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Feierstunde und Party für neues LF-KatS in Katlenburg

Mit einer feierlichen Übergabe von zehn Löschfahrzeugen Katastrophenschutz (LF-KatS) in Hildesheim an das Land Niedersachsen hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die im Juli 2019 angelaufene Verteilung von über 300 neuen Einsatzfahrzeugen des Bundes als ergänzende Ausstattung an die Länder fortgesetzt.

Aus dem Landkreis Northeim war als Delegation Katlenburg-Lindaus Bürgermeister Uwe Ahrens samt Gemeindebrandmeister Sven Helmold zusammen mit erstem Kreisrat Jörg Richert, Sachbearbeiter des Ref. 22 Michael Peters, Landtagsabgeordneter Frauke Heiligenstadt und Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne angereist. Im Anschluss an die Übergabe gab es eine Ankunftsparty am Feuerwehrhaus in Katlenburg.

Besondere Anforderungen für den Zivilschutz

Mit diesen Löschfahrzeugen erhöht sich der niedersächsische Bestand an Fahrzeugen für den Zivilschutz und den unterstützenden Katastrophenschutz auf 365. Bis Ende Oktober sollen zusätzlich weitere sechs Fahrzeuge an Niedersachsen ausgeliefert werden.

Angesichts wachsender Herausforderungen an den Bevölkerungsschutz wie zum Beispiel durch den Klimawandel arbeitet das BBK mit Hochdruck an der Beschaffung weiterer Fahrzeuge. Im Zuge der steigenden Anforderungen an Einsatzkräfte und Material betont BBK-Präsident Christoph Unger die Notwendigkeit der permanenten Weiterentwicklung: „Wir alle haben ein Ziel: Wir wollen die Bevölkerung unseres Landes bestmöglich schützen. Das verlangt von uns, dass wir uns stetig anpassen und weiterentwickeln. Zu dieser Weiterentwicklung gehört eine moderne Ausstattung. Technik ist für die anstehenden Aufgaben kein Allheilmittel, aber sie ermöglicht es den Ehren- und Hauptamtlichen im Zivil- und Katastrophenschutz, auf unterschiedlichste Lagen bestmöglich zu reagieren. Ich freue mich deshalb sehr, diese Fahrzeuge den Ländern zur Verfügung stellen zu können.“

Mit der Übergabe der Fahrzeuge kommt das BBK seinem gesetzmäßigen Auftrag zur ergänzenden Unterstützung für den Brand- und Katastrophenschutz der Länder nach. Der niedersächsische Minister des Inneren und für Sport, Boris Pistorius, begrüßte den Zuwachs: „In Niedersachsen hat es in den vergangenen Jahren diverse Katastrophenlagen gegeben, etwa Moor- und Vegetationsbrände oder auch dramatische Hochwasserlagen. Für genau solche Situationen brauchen wir das bestmögliche Gerät. Darum freut es mich, dass der Bund uns jetzt diese Fahrzeuge übergeben hat. Das ist eine hochwertige Verstärkung für den Fuhrpark unserer Einsatzkräfte.“

Das Löschgruppenfahrzeug LF-KatS

Die jetzt vom Bund übergebenen Fahrzeuge wurden, basierend auf den konzeptionellen Festlegungen des Bundes für den Zivilschutz, nach einem gemeinsam mit der Firma Rosenbauer entwickelten Konzept konstruiert. Die Löschgruppenfahrzeuge Katastrophenschutz (LF-KatS) vom Typ MB Atego 1327 AF sind mit einem Aufbau für die Brandbekämpfung im Zivilschutzfall ausgestattet. Bei Beschaffungskosten von 223.000 Euro pro Fahrzeug bietet das LF-KatS alles, was im Einsatz benötigt wird: von der Feuerwehraxt, über Atemschutzgeräte, 600 m B-Schläuche, analoge und digitale Funkgeräte bis hin zu einer Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Liter/min. Mit einem Löschmittelbehälter von 1.000 Liter Inhalt und der Geländefähigkeit eignen sich die Fahrzeuge auch besonders zur Waldbrandbekämpfung. Während die Automatikschaltungen handelsüblicher LKW in der Regel auf eine wirtschaftliche Fahrweise ausgelegt sind, verfügt das LF-KatS über eine sogenannte „Feuerwehrschaltung“, die kürzere Schaltzeiten bei Einsatzfahrten mit Sonderrechten ermöglicht.

Übergabe erfolgt direkt an örtliche Feuerwehren Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Adelebsen, Garlstorf, Hildesheim-Sorsum, Katlenburg, Lutter am Barenberge, Salzgitter, Sassenburg-Grußendorf, Staufenberg und Springe nahmen die Fahrzeuge im Rahmen der feierlichen Übergabe in Empfang. Vorab hatten sie durch das BBK bereits eine umfassende Ersteinweisung in die Ausstattung erhalten.

BBK-Präsident Unger dankte den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement, auf das der Bevölkerungsschutz zwingend angewiesen sei.

Quelle: BBK (mit Material der Kreisfeuerwehr Northeim)

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