trennte an einem Stromverteilerkasten den ganzen Straßenzug vom Stromnetz und der Meister einer Elektrofirma, der auch diese Photovoltaikanlage installiert hatte, trennte die Anlage vom übrigen Stromnetz, indem er von außen die Verbindungsleitung der Photovoltaikanlage zum Einspeisepunkt ins Netz des Stromversorgers zerschnitt.
Erst jetzt, nach einer Verzögerung von 45 Minuten, konnte mit der gezielten Brandbekämpfung begonnen werden.
Bei dem Einsatz wurden zwei Atemschutzüberwachungsstellen eingerichtet, 12 Atemschutztrupps waren im Einsatz weiterhin ein Hochleistungslüfter und eine Wärmebildkamera.
Wegen der starken Hitze im Haus und der hohen Außengtemperaturen infolge des sonnigen Hochsommertages, sowie zum Eigenschutz der Feuerwehrleute und der Atemschutzgeräteträger wurde die Bereitschaft des DRK Ortsverbandes Northeim zur Versorgung mit frischen und gekühlten Getränken alarmiert.
Der Einsatz war dann um 21:30 Uhr beendet.
Horst Lange |
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Mehr Infos: www.kfv-nom.de/Presse/Horst_Lange/Kellerbrand_Sudheim/html/default.html |
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