Aus den Wehren

Kooperation bei der Feuerwehr Harzbörde und Seboldshausen: Gemeinsame Atemschutz-Ausbildung

Die gute und professionelle Zusammenarbeit von Ortsfeuerwehren in den unterschiedlichsten Einsatzlagen gewinnt an immer mehr Bedeutung, wie die jüngste Vergangenheit beweist. Nach den Einsätzen zur Hochwasserbekämpfung 2018 machen die Ortsfeuerwehren der Dörfer Hachenhausen, Harriehausen und Seboldshausen den ersten Schritt „mit gebündelten Kräften und über Ortsgrenzen hinweg in die Zukunft“, mittels Gründung einer neuen Kooperation auf dem Gebiet Atemschutzausbildung.

Eine der größten Herausforderungen für die Freiwilligen Feuerwehren werden neben der tendenziell steigenden Einsatzfrequenz künftig auch die Verfügbarkeiten an hochspezialisierten und gut ausgebildeten Kameradinnen und Kameraden sein. So sind Atemschutzgeräteträger mit ihrer speziellen Funktion bei Einsätzen zur Brandbekämpfung und insbesondere zur Menschenrettung in ihrem Wirken von zentraler Bedeutung. Neben umfangreichen theoretischen Kenntnissen bedarf es auch technischer Fertigkeiten, körperlicher Fitness sowie bester Gesundheit der Träger.

Um diesen Anforderungen über das Mindestmaß hinaus gerecht zu werden, haben die Freiwilligen Feuerwehren Harzbörde und Seboldshausen eine Kooperation in der Aus- und Fortbildung ihrer Atemschutzgeräteträger beschlossen. Beide Wehren können bereits auf eine vielversprechende und erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb des Löschzuges zurückblicken, was die Entscheidung maßgeblich beeinflusste.

Ein klares Ziel dieser Zusammenarbeit über die Ortsgrenzen hinweg, ist die Steigerung der Qualität auf diesem Gebiet, was im Endeffekt auch die Verbesserung der Arbeitsqualität im Ernstfall bedeutet. Konkret sollen gezielt Dienstabende absolviert werden, die auf die Festigung theoretischen Wissens abzielen sowie Einheiten zur Steigerung der körperlichen Fitness. Die Vergrößerung des Teilnehmerkreises durch die Konzentration dieser Spezialdienstabende sei – so Ortsbrandmeister Scholz – ebenso dienlich für den fachlichen Input und den Gedankenaustausch, als auch ein Anreiz für potenzielle Atemschutzgeräteträger ein Teil dieser Einheit zu werden. Der Spaßfaktor ist schließlich, bei aller Ernsthaftigkeit, immer noch von großer Bedeutung, wenn es um die Motivation der ehrenamtlichen Retterinnen und Retter geht.

Unser Foto zeigt den Ortsbrandmeister der Feuerwehr Harzbörde Henrik Scholz, den Atemschutzwart der Feuerwehr Harzbörde Jan Schulze und Ortsbrandmeister Marcel Schmidt der Feuerwehr Seboldshausen.

Melissa Schreiber ist Pressereferentin der Feuerwehr Harzbörde.

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